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Königsberg
Kaliningrader
Gebiet

Mit Bernsteinküste,
Kurischer Nehrung,
Samland und
Memelland

Foto Königsberg

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Frankfurter Buchmesse

Vom 11.10. bis zum 15.10.2017 finden Sie den Trescher Verlag auf der Frankfurter Buchmesse:
Halle 3.1, Stand J 121.

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ITB BuchAward 2017

Unser Reiseführer KREUZFAHRTEN NORDMEER UND ARKTIS wurde mit einem ITB BuchAward ausgezeichnet.
>>> Reiseführer KREUZFAHRTEN NORDMEER UND ARKTIS

ITB BuchAwards

25 Jahre Trescher Verlag

Der Trescher Verlag feiert 2017 sein 25-jähriges Verlagsjubiläum. Wir danken unseren Lesern, Autoren und allen Geschäftspartnern für die jahrelange Treue!

Königsberg Cover

3., aktualisierte Auflage 2017, 448 Seiten, 238 Farbfotos, 37 historische Abbildungen, komplett in Farbe, 43 Stadtpläne und Übersichtskarten, farbige Klappkarten
ISBN 978-3-89794-381-0

21,95 Euro

Das Buch

Im Kaliningrader Gebiet treffen russische Gegenwart und deutsche Vergangenheit aufeinander. Neben der Stadt Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg, lohnen vor allem die umgebenden Landschaften einen Besuch: die Rominter Heide, das Große Moosbruch und die Memelniederung, die Kurische Nehrung und die traditionsreichen Seebäder wie Svetlogorsk (Rauschen), Zelenogradsk (Cranz) und Baltijsk (Pillau).

Der Reiseführer stellt alle Sehenswürdigkeiten kenntnisreich vor. Umfangreiche reisepraktische Hinweise und durchgängig kyrillisch-lateinisch beschriftete Karten helfen bei der Reisevorbereitung und der schnellen Orientierung vor Ort.


» So wie nämlich dieser Führer der beste über Kaliningrad/Königsberg auf dem Markt ist, hat auch das Verlagsprogramm für Russland-Interessierte eine Vielfalt, die im deutschsprachigen Raum ihresgleichen sucht. «

www.russland.ru

 

Außerdem im Trescher Verlag:
Königsberg-Kaliningrad Reise-Lesebuch 

Vorwort

Das kleine Gebiet zwischen Ostsee, Polen und Litauen ist in jeder Hinsicht ein ungewöhnliches Land: bezüglich seiner Geschichte, seiner gegenwärtigen Verfasstheit und auch seiner Zukunft. Die ›Kaliningradskaja Oblast΄‹, wie der offizielle Name der Region lautet – auf Deutsch auch ›Kaliningrader Gebiet‹ oder nördliches Ostpreußen genannt –, war von 1945 bis 1991 ein streng bewachtes militärisches Sperrgebiet innerhalb der Sowjetunion und ist im Mitteleuropa des 21. Jahrhunderts zu einer staatspolitischen Merkwürdigkeit ersten Ranges geworden.

Die Kaliningradskaja Oblast΄ ist eine Exklave und eine ungewöhnliche dazu. Zum einen umfasst dieser Teil des alten Ostpreußen, der 1945 der Sowjetunion zugesprochen wurde, ein verhältnismäßig großes Terrain; mit rund 15 000 Qua­dratkilometern hat es in etwa die Ausmaße von Schleswig-Holstein. Zum anderen wurde vor 65 Jahren die Bevölkerung des Gebiets nahezu vollständig durch eine andere ersetzt. Schließlich wurde das Gebiet erst in jüngerer Zeit zur Exklave, als die angrenzende frühere Sowjetrepublik Litauen 1991 ihre Autonomie erhielt und der vormalige Satellitenstaat Volksrepublik Polen sich zu der in jeder Hinsicht souveränen Republik Polen wandeln durfte.

