Rundgänge durch die Metropole am Dnepr
2. Auflage 2007, 416 Seiten, 16.95 Euro, farbige Klappkarten, 10 Stadtpläne, 197 teils vierfarbige Fotos, ISBN 978-3-89794-111-3
Kiev, die ›Hauptstadt der goldenen Kuppeln‹, verdankt ihren Beinamen den vielen Kirchen und Klöstern wie dem berühmten Höhlenkloster und der Sophienkathedrale, dem wiederaufgebauten Michaelkloster und der Alexanderkirche, einem Meisterwerk des ukrainischen Barock. Auch abseits dieser einzigartigen Kulturdenkmäler gibt es in der ukrainischen Hauptstadt vieles zu entdecken: Stille Gassen, lebhafte Märkte und immer wieder Spuren der langen und bewegten Geschichte.
Dieser Reiseführer stellt die Metropole am Dnepr in 17 ausführlich beschriebenen Touren vor.
»Angenehme Mischung aus Essays und fundierten Hintergrundinfos; der Band ist ein guter Begleiter für eine Tour in den Südzipfel der Ukraine.«
(Moskauer Deutsche Zeitung)
»Ich habe viele Parks in Städten gesehen, aber noch nie eine Stadt, die in einem Park liegt.«
Charles de Gaulle
Kiev, eine der schönsten und grünsten Städte der Welt, ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert; sie bezauberte mich mit ihrer Pracht und vielen Sehenswürdigkeiten. Da es keinen detaillierten Stadtführer gab, erkundete ich nach und nach allein und mit Einheimischen die unverwechselbare Schönheit und lernte nicht nur die touristischen Plätze, sondern auch die Orte kennen, die einem nur Kiever verraten können. Da ich auch Besucher aus Deutschland empfing, stellte ich verschiedene Touren mit den entsprechenden Hintergrundinformationen zusammen. Dadurch entstand die Idee, dieses Buch zu schreiben. 17 Touren führen Kiev-Besucher zu den schönsten Plätzen und machen mit dieser wundervollen Stadt bekannt; dazu gibt es viele praktische Informationen. Ich hoffe, daß die Leser mit diesem Stadtführer viel Freude an der Entdeckung Kievs haben.
Kiev, die Hauptstadt der Ukraine mit 2,6 Millionen Einwohnern, hat sich in wenigen Jahren von einer sozialistischen Großstadt zu einer europäischen Metropole gewandelt. Vorbei sind die Zeiten, als man nur als Pauschalreisender in die Ukraine reisen konnte. Heute ist es nach dem Wegfall der Registrierungspflicht und sonstigen Erleichterungen bei der Visumserteilung kein Problem mehr, auf eigene Faust zu reisen. Es gibt mehrere Anreisemöglichkeiten, und es bleibt zu hoffen, daß auch in Kürze das Visum bei Ankunft am Flughafen in Kiev erworben werden kann, was schon in Odesa und auf der Krim möglich ist.
Für konstruktive Vorschläge und Hinweise sind der Verlag und der Autor jederzeit dankbar.
Günther Schäfer
Vorwort 12
Die Faszination Kievs 13
Hinweise zur Benutzung 15
Überblick über die Touren
und Sehenswürdigkeiten 16
Orientierung 18
Geschichte Kievs 20
Der Unabhängigkeitsplatz 33
Der Chrescatyk, die Prachtstraße Kievs 38
Geschichte des Chrescatyk 40
Der Europäische Platz 43
Vom Europäischen Platz zur Passaz 45
Von der Passaz zur vul. Prorizna 48
Ein kleiner Abstecher 49
Zurück am Chrescatyk 52
Die Bessarabs’ka-Markthalle 53
Die vul. Kostel’na entlang 55
Die Alexanderkirche 55
Der Volodymyr-Hügelpark 56
Großfürst Volodymyr 58
Der Michaelplatz 59
Denkmäler auf dem Michaelplatz 60
Das Michaelkloster 62
Das Außenministerium 71
Die Geschichte von Volodymyrs Stadt 72
Die vul. Desjatynna entlang 73
Die vul. Volodymyrs’ka entlang 76
Die Fürstenpaläste 77
Die Desjatinkirche 78
Nördlich der Desjatinkirche 79
Rund ums Nationalhistorische Museum 80
