Touren durch eine ungewöhnliche Landschaft<
2., aktualisierte Auflage 2005, 176 Seiten, Trescher Verlag, 17 Wanderkarten, zahlreiche Fotos, broschiert, Format 12,5 x 21 cm, ISBN 3-89794-083-3, 9.95 Euro / 18.40 SFr
Die Schorfheide, unmittelbar nördlich von Berlin gelegen, bezaubert ihre Besucher durch ihre malerischen Seen und die ausgedehnten, fast menschenleeren Wälder. Große Teile dieser einzigartigen Landschaft stehen unter Naturschutz.
Berliner und Brandenburger schätzen ihre Reize seit langem, aber auch überregional erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit. Vor allem naturverbundene Touristen finden hier vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung vor.
Der Ausflugsführer erschließt die Schorfheide in ihrer Gesamtheit für Wanderer und Radwanderer. Dieses Buch stellt neben den beliebten Ausflugszielen um den Werbellinsee auch die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in insgesamt 17 Tagestouren vor. Alle Touren werden ausführlich beschrieben und durch Übersichtskarten ergänzt.
Auf landschaftliche Besonderheiten entlang der Strecke wird ebenso hingewiesen wie auf Einkehrmöglichkeiten. Der Autor thematisiert die Entwicklungsgeschichte der Schorfheide, beschreibt die Vielfalt ihrer verschiedenen Gebiete und geht auf aktuelle Nutzungskonzepte und Entwicklungen ein. Neben diesen Beschreibungen zeigen die wiedergegebenen Sagen und Anekdoten ungewöhnliche Facetten der Region auf.
Besonderes Augenmerk wird auf die Erreichbarkeit der Start- und Zielpunkte mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelegt. Ein Servicteteil, Orts- und Personenregister und ein Literaturverzeichnis runden dieses praktische Tourenbuch ab.
Das vorliegende Buch will Wanderern und Radwanderern eine Hilfe sein, die vielschichtige Landschaft der Schorfheide mit ihrer wechselvollen Geschichte zu entdecken. Die Schorfheide ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas, ihre heutige Oberflächenform ist vor allem durch die letzte Eiszeit vor etwa 10000 Jahren geprägt worden. Insgesamt zeigt sich die Schorfheide als eine überraschend vielfältige Landschaft, die an einigen Stellen unberührt ist, an anderen ihre Charakteristik durch eine lange Siedlungsgeschichte erfahren hat.
Schon ein Blick auf die Landkarte zeigt, daß die Schorfheide sehr dünn besiedelt ist. Größere Ortschaften liegen zumeist an ihren Rändern, und folglich ist man als Wanderer auf vielen Touren und Routenabschnitten abseits von Siedlungen und auch abseits größerer Menschenströme. Die Orte haben teilweise eine Tradition von vielen Jahrhunderten, einige von ihnen – wie etwa der Werbellinsee und das Kloster Chorin – gehören seit langem zu beliebten Ausflugszielen, wobei Chorin strenggenommen gar nicht mehr zur Schorfheide gehört, aber durch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in engem Zusammenhang mit der Region steht.
Nach wie vor wird das Bild über die Schorfheide allzu sehr von Pauschal- und Vorurteilen geprägt. Oft wird vom "Jagdgebiet der Herrschenden" gesprochen und geschrieben, vom eingezäunten und unzugänglichen Sperrgebiet und von der Kiefern-Monokultur.
Es hat immer Sperrgebiete gegeben, aber die Schorfheide war stets vor allem ein Gebiet, in dem Menschen lebten, arbeiteten und sich erholten. Zudem war die Schorfheide immer schon von sehr unterschiedlichen Vegetationsformen geprägt, und in den letzten Jahren sind bei der Realisierung des Brandenburger Waldumbauprogramms große Fortschritte gemacht worden.
Die hier gegebenen Routenvorschläge wenden sich vorrangig an Wanderer und Radwanderer, die die Schorfheide wenig oder noch gar nicht kennen. Sämtliche Wanderungen sind so ausgewählt, daß man von fast allen Teilen und Orten der Schorfheide und gerade auch von ihren weniger bekannten Regionen einen Eindruck erhält.
