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Oman

Unterwegs zwischen
Muscat und Salalah

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25 Jahre Trescher Verlag

Der Trescher Verlag feiert 2017 sein 25-jähriges Verlagsjubiläum. Wir danken unseren Lesern, Autoren und allen Geschäftspartnern für die jahrelange Treue!

ITB BuchAward 2017

Unser Reiseführer KREUZFAHRTEN NORDMEER UND ARKTIS wurde mit einem ITB BuchAward ausgezeichnet.
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Trescher-Verlag Leserreise

Auf Trescher-Leserreisen geben unsere Autoren als Reiseleiter ihr umfangreiches Wissen weiter.
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18,95 Euro
15,99 Euro
Oman Cover

3., aktualisierte und erweiterte Auflage 2017, 348 Seiten, farbige Klappkarten, 38 farbige Übersichtskarten und Stadtpläne, 250 Farbfotos und Abbildungen
ISBN 978-3-89794-362-9

Das Buch

Wüste und Meer: Diese beiden elementaren Landschaftserlebnisse prägen das Selbstverständnis der Omanis und bestimmen zugleich die Eindrücke einer Omanreise. Auf Wochenmärkten und in den Lehmstädten der Oasen begegnet der Besucher lebendigen beduinischen Traditionen aus den Dünengebieten der Rub al-Khali und der Wahiba-Wüste. Weihrauchhäfen und Forts entlang der 1700 Kilometer langen Küste zeugen von einer jahrtausendealten Kultur als Seefahrernation. Bizarre Gebirge voller versteckter Terrassendörfer umschließen mit Inner-Oman eines der zeitweise bestgehüteten Geheimnisse Arabiens. Das alles lädt zu Begegnungen, Wanderungen, Kameltreks und Expeditionen ein. 

Mit ausführlichen Hintergrundinformationen, konkreten Routenvorschlägen und vielen aktuellen praktischen Tipps ist dieser Reiseführer der ideale Begleiter für die ausführliche Erkundung des Sultanats Oman.


» Lorenz Töpperwien und Julietta Baums haben mit "Oman – Unterwegs zwischen Muscat und Salalah" einen gut geschriebenen Reiseführer erarbeitet, dessen Qualität rundum überzeugt. «

Südwestpresse

Vorwort

Legenden von Sindbad dem Seefahrer, von sagenhaft reichen Karawanenstädten, von Weihrauchhäfen und exotischen Gewürzen umranken den Teil Südarabiens, den heute das Sultanat Oman bedeckt. Verstärkt wurde diese geheimnisvolle Aura noch durch die hermetische Abschottung, die der vorletzte Herrscher dem Land in autokratischer Selbstherrlichkeit verordnete. Wie in einem Bait al-Qafl – jenem kunstvoll verriegelten Speicherbau, in dem die Bergstämme der Halbinsel Musandam ihre Vorräte und Habseligkeiten sicher zu verschließen pflegten, bevor sie den Sommer über zu Dattelgärten und Fischfang an die Küsten zogen – verbarg Sultan Said bin Taimur Oman jahrzehntelang vor der Außenwelt. Wer das Land heute besucht, würde es kaum für möglich halten, dass hier vor kaum mehr als 40 Jahren mittelalterliche Zustände herrschten.

Seither ist aus dem scheinbar hoffnungslos rückständigen Feudalstaat mit damals ganzen fünf Kilometern asphaltierter Straße, drei Knabenschulen und einem von amerikanischen Missionaren betriebenen Krankenhaus eine moderne Nation geworden. Schmiermittel dieser erstaunlichen Transformation sind die Petrodollars, die allerdings längst nicht so üppig sprudeln wie bei den arabischen Nachbarn. Anders als jene investiert Oman das Geld auch nicht in futuristische Skylines und sündhaft teure Prestigeobjekte, sondern legt Wert auf eine möglichst kultur- und naturverträgliche Modernisierung. 