Die Entfernung zwischen Kaliningrad und Berlin beträgt nur etwa 600 Kilometer, für viele scheint das Gebiet aber auf einem anderen Stern zu liegen. Vor dem Zerfall der Sowjetunion drangen keinerlei Berichte aus diesem Gebiet nach Westen, und auch heute erfährt man in der Überzahl der Medien kaum etwas über seine Situation. Die Vergangenheit Ostpreußens – wie die Provinz erst in den letzten 150 Jahren ihrer Geschichte hieß – endete vor 70 Jahren in einem katastrophalen Untergang. Das historische Ostpreußen und die Kaliningradskaja Oblast΄ haben wenig gemein, wenn sich auch Spuren der Geschichte vor 1945 allenthalben finden. Wer heute diesem Land und seinen Bewohnern aufgeschlossen gegenübertritt, lernt eine Region kennen, die für viele unserer Vorfahren jahrhundertelang ebenso Heimat war, wie sie nun schon seit sieben Jahrzehnten Heimat für unsere von uns gar nicht so weit entfernten russischen Nachbarn ist.

Abgesehen von politischen und historischen Besonderheiten, bietet der kleine Landstrich zwischen Memel und Frischem Haff Landschaften von erlesener Schönheit wie kaum ein anderes Gebiet des Ostseeraums. Mögen auch seine Architekturdenkmäler weitgehend zerstört sein – die Wunderwelt der Nehrungsdünen, die stille Memelniederung und die sanfte Hügellandschaft zwischen Frischem Haff und Rominter Heide bieten genügend Anreize für eine ausführliche Beschäftigung mit diesem einzigartigen Landstrich. Und wenngleich die Reise dorthin derzeit durch den Wegfall aller Bahn- und Flugverbindungen aus Polen und Deutschland zeitaufwendiger geworden ist - wer mit eigenem Pkw anreist, wird von beiden Seiten viel rascher abgefertigt, als es noch vor Jahren der Fall war.

Das Gebiet an Memel und Pregel kann gleichermaßen Neugier auf das Unbekannte wie auch auf Vertrautes, auf die eigene Geschichte wecken. Dieses Unbekannte und doch Vertraute macht nicht zuletzt den einzigartigen Zauber dieser europäischen Region aus. Lernen wir sie kennen!

Inhalt

Vorwort    13
Hinweise zur Benutzung    14
Zeichenlegende/Verwendete Abkürzungen    15
Das Wichtigste in Kürze    16   

Land und Leute    19   

Das Kaliningrader Gebiet im Überblick    20

Geschichte des Landes zwischen Weichsel und Memel    22

Die Anfänge    22
Die Zeit des Deutschen Ritterordens    24
Das Ordensland Preußen    28
Aufstieg und Ende des Ordensstaats    28
Das Herzogtum Preußen    33
Der ›Große Kurfürst‹    35
Das Königreich Preußen    37
Friedrich II.    38
Die napoleonischen Wirren    39
Hundert Jahre Frieden    41
Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit    43
Zweiter Weltkrieg    46
Die Nachkriegszeit    49
Von den 1960er Jahren zur Perestroika    51
Nach 1991    52
Die 750-Jahr-Feier Königsbergs    54
Die aktuelle Situation    57
Geographie, Geologie, Klima    60
Essen und Trinken    61   

Von Berlin in das Kaliningrader Gebiet    63    

Zwischen Berlin und Kostrzyn    66
Kostrzyn    67
Zwischen Kostrzyn und Gorzów Wielkopolski    70
Zwischen Gorzów Wielkopolski und Tczew        72
In der Weichselniederung    80
Zu den Grenzübergangspunkten    82   

Von Königsberg nach Kaliningrad    87   

Stadtgeschichte    90   

Stadtspaziergänge    92

Dominsel    92
Dom    94
Das Haus der Räte und das frühere Schloss    98
Um Schlossteich, Universität und den nördlichen Leninskij pr.    102
Am pl. Pobedy    108
Vom pl. Pobedy zum Oberteich    111
Ins Villenviertel Maraunenhof    113
Vom Oberteich zum Sackheimer Tor    115
Vom Sackheimer Tor zum Hafen    122
Vom Hafen auf die Hufen    124
Vom Kneiphof zu Friedländer Tor und Südbahnhof    133
Südlich des Südbahnhofs    138
Kaliningrad-Informationen    144   

Das Samland und die Bernsteinküste    155   

Das nördliche und nordwestliche Samland    157

Zwischen Kaliningrad und Zelenogradsk    157
Zelenogradsk    160
Zwischen Zelenogradsk und Svetlogorsk    162
Svetlogorsk    164
Zwischen Svetlogorsk und Jantarnyi    170
Jantarnyi    172
Von Russkoe nach Kaliningrad    176   

Von Kaliningrad über Baltijsk zur Frischen Nehrung    178

Zwischen Kaliningrad und Baltijsk    178
Baltijsk    182
Kosa und die Frische Nehrung    187   