Das Nationalhistorische Museum 81
Geschichte des Andrijivs’kyjuzviz 82
Der Kunstgewerbe- und Souvenirmarkt 83
Die Andreaskirche 84
Von der Andreaskirche zum Schloß Richard Löwenherz 87
Schloß Richard Löwenherz 87
Die untere Hälfte des
Andrijivs’kyj uzviz 88
Michail Bulgakov 90
Die vul. Pokrovs’ka entlang 92
Unterwegs zum Postova pl. 94
Geschichte Podils 95
Der Postova pl. 96
Die vul. Petro Sahajdacnoho entlang 97
Der Het’man Petro K. Sahajdacnyj 98
Der Kontraktova pl. 99
Der Samsonbrunnen 103
Die Piroghoscikirche 103
Die vul. Prytys’ko Mykil’s’ka entlang 105
Das Florivs’kyj-Kloster 105
Das Apothekenmuseum 106
Die Prytys’ko-Mykil’s’ka-Kirche 106
Die Zytnij-Markthalle 108
Nördlich des Verchnij Val und Nyznij Val 108
Abstecher zur Kreuzerhöhungskirche 109
Östlich der Zytnij-Markthalle 109
Die älteste Siedlung Kievs 110
Die vul. Kostjantynivs’ka entlang 111
Das Tschernobyl’-Museum 111
Das Het’man-Museum 112
Die vul. Pocajnins’ka entlang 113
Zurück zum Postova pl. 114
Geschichte von Jaroslavs Stadt 120
Der Großfürst Jaroslav Mudryj (der Weise) 122
Das Ljads’kyj-Tor 123
Die vul. Mychajlivs’ka entlang 124
Die vul. Velyka Zytomyrs’ka entlang 125
Abstecher zur vul. Volodymyrs’ka 125
Weiter die vul. Velyka Zytomyrs’ka entlang 125
Der L’viver Platz 127
Den Jaroslaviv Val entlang 128
Abstecher zur vul. Rejtars’ka 129
Weiter den Jaroslaviv Val entlang 130
Das Goldene Tor 132
Die vul. Volodymyrs’ka entlang 133
Abstecher in die vul. Irynyns’ka 135
Der Sophienplatz 136
Rund um den Sophienplatz 137
Zurück zum Unabhängigkeitsplatz 138
Taras Sevcenko – Dichter, Maler und Kultperson 140
Die vul. Smyrnova-Lastoãkina entlang 144
Auf dem Weg zum Pokrova-Kloster 144
Das Pokrova-Nonnenkloster 145
Zurück zum L’viver Platz 146
Die vul. Vorovs’koho entlang 147
Die vul. Hoholivs’ka entlang 148
Die vul. Olesja Honcara entlang 148
Geburtsstätte des ukrainischen Staates 163
Vom Goldenen Tor zum Opernhaus 163
Das Opernhaus 164
Weiter die vul. Volodymyrs’ka entlang 166
Das "Haus des Lehrers" 167
Mychajlo Hrusevs’kyj und die Geburt des ukrainischenStaates 168
Die vul. Bohdana Chmel’nyc’koho entlang 170
Die Volodymyrkathedrale 171
Der Botanische Garten 173
Die Kiever Nationale Taras
Sevcenko-Universität 173
Der Sevcenko-Park 175
Die vul. Terescenkivs’ka entlang 176
Weiter den bul’v. Tarasa Sevcenka entlang 177
Abstecher zur vul. Puskins’ka 177
Hinab zum Bessarabs’ka-Platz 178
Abstecher in die vul. Ivana Franka 179
Auf der vul. Bohdana Chmel’nyc’koho 180
Das Medizinhistorische Museum 180
Weiter die vul. Bohdana Chmel’nyc’koho entlang 180
Die vul. M. Kocjubyns’koho entlang 181
Der bul’v. Tarasa Sevcenka entlang 181
Das Staatliche Taras
Sevcenko-Museum 184
Das Russische Kunstmuseum 184
Das Bohdan und Barbara
Chanenko-Kunstmuseum 185
Das Pavlo Tycyna-Museum 187
Das Nationale Literaturmuseum
und das Wachsfigurenmuseum 187
Das Nationale Naturwissenschaftsmuseum 188
Rund ums Bessarabs’ka-Quadrat 189
Die vul. Velyka Vasyl’kivs’ka entlang 192
Abstecher in die vul. Rohnidyns’ka 192
Weiter die vul. Velyka Vasyl’kivs’ka entlang 193
Abstecher in die vul. Saksahans’koho 195
Die vul. Velyka Vasyl’kivs’ka 196
Der Olympische Sportkomplex 197
Die Nikolauskirche 197
Die vul. Velyka Vasyl’kivs’ka bis zum Palac Ukrajina 198
Abstecher zum Bajkove-Friedhof 199
Abstecher Richtung Süden 200
Der Leo Tolstoj-Platz 201
Die vul. L’va Tolstoho entlang 201
Abstecher in die vul. Antonovica 202
Zurück auf der vul. L’va Tolstoho 202
