Unterwegs auf der Sonneninsel im Schwarzen Meer
4. Auflage 2007, 352 Seiten, 15.95 Euro, farbige Klappkarten, 12 Karten und Stadtpläne, 154 teils vierfarbige Fotos, ISBN 978-3-89794-115-1
Südliches Klima, Strandleben und Promenaden unter Palmen – die Halbinsel Krim im Norden des Schwarzen Meeres hat wegen ihrer landschaftlichen Schönheit und Vielfalt schon immer Reisende aus vielen Ländern angezogen. Jalta, Simferopol, Massandra, Sevastopol, Feodosija und Bachtschisaraj sind Orte, die nicht nur Strandferien, sondern auch Zeugnisse einer langen Geschichte bieten.
Die Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und Landschaften der Krim in diesem Reiseführer wird durch viele Hinweise auf Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten sowie Ausflugstips ergänzt. Kyrillisch und lateinisch beschriftete Karten und Stadtpläne sowie ein Sprachführer helfen bei der Orientierung.
»Der Band macht Lust auf einen Urlaub in einer exotischen Welt am Rand Europas.«
(Buchprofile)
Jalta, Sonne und Krimsekt – dies mögen die ersten Gedanken sein, die Krimbesuchern vor der Reise in den Sinn kommen.
Die Halbinsel im Norden des Schwarzen Meeres hat mit ihren so verschiedenen und einzigartigen Landschaften, die sie zu einem in sich geschlossenen Lebensraum machen, schon seit Urzeiten die Menschen angezogen. Trockene Steppen im Norden, dichte Wälder und Berge im Süden, steile Küsten und flache Strände im Westen – die Vielfalt läßt sich nicht in wenigen Worten beschreiben.
Schon von den geheimnisumwobenen Tauriern bewohnt, wurde die Krim bald auch von Griechen und Skythen bevölkert. Ihnen folgten zahlreiche Völker, die Stoff für Sagen und Legenden lieferten. Später wurde die Krim jahrhundertelang von den Krimtataren beherrscht. Lange bevor die Halbinsel im 18. Jahrhundert russisch wurde, hatten verschiedene Reiche einander abgelöst. Sie hinterließen Spuren, auf die man noch heute stößt. Die durch die wechselhafte Geschichte bedingte Völkervielfalt ist bis heute das charakteristischste Merkmal der Halbinsel.
Die Krim war Schauplatz vieler bedeutender Schlachten und Kriege. Bis in die jüngste Vergangenheit wurde hier ›Geschichte gemacht‹. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 wurde die Krim, die seit 1954 offiziell zur Ukrainischen SSR gehört hatte, zum politischen Zankapfel zwischen den nun unabhängigen Staaten Rußland und Ukraine. Die Zugehörigkeit der Krim, der Status Sevastopols und die Aufteilung der Schwarzmeerflotte standen im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzungen. Hinzu kam die Rückkehr der 1944 von Stalin deportierten Krimtataren, die die Region vor neue politische, wirtschaftliche und soziale Fragen stellte.
Mit der Krim verbinden sich die Namen berühmter russischer Schriftsteller wie Puschkin, Tschechov und Tolstoj – sie alle ließen sich von der Naturschönheit und dem milden Klima inspirieren. Vom verträumten, aber auch mondänen Refugium des russischen Adels und der Intelligenz im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Schwarzmeerhalbinsel mit ihren Badeorten und Sanatorien während der Sowjetzeit zum Erholungsziel der ›Werktätigen‹.
