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Turkmenistan

Versunkene Wüstenstädte
an der Seidenstraße

Foto Turkmenistan

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Globetrottertage in Dresden: 1./2. Oktober

Am 1./2. Oktober 2016 präsentiert der Trescher-Verlag sein Verlagsprogramm auf den Globetrottertagen von DIAMIR. In Dresden, im Ensemble der Deutschen Werkstätten Hellerau, wird es zahlreiche landeskundliche Vorträge und einen Outdoor-Reisemarkt geben, auch etliche Toiurismusämter sind mit Ständen vertreten.

Frankfurter Buchmesse

Vom 19.10. bis zum 23.10.2016 finden Sie den Trescher Verlag auf der Frankfurter Buchmesse:
Halle 3.1, Stand J 121.

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Trescher-Verlag Leserreise

Auf Trescher-Leserreisen geben unsere Autoren als Reiseleiter ihr umfangreiches Wissen weiter.
» Trescher-Leserreisen

Turkmenistan Cover

2. aktualisierte und erweiterte Auflage 2012, komplett in Farbe, 240 Seiten, 24 Stadtpläne und 
Übersichtskarten, 120 Farbfotos, farbige Klappkarten

ISBN: 978-3-89794-210-3


16,95 Euro  

Das Buch

Turkmenistan ist eines der am wenigsten erkundeten Länder der südlichen Seidenstraße. Zu Unrecht, denn der mittelasiatische Staat kann auf eine jahrtausendealte Geschichte zurückblicken. Die Einflüsse zahlreicher Kulturen lassen sich an einer Vielzahl beeindruckender Bauwerke ablesen. Aber auch die faszinierende Landschaft der Karakum-Wüste und die gastfreundlichen Turkmenen, die sich bis heute einen Teil ihrer nomadischen Traditionen bewahrt haben, machen das Land zu einem lohnenswerten Reiseziel.

Dieser aktuelle Reiseführer stellt das Land und seine Bewohner ausführlich vor. Neben umfangreichen Informationen zu Geschichte und Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft und den kunsthandwerklichen Traditionen gibt es viele Hinweise zur Reisevorbereitung und zum Reisen im Land.


» Die Fotos der Menschen lassen erahnen, was den Reisenden dort erwartet: ein Land voller Abwechslung, geprägt von verschiedensten Einflüssen und Kulturen, spektakuläre Sehenswürdigkeiten und faszinierende Naturschönheiten. «

Sonntag aktuell


Außerdem im Trescher Verlag:
Water Unites - From the Glaciers to the Aral Sea

Vorwort

Turkmenistans Berge sind nicht so hoch wie die Kasachstans oder Kirgistans, die Wüste Karakum ist nicht so groß und gefahren- und geheimnisumwittert wie die Gobi in der Mongolei oder die Taklamakan in China, und seine mittelalterlichen islamischen Bauwerke wirken auf den ersten Blick etwas unscheinbar neben den spektakulären Architekturdenkmälern Samarkands, Bucharas und Chiwas im Nachbarland Usbekistan. Tatsache ist, daß Turkmenistan zu den am wenigsten erkundeten und bereisten Ländern der südlichen Seidenstraße gehört – dies allerdings zu Unrecht. Das Gebiet des heutigen Turkmenistan war mehr als zweitausend Jahre Durchzugs- und auch Herrschaftsgebiet großer Eroberer. Die Perserkönige Kyros II. und Darius I., Alexander der Große, Dschingis Khan und Timur Leng haben hier Spuren hinterlassen, welche die Kultur des Landes bis zum heutigen Tage prägen.

Das Land der ›Tausend Städte‹, der Name geht auf den russischen Archäologen Vadim Masson zurück, war bereits weit vor Beginn der modernen Zeitrechnung besiedelt. Am Fuße der Kopet-Dag-Berge und inmitten der Karakum-Wüste entwickelten sich ab 3000 vor Christus erste stadtähnliche Siedlungen. Vor allem in den vergangenen Jahren gelangen turkmenischen, italienischen und russischen Forscherteams um den berühmten russischen Archäologen Viktor Sarianidi im antiken Land Margiane mitten in der Wüste spektakuläre Funde. Und die Ausgrabungen sind noch lange nicht abgeschlossen. Es ist nicht auszuschließen, daß sich unter dem Wüstensand noch weitere aufsehenerregende Geheimnisse einer versunkenen Kultur verbergen.