Das östliche Samland    189

Gur’evsk    189
Zwischen Gur’evsk und Polessk    190
Polessk    194   

Von Kaliningrad in die östlichen Gebiete    197   

Durch das Pregeltal    198

Vom Kaliningrader Zentrum nach Rodniki    198
Rodniki    200
Gvardejsk    202
Am Südrand des Pregeltals nach Gvardejsk    207
Znamensk    208
Zwischen Gvardejsk und Meždureč’e    210
Meždureč’e    212
Zwischen Meždureč’e und Černjachovsk    213
Von Talpaki auf einer schönen Nebenstrecke nach Černjachovsk    214
Černjachovsk    215
Durch das Instertal    222   

Der Osten des Kaliningrader Gebiets    227   

Von Černjachovsk an die litauische Grenze    228

Zwischen Černjachovsk und Gusev    228
Gusev    229
Jasnaja Poljana    235
Nesterov    237
Östlich von Nesterov    239   

Der Nordosten    241

Zwischen Nesterov und Dobrovol’sk    241
Dobrovol’sk    241
An den östlichsten Punkt des Kaliningrader Gebiets    245
Um das Adlerswalder Moor    248
Krasnoznamensk und Umgebung    248
Durch den früheren Forst Memelwalde    250   

Der Norden des Kaliningrader Gebiets    253   

Die südliche Elchniederung    254

Entlang des Großen Friedrichsgrabens    254
Zwischen Saranskoe und Zales’e    257
Das Große Moosbruch    259
Vom Moosbruch in die Elchniederung    264
Von Zales’e nach Sovetsk    265
Sovetsk    266
Neman    277

In der Elchniederung    280

Slavsk und Umgebung    280
Die nördliche Niederung    283
Im Elchwald    285
Durch den Ibenhorster Forst in den äußersten Norden    286   

Der Süden des Kaliningrader Gebiets    288   

Vom Grenzübergang Mamonovo nach Kaliningrad    291

Mamonovo    291
Vesëloe    292
Pjatidorožnoe und Laduškin    294
Kornevo    296
Ušakovo    296   

Vom Grenzübergang Bagrationovsk nach Kaliningrad    298

Bagrationovsk    298
Gvardejskoe    301
Kaliningrads südlicher Stadtrand    302   

Von Kaliningrad nach Südosten    303

Zwischen Kaliningrad und Tišino    303
Domnovo    304
Pravdinsk    305
Kurortnoe    307
Družba    308
Zwischen Pravdinsk und Železnodorožnyj    309
Železnodorožnyj    311
Zwischen Železnodorožnyj und Krylovo    313
Krylovo    314   

Der Südosten    317

Die westliche Umgebung von Ozërsk    317
Ozërsk    319
Im Grenzgebiet südöstlich von Ozërsk    320   

Die Rominter Heide    321

Čistye Prudy    323
Der Norden der Rominter Heide    326
Von Nevskoe zum Wystiter See    327
Der Wyštiter See    328

Die Kurische Nehrung    331

Erdgeschichtliche Bildung    333
Der Kampf gegen die Versandung    336

Der russische Teil der Nehrung    339

Lesnoj    340
Zwischen Lesnoj und Müllers Höhe    341
Müllers Höhe    342
Rybačij    343
Der ›Tanzende Wald‹    346
Morskoe und Umgebung    347
Im russisch-litauischen Grenzgebiet    349

Der litauische Teil der Nehrung    351

Nida    353
Zwischen Pervalka und Juodkrantė    360
Juodkrantė    361
Von Juodkrantė zum nördlichen Nehrungsende    364   

Das Memelland    367   

Die besondere politische Entwicklung nach 1919    368    

Klaipėda    371

Stadtgeschichte    371
Ein Stadtrundgang    373
Nördlich von Klaipėda    381
Zwischen Klaipėda und Šilutė    383
Von Ventė über Minija nach Šilutė    389
Šilutė    389
Rusnė und das Memeldelta    395
Von Šilutė ans Ende des Memellands    398
Um das Kaliningrader Gebiet herum zurück nach Westen    404   

Sprachführer    405

Reisetipps von A bis Z    416

Literaturhinweise    427
Das Kaliningrader Gebiet im Internet    429
Der Autor/Danksagung    430
Ortsregister    431
Personen- und Sachregister    438
Bildnachweis    440
Kartenregister    441
Kartenlegende    456   