Die Krim ist schon seit langem als Urlaubsort für in- und ausländische Touristen interessant. Seit Generationen ist Jalta durch sein einzigartiges Mikroklima ein Seebad von internationalem Ruf. Doch Jalta ist nur ein kleiner Teil der Krim: Wer über den Großraum Jalta hinaus die Halbinsel bereist, wird neben der atemberaubenden landschaftlichen Schönheit und den historischen Spuren auch eine im Umbruch begriffene Gesellschaft entdecken mit ihrer wirtschaftlichen und sozialen Misere, ihren politischen Auseinandersetzungen und ihren Umweltproblemen. Darüber hinaus ist eine Reise auf die Krim immer noch ein wenig mit Abenteuer und Improvisation verbunden, vor allem was die Unterkunftsmöglichkeiten und Verkehrsverbindungen betrifft. Wer jedoch offen für Land und Leute ist und vielleicht ein paar Russischkenntnisse mitbringt, wird gerade jenseits der großen Touristenströme die Gastfreundschaft der Krimbewohner kennenlernen und mehr als nur eine Flasche Krimsekt als Andenken mit nach Hause nehmen.
Vorwort 8
Hinweise zur Benutzung des Reisebuches 10
Die Landschaften 14
Flüsse und Seen 14
Klima 15
Tiere und Pflanzen 16
Wirtschaft und Ökologie 17
Umweltprobleme und Umweltschutz 22
Geschichte 25
Von der Antike bis zum späten Mittelalter 25
Vom Anschluß an Rußland bis zur Oktoberrevolution 28
Die Krim im 20. Jahrhundert 34
Die Krim und ihre jüngste Geschichte 40
Die Bevölkerung 43
Die Krimdeutschen 47
Schweizer auf der Krim: die Kolonie Zürichtal 53
Die Krimtataren 56
Gesellschaft im Umbruch 63
Kultur 71
Literatur und Malerei 71
Theater 76
Essen und Trinken 78
Wein 80
Sekt 84
Vodka und Bier 84
Sprache 86
Die Vereinigung krimtatarischer Lehrkräfte ›Maariftschi‹ 88
Das kyrillische Alphabet 90
Kleiner Sprachführer 93
Simferopol' 108
Geschichte 109
Sehenswürdigkeiten 114
Die Parks von Simferopol' 116
Die längste Trolleybusstrecke Europas 118
Die Westküste 126
Saki 126
Nikolaevka 127
Evpatorija 128
Der Norden 138
Aluschta 142
Der Bezirk Groß-Jalta 147
Aju-Dag 147
Gurzuf 150
Nikitskij sad 155
Massandra 159
Jalta 164
Tschechov in Jalta 169
Die Kirchen von Jalta 173
Der Livadija-Palast 179
Der Sonnenpfad 183
Gaspra 185
Das Schwalbennest 186
Mischor 189
Alupka 191
Simeiz 196
Foros 198
Bachtschisaraj 204
Sokolinoe 211
Die Höhlenstädte 214
Das Uspenskij-Kloster 214
Tschufut-Kale 216
Eski-Kermen 222
Mangup-Kale 224
Der Aj-Petri 229
Der Grand Canyon der Krim 233
Demerdschi und Tschatyr-Dag 235
Die Marmorhöhle 239
Die Höhle Emine-Bair-Chosar 240
Die Rote Höhle 242
Sevastopol' 246
Ein Stadtrundgang 251
Chersones 257
Inkerman 261
Balaklava 264
Der Südosten 268
Staryj Krym 268
Das armenische Kloster Surb-Chatsch 274
Feodosija 276
Koktebel' 284
Karadag 292
Novyj Svet und Sudak 295
Die Halbinsel Kertsch' 303
Kap Kazantip 303
Kertsch' 307
Die Krim im Internet 341
Über die Autoren 342
Danksagung 343
Ortsregister 344
Sach- und Personenregister 345
Kartenregister 348
Städtepartnerschaft mit Heidelberg 32
Die russisch-ukrainischen Beziehungen 38
Kol'tschugino – Kronental 52
Orthodoxie und Islam heute 70
Rezepte 79
Helene Ludvigovna 123
Theodora 146
Die Zwillingsfelsen 154
Jurij Ruff-Spiridonov 171
Der Kampf der Schlangen 210
Vom Wasser hängt alles ab 227
Die Seilbahn auf den Aj-Petri 232
Irma Jakovlevna 273
Der Mädchenturm 302
Dagmar Sonderegger, geb. 1971 in Hamburg. Studium der Ostslawistik und Volkswirtschaftslehre in Hamburg. Mehrere längere Aufenthalte auf der Krim, in Westsibirien und in Moskau. Arbeitet heute als Marktforscherin in Zürich.