Nicht nur in dieser Hinsicht erweist sich der seit 45 Jahren amtierende Sultan Qaboos als das genaue Gegenteil seines despotischen Vaters. Er ist der Motor einer omanischen Renaissance, die auch offiziell als solche bezeichnet und betrachtet wird und an der alle Staatsbürger teilhaben sollen. Mit seiner patriarchalischen und weitsichtigen Art hat es Sultan Qaboos geschafft, seine ehemals in eine Vielzahl von Stammeskoalitionen gebundenen Landsleute in einem neuen Nationalgefühl zu vereinen. Die Omanis sind stolz auf ihre vielseitige Natur aus zerklüfteten Gebirgen, schier unendlichen Wüsten und einer 1700 Kilometer langen Küste am Schnittpunkt uralter Handelsrouten, die sie schon früh zum weltoffenen Seefahrervolk machte. Sie sind stolz auf ihre imposante Lehmarchitektur, die bis heute lebendige Oasenkultur und eine ganz eigenständige, sehr pragmatische Auffassung des Islam. Und sie blicken selbstbewusst zurück auf eine Vergangenheit, die in der Bronzezeit mit dem rätselhaften Handelsreich Magan beginnt.

Besucher empfängt die Bevölkerung des Sultanats in traditioneller Kleidung und mit offenen Armen. Abenteuer-, Natur- und Kulturtouristen sind gleichermaßen begeistert von der Ursprünglichkeit des Landes und nehmen dabei die segensreichen Errungenschaften der Neuzeit – ein gut ausgebautes Verkehrsnetz, komfortable Hotels, kulinarische Vielfalt, aber auch politische Stabilität und Reisesicherheit – gerne in Anspruch. Man kann sich darüber streiten, ob es sinnvoll ist, in einem Klima wie dem omanischen Golfplätze anzulegen, und man kann auch den immer luxuriöseren Resorts durchaus mit Skepsis gegenüberstehen. Positiv gesehen sind auch diese Entwicklungen Ausdruck einer Kultur, der der Spagat zwischen Tradition und Moderne immer wieder mit erstaunlicher Lässigkeit gelingt.

Inhalt

Vorwort     11
Hinweise zur Benutzung     12
Zeichenlegende     12
Entfernungstabelle     13
Das Wichtigste in Kürze     14
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten     17

Routenvorschläge: Die schönsten Touren     18

Nordoman intensiv (15 Tage)     19
Nordoman mit Salalah (15 Tage)     21
Nordoman mit Musandam (17 Tage)     23
Oman umfassend (21 Tage)     24
Oman umfassend mit Dachzelt (22 Tage)     28
Nordoman mit Muße (10 Tage)     30

LAND UND LEUTE     32

Zahlen und Fakten     34

Geografie und Klima     35

Naturräumliche Gliederung     35
Omans Gebirge (Geologie)     37
Klima und Reisezeit     40

Natur und Umwelt     42

Flora und Fauna     43
Küste und Meeresbewohner     46
Natur- und Umweltschutz     47

Geschichte     49

Die Frühzeit: Wohlstand durch Kupfer     49
Altsüdarabische Reiche und Weihrauchstraße     53
Die persische Vorherrschaft     57
Inner-Oman: Die ibaditischen Imame     59
Seefahrer: Aufschwung durch Fernhandel     61
Die Seemacht Hormus     62
Portugiesisches Zwischenspiel     63
Die Ya‘aruba-Dynastie und die Expansion nach Ostafrika     64
Die Al Bu Sa‘id-Dynastie und die britische Kolonisierung     67
Aufbruch in die Moderne: Sultan Qaboos     69

Religion     73

Die Entstehung des Islam     73
Die fünf Pfeiler des Islam     75
Koran und Hadithe     77
Ibadismus     78
Islamisches Rechtssystem: Sha‘ria     81

Bevölkerungsgruppen und Stammesstruktur     82

Stämme     83
Frauen     86
Umgangsformen     87

Wirtschaft     88

Landwirtschaft     89
Wassermanagement     94
Fischerei     95
Märkte und lokaler Handel     97
Moderne Wirtschaft: Öl, Gas, Industrie     98
Im Fokus: der Nichterdölsektor     100
Diversifizierung und Infrastrukturprojekte     101
Omanisierung und Privatisierung     104
Tourismus     105

Politik und Verwaltung     107

Staatsaufbau und politische Kultur     107
Verwaltung     109
Bildungs- und Gesundheitssystem     110
Außenpolitik     111