Essays    

Die Pruzzen    23
Der Deutsche Orden    27
Das Königsberger Schloss    100
Die Königsberger Universität    104
Kant und andere große Königsberger Geister    141
Der Bernstein    166
Das Verbrechen von Palmnicken    175
Lovis Corinth    204
Der Lauf der Memel    268
Tilsit und sein Käse    271
Gerdauen – eine architektonische Musterstadt    310
Von Nida mit dem Rad nach Klaipėda    356
Hermann Sudermann    393

Autor

Gunnar Strunz, Jg. 1961, ist promovierter Geologe und seit vielen Jahren journalistisch tätig, arbeitet in der Erwachsenenfortbildung und leitet Studienreisen insbesondere nach Polen, Russland, ins Baltikum und in die alten Habsburgerlande. Er ist Autor der Reiseführer ›Königsberg-Kaliningrader Gebiet‹, ›Bratislava‹, ›Burgenland‹, ›Kärnten‹, ›Niederösterreich‹, ›Steiermark‹, ›Südtirol‹, ›Tirol‹ und ›Vorarlberg‹ (alle im Trescher Verlag) und zusammen mit seiner Frau Alla Herausgeber der Anthologie ›Königsberg-Kaliningrad-Lesebuch‹. Zusammen mit dem renommierten Fotografen Wolfgang Korall entstanden für das Verlagshaus Würzburg eine ›Reise durch Ostpreußen‹, ein Band über die Burgen des Deutschen Ritterordens sowie eine ›Reise durch Danzig‹. Im Bergverlag Rother erschienen seine Wanderführer ›Masuren‹,›Böhmerwald‹ und ›Uckermark‹.

Gunnar Strunz lebt abwechselnd in Berlin und Feilitzsch (Oberfranken) sowie am Kurischen Haff.

Karte

Kaliningrad
Kaliningrad
Königsberg 1930
Königsberg 1930

Links

Leider sind die wenigsten Internetseiten auch auf Deutsch. Meist sind sie nur auf Russisch, mitunter nicht aktualisiert.

www.kaliningrad.aktuell.ru
Sehr informative Seite auf Deutsch. Inhaltliche Schwerpunkte sind Politik und Wirtschaft aus Kaliningrad und dem Umland. Wird aber nur unregelmäßig aktualisiert.

www.koenigsberger-express.com
Online-Ausgabe einer seit Jahren existierenden deutschsprachigen Zeitung, die genau über alles, was im Gebiet vor sich geht, informiert.

www.koenigsberger-allgemeine.com
Die ›Königsberger Allgemeine‹ gibt es seit 2009. Sie ist eine zweisprachige Zeitung, die man in Kaliningrad selten bekommt, die jedoch in Deutschland abonniert werden kann. Sie ist von ähnlichem Charakter wie der ›Königsberger Express‹ und auch online sehr informativ.

www.gov39.ru
Offizielle Seite der Gebietsverwaltung.

www.portal-ostpreussen.de
Eine Seite insbesondere für Ahnenforscher bzw. für Leute auf der Suche nach ihren Vorfahren, nach ehemaligen Ortsnamen u.dgl. 

www.kaliningrad-domizil.ru
Von einem in Kaliningrad ansässigen deutschen Geschäftsmann initiierte Seite von und für alle Deutschsprachigen in der Stadt wie außerhalb (Informationsagentur). Interessante, aktuelle Informationen zu Wirtschaftsfragen, Politik, Gesellschaft, Grenzzonen etc.

www.ostpreussen.net
Ostpreußen in Geschichte und Gegenwart.

www.koenig.ru
Verschiedene Informationen über die Stadt, nur auf Russisch.

www.ambercity.ru
Ebenfalls Informationen über die Stadt, ebenfalls nur auf Russisch.

www.klgd.ru
Offizielle Seite der Stadtverwaltung, auf Russisch und Englisch.

www.vibirai.ru
Russischsprachige Seite mit umfassenden Informationen aus 29 wichtigen russischen Städten; u.a. zu Hotels, Kino, Musik, Sport, Gastronomie.

www.kzd.rzd.ru
Eisenbahnfahrpläne für das Kaliningrader Gebiet.

www.39.ru
Allgemeine Informationen über Gebiet und Stadt für Geschäftsleute und Normaltouristen.