Die vul. Tarasivs’ka entlang 203
Die vul. Mykil’s’ka-Botanicna entlang 204
Die vul. Pan’kivs’ka entlang 204
Geschichte der vul. Saksahans’koho 205
Die Nationaldichterin Lesja Ukrajinka 208
Die vul. Vetrova entlang 209
Die vul. Kominternu entlang 210
Abstecher zum Hauptbahnhof 210
Weiter die vul. Saksahans’koho entlang 211
Der Siegesplatz 212
Das Zirkusgebäude 212
Geschichte Lypkys 214
Der Zovtnevyj-Palast 216
Die vul. Instytuts’ka entlang 217
Die Nationalbank 217
Die vul. Bankova entlang 218
Das Monsterhaus 219
Der Architekt Vladislav Horodec’kyj 221
Die vul. Ljuterans’ka entlang 222
Die deutsche Kolonie in Kiev 223
Die vul. Zan’kovec’koji entlang 226
Rund um den Ivan-Franko-Platz 226
Die vul. Architektora Horodec’koho entlang 228
Die vul. Zovkovycna entlang 231
Die vul. Lyps’ka entlang 237
Kleiner Abstecher zum
Klovs’kyj uzviz 238
Zurück auf der vul. Lyps’ka 238
Die vul. Pylypa Orlyka entlang 239
Das Kiever Geschichtsmuseum 241
Die vul. Akademika Bohomol’cja entlang 241
Zurück zur vul. Ljuterans’ka 242
Die vul. Hrusevs’koho entlang 244
Das Nationalmuseum der
Bildenden Kunst 245
Weiter auf der vul. Hrusevs’koho 246
Der Marienpark 249
Das Parlamentsgebäude 249
Der Zentralpark 250
Die Magdeburger Stadtrechte 254
Der Het’man Ivan Mazepa 262
Vom Arsenalplatz zum Ruhmesplatz 264
Den Dniprovs’kyj uzviz entlang 265
Der Askol’dova Mohyla-Park 266
Abstecher zum Grünen Theater 268
Der Park des Ewigen Ruhmes 268
Die Alte Pecers’kyj-Festung 269
Die Berestove-Kirche 270
Auf dem Weg zum Höhlenkloster 272
Geschichte des Höhlenklosters 275
Besichtigung der Oberen Lavra 278
Rundgang durch die Untere Lavra 287
Legenden über die Katakomben 291
Außerhalb der westlichen Klostermauern 295
›Mutter Heimat‹ 298
Das Kriegsmuseum 299
Nur für Schwindelfreie 300
Zum Dnepr hinab 300
Auf dem Weg zum Vydubyc’kyj-Kloster 301
Das Vydubyc’kyj-Kloster 301
Das Dreieinigkeitskloster 304
Der Botanische Garten 305
Abstecher zum Zverinec-Höhlenkloster 307
Abstecher zum Hexenberg 307
Rund um den Arsenalplatz 309
Die vul. Moskovs’ka entlang 310
Abstecher in die vul. Suvorova 310
Zurück auf der vul. Moskovs’ka 311
Die Vasylkovyj-Festungsanlage 312
Der Museumskomplex der Kiever Festung 313
Der Dnepr 315
Die Dnepr-Brücken 316
Flußfahrten 319
Das Ostufer 319
Die Truchaniv-Insel 320
Der Hydropark 322
Babyn Jar 325
Die Kyrill-Kirche 327
Den Prospekt Peremohy entlang 329
Im Südwesten Kievs 330
Das Feofanij-Kloster 335
Das Pirohovo-Freilichtmuseum 336
Die ukrainische Sprache 338
Reisetips von A bis Z 347
Lesetips 390
Glossar 391
Anhang 394
Schon in seiner Jugendzeit packte den Autor Günther Schäfer (Jahrgang 1958) die Reiselust und er erkundete mehrmals mit Interrail den europäischen Kontinent. Nach seinem Studium als Steuerrechtler und mehreren Berufsjahren ließ er sich dann beurlauben und erkundete die große weite Welt. Japan faszinierte ihn so sehr, daß er dort zehn Jahre blieb und sich vom Privatlehrer für Deutsch bis zum Universitätsdozenten hocharbeitete.
Daneben schrieb er viele sozialkritische Zeitungsartikel und gründete eine Umweltschutzgruppe. Nach der Perestrojka richtete sich sein Blick immer mehr auf die Länder der früheren Sowjetunion. Kiev beeindruckte ihn so sehr, daß er beschloß, eine Stelle als Dozent am Goethe-Institut anzunehmen. Die vielen Erfahrungen während dieser vier Jahre ließen ihn diesen Stadtführer schreiben. Heute arbeitet er als freiberuflicher Publizist und Lehrer in Frankfurt am Main.