Erst vor wenigen Jahren wurde das mittelasiatische Land von einigen Reise-veranstaltern entdeckt, und seit einigen Jahren versucht die internationale Reiseindustrie, die alte Seidenstraße touristisch wiederzubeleben. Seither sind viele Reisende den alten Karawanenwegen gefolgt und haben lange vergessene Handelsoasen wieder mit Leben erfüllt. Auch durch das heutige Turkmenistan führte eine Hauptroute dieser legendären Handelsstraße, und die Oase Merw gehörte zu den bedeutendsten Knotenpunkten. Von der einst neben Bagdad größten Stadt der islamischen Welt sind heute nur noch Ruinen erhalten, die dennoch von vergangener Macht, Reichtum und Schönheit zeugen. Zu Recht wurden Merw und vor kurzem auch Konya Urgench von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Aber auch für Reisende, die weniger an antiken Schätzen interessiert sind, ist Turkmenistan durchaus eine Reise wert. Die Gipfel und Schluchten der Gebirge sind von wilder Schönheit, und die Wüste Karakum mit ihren hohen Sanddünen, ausgedehnten Salz- und Lehmsenken und Saksaulwäldern läßt Abenteuerlustige von verwegenen Wüstensafaris träumen. Wie eine Zeitreise können Touristen das bunte Treiben auf dem Tolkuchka-Basar in Ashgabat, einem der größten in Mittelasien, erleben. Vor allem am Sonntag werden hunderte von Schafen, Ziegen, Kamelen und diverse Kleintiere nach lautstarken Verhandlungen verkauft und von ihren neuen Besitzern auf oft abenteuerliche Weise abtransportiert. Buntgekleidete Frauen und Männer in der traditionellen Kleidung der Nomaden bieten alte und neue turkmenische Teppiche, Amulette, Silberschmuck, Kleidung und alle erdenklichen Waren vom Kohlkopf bis zur Radkappe an.

Turkmenistan ist ein Land mit enormen Bodenschätzen, deren Erschließung und Ausbeutung für die Zukunft Wohlstand verspricht. Noch befindet sich das Land zwischen Tradition und Moderne, aber die Pläne des Präsidenten Saparmurad Turkmenbashi lassen keinen Zweifel daran, wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen soll. Schon heute ist die Hauptstadt Ashgabat ein Aushängeschild für seine gigantischen Vorhaben.

Für Reisende, die gern abseits der touristischen Pfade unterwegs sind und Neues entdecken möchten, ist Turkmenistan ein ideales Reiseziel. Noch steckt die touristische Infrastruktur in den Kinderschuhen, aber mancher Mangel in dieser Hinsicht wird durch die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Turkmenen wettgemacht.

Inhalt

Vorwort    9
Hinweise zur Benutzung    10
Entfernungstabelle    11
Das Wichtigste in Kürze    12   

Land und Leute    15   

Das Land im Überblick    16   

Geographie    17

Die Gewässer    17
Die Wüste Karakum    18
Flora    21
Fauna    22   

Geschichte    24

Die Achämeniden    24
Das gräko-baktrische Reich    26
Das Partherreich    28
Das Kuschanreich    29
Das Sassanidenreich    34
Die arabische Invasion    35
Die Samaniden    39
Die Seldschuken    40
Die Mongolen    40
Die Timuriden    43
Die Turkmenen vom 16. bis 
19. Jahrhundert    45
Die russische Eroberung    47
Das ›Große Spiel‹    49
Der Basmatschi-Aufstand    51
Unter sowjetischer Herrschaft    52
Die Unabhängigkeit    54   

Wirtschaft und Gesellschaft    57

Landwirtschaft und Bewässerung     58
Das Kaspische Meer und der 
Streit ums Öl    60   

Bevölkerung, Religion und 
Sprache    67

Die turkmenischen Nomaden    69
Religion    73
Die Sprache    77
Staatsstruktur und Politik    78
Essen und Trinken    81
Sitten und Gebräuche    84
Die Kleidung der Turkmenen    85
Literatur    87   

Kunsthandwerk    89

Teppiche    89
Turkmenischer Schmuck    91   

Islamische Architektur    96

Die Moschee    96
Die Medrese    98
Das Mausoleum    99

Ashgabat und Umgebung    101   

Ashgabat    102

Geschichte    102
Sehenswürdigkeiten    103
Berzengi und Kopet-Dag-Berge    107
Tolkuchka-Basar    113   

Die Umgebung von Ashgabat    118

Kiptschak    118
Nisa    119
Firuza-Schlucht    122
Geok Depe    123
Bakharly    123
Nokhur    124
Bokurdok    125
Oase Erbent    125
Ein Feuerkrater in der Wüste    126
Anau    127
Die Ruinen von Abiverd    129
Meane-Baba-Mausoleum
bei Dushak    129
Altyn Depe    130