Kultur, Kunst und Kunsthandwerk     112

Sprache, Literatur, Musik     112
Moderne Medien und Kommunikation     114
Feste und Veranstaltungen     114
Omanische Küche     116
Typische Rezepte     119
Architektur     121
Kunsthandwerk     123

MUSCAT UND DIE HAUPTSTADTREGION     130

Metropole an der Küste     132

Stadtgeschichte     133
Die regionale Gliederung der Hauptstadtregion     135
Muscat-Altstadt     138
Muscat-Mutrah     141
Muscat-Ruwi     147
Muscat-Qurum     151
Al-Khuwair und die westlichen Stadtteile     156
Fischerorte und Buchten im Südosten     163
Informationen Muscat und die Hauptstadtregion     167

DIE BATINAH     174

Entlang der Küste nach Westen     176

Seeb     176
Barka     178
Ras al-Sawadi      181
Masna‘ah      182
Sohar     184
Die Küste von Sohar zur Grenze     187
Wadi Jizzi     187

Zwischen Küste und Gebirge     190

Nakhl und Al Thowarah     190
Rustaq     191
Al-Hazm     192

NIZWA UND DER WESTLICHE HAJAR     194

Der Westliche Hajar     196

Auf der Autobahn über den Suma’il-Pass     197
Zwischen Ibri und der Küste     198
Durch die Wadis des Westlichen Hajar     199
Jebel Akhdar (Saiq-Plateau)     205
Jebel Shams     209

Oasen der Dakhiliyah     212

Nizwa     212
Kleine Oasen der Dakhiliyah     220

Die Provinzen Al-Dhahirah und Al-Buraimi     224

Gräber bei Al-Ayn und Bat     224
Ibri     224
Yanqul     225
Buraimi     226

AL-SHARQIYAH     230

Die Küste der Sharqiyah     232

Quriat     233
Wadi Dhayqah     233
Salma-Plateau     234
Wadi Shab und Wadi Tiwi     235
Qalhat und Bibi Maryam     235
Sur     236
Ras al-Hadd     245
Ras al-Jinz     245

Die Wahiba-Wüste     247

Bani Bu Hassan & Bani Bu Ali     249
Wadi Bani Khalid     249
Al-Mintirib und Al-Mudayrib     249
Ibra     250
Samad ash-Shan und Sinaw     251

AL-WUSTA UND RUB AL-KHALI     254

Die ›Leere Mitte‹     256
Die Küste zwischen Masirah und Dhofar     256

Masirah     256
Khaluf     258
Ras Duqm     259
Vom Ras Madrakah nach Shuwaymiyah     261

Die Jiddat al-Harasis und die Rub al-Khali     262

Auf der Nationalstraße 31 nach Salalah     262
Jiddat al-Harasis: Nature Reserve und Huqf     262
Rub al-Khali     262

DHOFAR     266

Geografie und Geschichte des Dhofar     268

Weihrauch - Sinnbild vergangener Größe     269
Der Kampf um Dhofar     270

Salalah     271

Sehenswürdigkeiten     271
Informationen Salalah     275

Die Umgebung von Salalah     280

Die Küste östlich von Salalah     280
Die Küste westlich von Salalah     284

DIE EXKLAVE MUSANDAM     286

Geografie und Geschichte Musandams     288
Khasab und der Norden Musandams     292

Khasab     294
Jebel Harim     295

Dibba und die Ostküste Musandams     297

Dibba     297
Exklave Madha     298
Reisetipps von A bis Z     300

REISETIPPS VON A-Z

Sprachführer     319
Glossar     327
Die Autoren     329
Literatur     330
Der Oman im Internet     331
Register     333
Bildnachweis     337
Kartenregister     346

EXTRA

Die Rosen des Jebel Akhdar     45
Die Königin von Saba     56
Sultan Qaboos und die ungeklärte Nachfolge     70
Kamele: Überlebenskünstler in der Wüste     85
Aflaj: Bewässerung mit langer Tradition     92
Qahwa     137
Navigation     189
Datteln     218
Magan, Dilmun und Meluhha     229
Traditioneller Schiffbau: Dhaus     244
Kumma     279

Autoren

Lorenz C. Töpperwien (geb. 1965), Journalist und Buchautor. Kennt die arabische Welt von zahlreichen Reisen. Aus seiner intensiven Beschäftigung mit Oman ist dieser Reiseführer entstanden.