Literatur

Bobrowski, Johannes: Litauische Claviere, verschiedene Ausgaben. Bobrowski erzählt vom Versuch eines Lehrers und eines Geigers, im Jahr 1936 eine Oper über den litauischen Nationaldichter Donalaitis zu schreiben. Der Roman spielt in und um Tilsit.

Buchholtz, Hansgeorg, Dorf unter der Düne, Gräfe & Unzer 1938. Naturalistischer Roman über Leben, Liebe und Leidenschaften in einem Nehrungsdorf.

Schaffner, Jakob, Rote Burgen und blaue Seen, Hanseatische Verlagsanstalt 1937. Poetisch verklärte Darstellung einer Ostpreußenreise, dennoch auch heute noch ein Lesegenuss.

Königsberg-Kaliningrad. Ein Reise-Lesebuch, hg.v. Alla und Gunnar Strunz, Trescher Verlag 2009. Von den Anfängen der Stadt bis in die unmittelbare Gegenwart: Romanauszüge und Kurzgeschichten, Reiseberichte, Biographisches und Autobiographisches, Lyrik u.v.m. Einzige Anthologie dieser Art.

Sudermann, Hermann, Litauische Geschichten. Verschiedene Ausgaben erhältlich; in die Weltliteratur eingegangene mitreißende Schilderungen des Lebens der einfachen Menschen an der Memelniederung.

Wieck, Michael, Zeugnis vom Untergang Königsbergs, München 2005.

Sachbücher

Bednarz, Klaus, Fernes nahes Land. Begegnungen mit Ostpreußen, Hamburg 1995. Begegnungen und Gespräche sowohl mit heutigen als auch mit früheren Bewohnern Ostpreußens.

Gause, Fritz, Die Geschichte der Stadt Königsberg in Preußen, Drei Bände, Leipzig 1996. Einzigartiges Standardwerk zur Stadtgeschichte Königsbergs.

Gerlach, Heinrich, Nur der Name blieb. Glanz und Untergang des alten Ostpreußen, München 1982. Eine mitreißende Darstellung der Geschichte der Pruzzen.

Hermanowski, Georg, Ostpreußen. Wegweiser durch ein unvergessenes Land, Augsburg 1995. Umfassendes Kompendium zu Land, Leuten und speziell den Ortschaften in lexikalischer Form, jedoch ausschließlich über die Zeit vor 1945.

Hoppe, Bert, Auf den Trümmern von Königsberg, München 2000. Hochinteressante Darstellung der Architektur- und Identitätspolitik der Sowjets in Kaliningrad.

Kossert, Andreas, Ostpreußen. Geschichte und Mythos, München 2005. Kossert betont den polykulturellen Charakter Ostpreußens und seine jahrhundertelange Prägung sowohl durch die Deutschen als auch die Litauer, Polen und Russen.

Köster, Baldur, Königsberg. Architektur aus deutscher Zeit, Husum 2000. Eine nicht nur für Architekturinteressierte fesselnde komplette Bestandsaufnahme aller noch vorhandenen Gebäude im Stadtgebiet Kaliningrads aus der Zeit vor 1945.

Kramer, Hans, Elchwald. Land–Leute–Jagd, Sulzberg 1985. Kramer war der letzte Elchjägermeister Deutschlands. Ein Erinnerungsbuch von hohem kulturhistorischen Wert.

Lachauer, Ulla, Die Brücke am Tilsit. Begegnungen mit Preußens Osten und Rußlands Westen, Rowohlt 1995. Dokumentarischer, immer noch aktueller Reisebericht.

Manthey, Jürgen, Königsberg. Geschichte einer Weltbürgerrepublik, München 2005. Gut lesbare Darstellung des geistigen Lebens in Königsberg durch die Jahrhunderte, in vielen Details jedoch nicht zutreffend.

Neumärker, Uwe und Knopf, Volker, Görings Revier. Jagd und Politik in der Rominter Heide, Berlin 2007. Standardwerk über die Rominter Heide.

Normann, Alexander, Nördliches Ostpreußen, München 2002. Historische Entdeckungsreise durch den russischen Teil Ostpreußens mit vielen historischen und aktuellen Fotos.

Papendick, Christian, Der Norden Ostpreußens, Husum 2009. Großforma­tiger, fast alle Orte des Gebiets dar­stellender Bildband, voll Melancholie und Trauer, mit sehr informativen Texten.

