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22.12.2015 12:18

Gleiten auf dem Fluss


Wir sind jetzt in der sogenannten Trockenen Ha-Long-Bucht angekommen, einer von steil aufragenden Karstbergen geprägten Landschaft rund 120 Kilometer südlich von Hanoi. Sie lag einst unter Wasser, doch als vor rund 40000 Jahren das Wasser abfloss, blieben die ausgespülten Felsen zurück und zeigten ihre bizarren Formen. Sie bergen viele Höhlen, in denen Menschen sich verstecken konnten und in die sie Tempel bauten.
Zahlreiche Höhlen befinden sich heute genau auf dem Niveau der Felder und Flüsse, so dass man durch sie wie durch Tunnel rudern kann. Daraus haben die Leute hier in den letzten Jahren ein gutes Geschäft gemacht, denn es gibt jetzt schon fünf Orte, von denen aus Besucher zu einer Tour in einem flachen Ruderboot aufbrechen können. Vier Leute sitzen immer in einem Boot und werden von einer Frau durch die Gegend gerudert. Geräuschlos gleiten die Boote über das flache Wasser, aus dem an einigen Stellen Reispflanzen ragen, die besonders lange Stengel haben. Reiher fliegen vorbei, und immer wieder gleitet der Blick an den bizarren Felsen empor. Entschleunigung. Zwischendurch legen die Boote an einem kleinen Tempel an, man kann sich mal die Beine vertreten und den winzigen Schrein betrachten, dann geht es weiter. An einigen Stellen gibt es sehr aufdringliche Souvenirverkäuferinnen (Tam Coc), doch im großen und ganzen ist dies ein gelungener Ausflug.


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