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» Trescher-Leserreisen

30.06.2015 16:33

Was hat sich geändert?


Auf den ersten Blick ist Vietnam immer noch so wuselig und leicht anarchisch wie eh und je, vor allem im Süden. Schon immer hat man dort gesagt, der Kaiser ist weit weg, und wir machen hier unser eigenes Ding. So ganz geht das nicht, denn seit 1975 sind ja die strammen Parteikader aus dem Norden über das ganze Land verteilt und machen den Menschen das Leben schwer. Der Straßenverkehr hat zugenommen, es gibt mehr Autos, vor allem Taxis und Lastwagen, und nocheinmal mehr Mopeds. Die wuseln wirklich überall herum, und wenn sie nicht wuseln, dann parken sie überall. Die Gehwege wurden mehr freigeräumt, was der Fußgänger natürlich begrüßt, aber dafür brettern jetzt die Mopeds über die Fußwege, was natürlich noch gefährlicher ist. Aber irgendwie ist das symptomatisch für Vietnam: ein intensives Voranstreben, meist von jedem einzelnen, auch im Kampf jeder gegen jeden. Das ist sympathisch, kann aber auch ziemlich anstrengend sein.
Touristisch gesehen hat sich in der Struktur wenig verändert. Es ist von allem mehr geworden, besonders mehr Hotels. Besser sind diese nicht, denn man hat vorrangig in den mittleren Sektor investiert, das 08/15-Drei-Sterne-Hotel, mit dem man auf chinesische, koreanische und russische Gäste abzielt. Da waren die Besucherzahlen in den letzten Jahren einfach um ein Vielfaches höher als bei den paar Tausend Europäern, die zwar mehr Geld im Land lassen, aber einfach nicht so zahlreich anlanden. Doch jetzt, da die Zahlen aus China und Russland dramatisch sinken, stehen die Drei-Sterne-Hotels weitgehend leer. In diesem Sommer hat man mit Super-Sonderpreisen einheimische Touristen angelockt, doch die bringen halt keine Devisen. Es mangelt dort an Planung, wobei ich mich schon immer wunderte, wie planlos es in einem Land mit Planwirtschaft zugehen kann.
Lohnt sich eine Reise nach Vietnam? Aber natürlich. Es gibt zwar nicht so viele Riesen-Sehenswürdigkeiten wie Angkor im benachbarten Kambodscha, aber eben viele kleinere Bauwerke und Dinge, die interessant sind. Dann natürlich das Straßenleben, das gute und vielfältige Essen, der starke Kaffee oder frische Fruchtsaft. Wenn man morgens besichtigt, kann man mittags schon am Strand liegen oder in einer ganz anderen Landschaft sein.
Und - in diesen Zeiten spielt das wohl auch eine zunehmende Rolle - Vietnam ist ein sicheres Reiseland ohne religiösen Fanatismus welcher Art auch immer. Also nichts wie hin.


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