Pölking, Hermann: Ostpreussen. Biographie einer Provinz, Berlin 2012. In Augenzeugenberichten und Erinnerungen, kombiniert mit historischen Fakten und vielem bisher unbekanntem Bildmaterial, wird die Geschichte des Lands für Laien und Kenner gleichermaßen attraktiv dargestellt.

Ders., Das Memelland. Wo Deutschland einst zu Ende war, Berlin 2013. Auch dieses Buch verbindet Erinnerungen und Augenzeugenberichte in chronologischer Form mit historischen Fakten. Sicherlich das beste zum Thema.

Zimmerling, Dieter, Der Deutsche Ritterorden, München 1999. Populäre  Darstellung der Geschichte des Ordenslands Preußen.

Karten

Barran, Fritz R., Städte-Atlas Ostpreußen, 3. Auflage, Leer 1994. Alle Städte ganz Ostpreußens sind hier entweder mit faksimilierten oder nachgezeichneten Plänen in ihrem Straßenbild wie auch den öffentlichen Einrichtungen von vor 1945 dargestellt; sehr gut zur Orientierung besonders in den kleineren bzw. 1945 stark zerstörten Städten geeignet. Leider vergriffen, antiquarisch (www.zvab.com) aber gut zu bekommen.

Barran, Fritz. R., Atlas nördliches Ostpreußen. Leer 1995, 27 deutsche topographische Karten 1:200 000 aus der Vorkriegszeit mit russischen Ortsnamen. Leider auch nur noch antiquarisch erhältlich, doch unverzichtbar, wenn man auf den Spuren seiner Vorfahren wandeln will.

Nördliches Ostpreußen 1: 200 000, Höfer Verlag. Aktuelle Übersichtskarte mit allen Orts- und Flussnamen in zweisprachiger Darstellung, jedoch ohne die Ortsnamen vor der Umbenennung 1938.

Der Berliner Kartenverlag Bloch (www.blochplan.de) gibt hervorragende Karten des gesamten Kaliningrader Gebiets heraus: Königsberg 1931–Kaliningrad heute, 1: 10 000, mit Straßenüberlagerung einst und jetzt sowie russ.-dt. und dt.-russ. Straßenverzeichnis. Für deutsche Touristen der empfehlenswerteste Stadtplan!
Auch die weiteren Karten dieses Verlags zu Nord-Ostpreußen (Südosten, Samland, Mitte, Norden, Frisches Haff) und die Stadtpläne von Gumbinnen, Insterburg, Rauschen, Cranz und Tilsit sind wegen ihrer Zweisprachigkeit (Ortsnamen vor 1945 und vor 1938, russische heutige Namen) sowie Genauigkeit in jeder Hinsicht das beste, was derzeit erhältlich ist.

Alle russischen Karten können (soweit vorrätig) an Kiosken und den großen Buchhandlungen erworben werden:

Kaliningradskaja Oblast’ Atlas Avtodorog (Autostraßen-Atlas) 1:200 000, hg.v. staatlichen russischen Dienst für Geodäsie und Kartographie Kaliningrad, FGUP, ISBN 5-85120-142-8. Neuerscheinung mit Stadtplänen der Rajonstädte und Badeorte. Sehr zu empfehlen, doch nur selten erhältlich.

Regional’nyj Atlas Kaliningradskoj Oblasti 1:100 000, 1.Auflage 2004, ISBN 5-89644-047-0. Genauestes Kartenwerk des Gebiets, leider auch nur selten zu bekommen. Ca. 200 Rubel.

Kaliningradskaja Oblast’. Aktuelle und sehr genaue Karte des Gebiets, mit Verwaltungsgrenzen und weiteren administrativen Fakten, erhältlich im Kaliningrader Gebiet an den Zeitungskiosken, erkennbar am gelben Deckblatt. 2009 erweiterte Neuausgabe der Topografičeskaja karta von 1998. Enthält eine große Sonderkarte der nördlichen Kaliningrader Umgebung im Maßstab 1:50 000. Am gelben Umschlag deutlich erkennbar. Ca. 5 Euro.

Kaliningrad, Obščegeografičeskaja karta 1:20 000, hg.v. staatlichen russischen Dienst für Geodäsie und Kartographie, Kaliningrad, FGUP Balt AGP 2008, ISBN 5-9900-1673-5.2008, Innenstadt 1:7000, mit Hausnummern, fast gleiches Aussehen wie die Gebietskarte, gelb, an vielen Kiosken erhältlich. Bester Plan, den es zur Zeit gibt. Ca. 5 Euro.

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