Norbert Rütsche, geb. 1973 im ost-schweizerischen St. Gallen. Studium der Geschichte und Journalistik in Freiburg/Schweiz. Mehrere längere Aufenthalte in der Russischen Föderation, der Ukraine und auf dem Balkan. Arbeitet heute als freischaffender Journalist in Sarajewo.
Dr. Gwendolyn Sasse, geb. 1972 in Glinde bei Hamburg. Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Ostslawistik in Hamburg, Master und Promotion an der London School of Economics (LSE). Regelmäßige Forschungsaufenthalte in der Ukraine und anderen Ländern Osteuropas. Von 1999 bis 2007 Dozentin an der LSE. Seit April 2007 als Reader in Comparative Politics am Nuffield College, University of Oxford.
Stephan Hille, geb. 1970 in Witten, Nordrhein-Westfalen. Studium der Geschichte und Slawistik in Köln, Master an der London School of Economics, Abschluß der Deutschen Journalistenschule in München. Von 2000 bis 2007 freier Korrespondent in Moskau. Seit Februar 2007 Redakteur bei CASH-TV, dem Wirtschaftsmagazin im Schweizer Fernsehen.
Jan Schimanski, geb. 1967 in Dortmund, Studium der Slawistik in Marburg. Mehrere Auslandsaufenthalte, darunter ein Jahr Kulturarbeit in Transbaikalien. Arbeitet heute an der Deutschen Botschaft in Kiew.
Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Internet-Seiten, die sich ganz oder teilweise mit der Krim beschäftigen. Die Informationsmenge ist beachtlich, allerdings besteht bei zahlreichen Seiten ein potentielles Sprachproblem – sie sind häufig nur auf Russisch.
www.tourism.crimea.ua (russ./engl.)
Webseite des Ministeriums für Kurorte und Tourismus der Krim.
www.tour.crimea.com (russ./engl.)
Umfassende Tourismus-Webseite der Krim.
www.all-hotels.com.ua (engl.)
Hotelsuchmaschine.
www.hostels.org.ua (englisch)
Jugendherbergen in der Ukraine.
www.artek.org (engl./russ.)
Webseite des Ferienlagers ›Artek‹.
www.massandra.crimea.com (russ.)
Webseite der Weinkellereien von Massandra.
www.ccssu.crimea.ua (russ./engl.)
Webseite der Universität Simferopol', Infos und Links zu Wissenschaft, Gesellschaft und Tourismus auf der Krim.
www.crimea.ua (russ.), www.crimea.org.ua (russ.), crimea.naiti.ru (russ.)
Alle möglichen Infos und Links zu Tourismus und Leben auf der Krim.
www.airport.crimea.ua (russ.)
Webseite des Flughafens Simferopol'.
www.unian.net (russ., engl.)
Nachrichten einer unabhängigen Ukrainischen Nachrichtenagentur.
www.pravda.com.ua (russ., engl.)
Internetzeitung von unabhängigen ukrainischen Journalisten.
www.ucipr.kiev.ua (ukr./engl.)
Infos über die ukrainische Politik.
www.kyivpost.com (engl.)
Artikel zu aktuellen Themen und Nachrichten.
www.n-ost.de (dt.)
Presseberichte aus ganz Osteuropa.
www.forumnetukraine.org (dt.) Forum unter dem Dach der Robert-Bosch-Stiftung für Informationsaustausch, Koordination und Beratung in den deutsch-ukrainischen Beziehungen.