Die Wandervorschläge sind in erster Linie als kulturhistorische und Naturwanderungen konzipiert und nicht für Rad- und Fußwanderer gedacht, denen es in erster Linie um zurückgelegte Kilometer geht. Sie lassen sich durchweg miteinander kombinieren und auch erweitern. Man kann natürlich auch die Fußtouren per Rad und die Radtouren zu Fuß machen, wenn man bereit ist, die damit verbundenen Schwierigkeiten auf sich zu nehmen – der eigenen Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt.
„Selbst für denjenigen, der am heimischen Herd mit diesem Buch wandert, bietet es viel Interessantes.“ Potsdamer Neueste Nachrichten
Vorwort 6 Einführung 7
"Wie ein Gottesauge glänzet"
Tour 1: Um den Werbellinsee 11
Der Werbellin 14
Königslinden
Tour 2: Von Groß Schönebeck über Forsthaus Wildfang
nach Joachimsthal 26
Das Grab auf der Heide
Tour 3: Von Joachimsthal durch den Märchenwald
nach Groß Schönebeck 34
Bärens Kirchhof 37
Die Askanierburg
Tour 4: Um den Grimnitzsee 42
Burg Grimnitz 44
Der Grimnitzsee 47
Mythos Carinhall
Tour 5: Um den Großen Döllnsee 51
Die beiden Schmällings im Großen Döllnsee 55
Carinhall 57
Flößer in der Heide
Tour 6: Am Döllnfließ entlang 61
Das Döllnfließ 64
"Liebe … Sike …"
Tour 7: Von Templin durch Moränenlandschaften
nach Neuhaus 71
Ringenwalde 77
Der Heideweg
Tour 8: Durch die Reiersdorfer Forsten
Häuser im Wald
Tour 9: Am Havelweg entlang 88
Storkow 91
Der Döllner Damm
Tour 10: Vom Barnim in die Uckermark 93
Vom Ritterschloß in Groß Dölln 97
Der Flugplatz Groß Dölln 100
Seen und Sümpfe
Tour 11: Durch die nördliche Schorfheide 103
Die Buchheide
Tour 12: Um den Lübbesee 111
Von Datschen und dem "Langen
Trödel"
Tour 13: Durch die südliche Schorfheide 117
Der Weltraumbahnhof in der Heide
Tour 14: Durch die südwestliche Schorfheide 125
Die Wildpferde 128
Das Jagdhaus der Hohenzollern
Tour 15: Von Groß Schönebeck über Hubertusstock
nach Klandorf 135
Gedenksteinweg Hubertusstock 142
Wo die Zisterzienser wohnten
Tour 16: Von Parstein über
Chorin nach Golzow 143
Verlandende Gewässer
Tour 17: Durch dieAltenhofsche Eichheide 151
Serviceinformationen 156
Allgemeines 156
Verkehrsverbindungen 156
Unterkünfte 157
Zeltplätze 160
Lokalitäten 161
Cafés 165
Museen und weitere Sehenswürdigkeiten 165
Naturschutzeinrichtungen 167
Fischverkauf 168
Erholungs- und Wassersporteinrichtungen 168
Dampferfahrten, Boots- und Radverleih 169
Einkaufsmöglichkeiten 169
Literaturhinweise 170
Der Autor 171
Ortsregister 172
Personenregister 175
Bildnachweis
Manfred Feder wurde im Januar 1935 in Hirschberg/Riesengebirge geboren. In seiner Kindheit durchwanderte er mit seinen Eltern das Riesengebirge, was seine Wanderlust nachhaltig prägte. Im April 1946 mußte er seine Heimat verlassen und zog ins Erzgebirge. Von 1953 bis 1958 studierte er in Leipzig Philosophie und lehrte anschließend an der Humboldt-Universität Berlin in diesem Fach. 1967 mußte er die Universität verlassen und nahm nach einer Umschulung eine Arbeit als Programmierer im Berliner Glühlampenwerk auf.
Mit der Abwicklung des Betriebes wurde er 1991 entlassen und widmet sich seitdem philosophischen Studien. In Zusammenarbeit mit Bodo Wenzlaff entstand so das Buch &Mac221;Die Wirklichkeit des Geistes&Mac220;, Verlag Dr. Kovac, Hamburg 1998.
Seit 1960 ist er mit dem Fahrrad und zu Fuß in Brandenburg unterwegs, vor allem nördlich von Berlin. Sein besonderes Interesse galt dabei von Anfang an der Schorfheide und der Uckermark. Seit 2001 führt er als Wanderleiter Fußwanderungen durch die Schorfheide durch.