Balkanabat und Umgebung    133   

Balkanabat    134
Gözli Ata    135
Jangy Kala    136
Dekhistan    136
Paraw-Bibi-Schrein    139
Turkmenbashi    141
Awaza    144   

Mary und Umgebung    147   

Mary    148

Mary-Museum    148   

Die Ruinen von Merw    151

Geschichte    151
Besichtigung von Merw    155   

Die Margiana-Region    167

Gonur    169   

Das südliche Turkmenistan    170

Tagtabazar und die Höhlenstadt 
Ekedeshik    170
Seraghs    171
Badkhyz-Naturreservat    171   

Turkmenabat und 
Umgebung    173   

Turkmenabat    174   
Die Umgebung von 
Turkmenabat    176

Amu-Darja-Naturreservat    176
Dargan und die Karawanserei 
Daya Khatyn    176
Kerki    177
Kugitang-Naturreservat    178
Wüstenreservat Repetek    181

Dashogus und Umgebung    183  

Dashogus    184   
Konya Urgench    186

Turabeg-Khanum-Mausoleum    187
Minarett Kutlug Timur    188
Mausoleum des Sultan Tekesch    188
Kyrk Molla    191
Mausoleum Il-Arslan    192
Minarett von Mamun II.    192
Mausoleum Nadschmeddin Kubra    193   

Rund um Dashogus und Konya    195

Devkesken    195
Izmukshir    195
Kaplan-Kyr-Reservat    196
Shasenem    196

Sprachführer    198

Reisetipps von A bis Z    206 

 

Tourenvorschläge    220
Glossar    221
Turkmenistan im Internet    223
Literaturhinweise    223
Über die Autorin    224
Register    224
Bildnachweis    228
Kartenregister    240

Essays   

Die Seidenstraße    31
Der Islam    37
Turkmenbashi der Große    56
Der Aralsee – Hintergründe einer 
ökölogischen Katastrophe    62
Die Lebensweise der Turkmenen    72
Der Zoroastrismus    76
Rukhnama – Das Goldene Buch 
der Turkmenen    80
Rezepte    83
Heirat    95
Achal-Tekkiner Pferde    112
Poker um turkmenisches Gas    140
Die Legende vom Sultan Sanjar 
und seiner Frau    166
Gigantische Wasserbauprojekte    197

Autoren

Beate Luckow, Jahrgang 1964, studierte Sinologie an der FU Berlin. Ab 1996 arbeitete sie bei einem Berliner Spezialveranstalter für Osteuropa und Asien als Produktmanager. Bereits während dieser Tätigkeit unternahm sie mehrere Reisen in die verschiedenen Länder Mittelasiens. Seit 2001 ist sie als Studienreiseleiterin mehrmals im Jahr in Mittelasien unterwegs.

Karte

Turkmenistan Karte
Turkmenistan
Ashgabat Karte
Ashgabat

Links

Die Ausbeute zum Thema Turkmenistan ist denkbar gering. Unabhängige Seiten aus Turkmenistan gibt es, abgesehen von Basisinformationen für Touristen, nicht. Im folgenden dennoch eine kleine Liste mit Adressen, die nützlich sein könnten:

www.chaihana.com
Seite von ehemaligen Freiwilligen, die im Rahmen des United States Peace Corps Entwicklungshilfe in Turkmenistan geleistet haben und hier ihre persönlichen Erfahrungen, aber auch Fakten über das Land publizieren, sehr empfehlenswert (Englisch).

www.turkmens.com
Ausführliche Informationen über Geschichte und Kultur des Landes (Englisch).

www.eurasianet.org
Ausführliche Länderinformationen auch über aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklungen zu den Ländern Mittelasiens und des Kaukasus (Englisch).

www.auswaertiges-amt.de
Knappe Informationen über das Land und die bilateralen Beziehungen, aktuelle Sicherheits- und Reisehinweise, aktuelle Einreisebestimmungen.

www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/tx.html
Der amerikanische Geheimdienst CIA präsentiert Turkmenistan in seinem World Factbook hauptsächlich in Zahlen (Englisch).

www.turkmenistaninfo.ru
Russische Internetzeitung mit zahlreichen aktuellen Artikeln staatstragender Art zu Turkmenistan (Russisch/Englisch).

www.muz-online.de
Menschen unserer Zeit, ein Verein für Völkerverständigung und Toleranz, bietet knappe Informationen sowie eine Linksammlung.

www.politicalresources.net
Weltweite Links zu Seiten, die politische Informationen bieten. Die Linkliste zu Turkmenistan ist allerdings eher mager (Englisch).

www.turkmenistan.gov.tm
Offizielle Seite der turkmenischen Regierung mit aktuellen Informationen über Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Bildung, Sport und Tourismus (Russisch und Englisch).

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