Julietta Baums (geb. 1965), Archäologin und Gründerin des auf Oman und Arabien spezialisierten Reiseunternehmens ›nomad. Reisen zu den Menschen‹.

Karte

Oman Karte
Oman
Muscat und Salalah Karte
Muscat und Salalah

Links

www.omantourism.gov.om
Deutschsprachige Webpräsenz des omanischen Minsteriums für Tourismus

www.omantourism.de
Deutsche Vertretung des Ministeriums für Tourismus (mit zahlreichen Reisetipps, Adressen etc.)

www.deutschoman.de
Deutsch-Omanische Gesellschaft (mit Links zu den wichtigsten englischsprachigen Tageszeitungen Omans)

www.oman.de
Deutsch-omanisches Kulturportal mit Hintergrund- und Reiseinformationen

www.omantripper.com
Fotoblog von Omanis für Omanis und andere Besucher (Englisch)

www.omanicuisine.com
Rezepte und Restaurant-Tipps (Englisch)

www.sultanqaboosgrandmosque.com
Virtueller Rundgang durch die Moschee

maps.me
Nützliche Karten-App, die auch offline funktioniert; mit detailierten Omankarten.

Literatur

Die Brunnen der Wüste: Mit den Beduinen durch das unbekannte Arabien, Wilfred Thesiger (Übers. P. Stadelmayer), NG Taschenbuch, 2013. Als Einstimmung unbedingt zu empfehlen! Beschreibung der Reisen des britischen Forschers und Abenteurers durch das ›Leere Viertel‹ in den 1940er Jahren.

Leben im Sultanspalast. Memoiren aus dem 19. Jahrhundert, Emily Ruete, Hrsg. Annegret Nippa, Cep Europäische Verlagsanstalt, 2013. Lesenswerter Rückblick der Tochter des Sultans von Oman und Sansibar auf ihre Kindheit im Palast des Vaters.

Entdeckungen im Orient. Reise durch Arabien im Auftrag des dänischen Königs, Carsten Niebuhr, Edition Erdmann, 2012. Berühmter Bericht von der königlich-dänischen Arabienexpedition, deren einziger Überlebender der Autor war.

Auf den Spuren Sindbads von Arabien nach China, Timothy Severin, Hoffmann & Campe, 1988. Bericht einer abenteuerlichen Seereise auf einer detailgenau rekonstruierten und nachgebauten arabischen Dhau.

Englischsprachige Titel

The DNA of Salalah – Dhofar, Maria Dekeersmaeker, Dhofar National Printing Press, 2011. Detaillierte Bestandsaufnahme der Kultur Südomans in Geschichte und Gegenwart.

Oman Off-Road (Explorer), Explorer Group, 2016. Unverzichtbar für die Erkundung Omans im Geländewagen.

The Food of Oman, Felicia Campbell, Andrews McMeel Publishing, 2015. Eine sehr schön bebilderte Kulturgeschichte der omanischen Küche, sogar mit Rezepten zu den typischen frischen Säften.

Oman Trekking (Activity Guide), Explorer Group, 2005 (3. Auflage)

Oman, a seafaring nation, Omanisches Kulturministerium, 2005 (3. Auflage). Leider nur in Oman erhältliche umfassende Dokumentation über Schifffahrts- und Schiffbautraditionen Omans. Das Buch (Erstauflage 1979) bietet viele Zeichnungen und alte Fotos.

The Craft Heritage of Oman, Neil Richardson & Marcia Dorr, Motivate Publishing/London Centre of Arab Studies, 2004 (derzeit leider nicht verfügbar). Zwei umfassende, qualitativ hochwertige, im Stil eines Ausstellungskatalogs erstellte Bände zu Geschichte und Gegenwart des omanischen (Kunst-)Handwerks. Das ambitionierte Dokumentationsprojekt nahm insgesamt sechs Jahre in Anspruch.

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