Durch die alte Kulturlandschaft östlich der Oder
4., aktualisierte und erweiterte Auflage 2008, 192 Seiten, 12,95 Euro, durchgehend farbig, 20 Stadtpläne und Übersichtskarten, 95 Fotos,
ISBN 978-3-89794-122-9
Die Neumark ist nicht nur für Berliner und Brandenburger einen Besuch wert. Sie lockt mit vielen landschaftlichen Schönheiten und mit einer gerade jüngst spürbar ausgebauten touristischen Infrastruktur. Rund um Gorzów (Landsberg/Warthe) finden Reisende eine von Seen und sanften Hügeln geprägte, nahezu unberührte Natur. Darin liegen traditionsreiche Orte, deren Geschichte teilweise bis ins Mittelalter zurückreicht.
Dieser Reiseführer trägt den aktuellen Entwicklungen Rechnung und stellt nun in vierter, aktualisierter Auflage den Landstrich detailliert vor. Der Autor erläutert die lange bewegte Geschichte der Neumark und beschreibt die landschaftlichen und baulichen Schönheiten.
Detaillierte Serviceinformationen machen den Band zu einem nützlichen Begleiter. Er wendet sich sowohl an Geschichts- und Kulturinteressierte als auch an Aktivtouristen.
» Der im Trescher Verlag erschienene kulturhistorische Führer durch eine über Jahrhunderte brandenburgisch geprägte Landschaft, die seit 1945 zu Polen gehört, erfreut sich eines breiten Leserkreises. Das spricht auch für das deutlich gestiegene Interesse an der Nachbarregion östlich der Oder.«
Märkischer Markt
Außerdem im Trescher Verlag: Neumärkisches Lesebuch
Gut zehn Jahre nach der Erstveröffentlichung liegt nun bereits die 4. Auflage des Reiseführers über die Neumark vor. Das ist ein Zeichen für das stetige und in den vergangenen Jahren deutlich stärker gewordene Interesse an dieser Landschaft, die jahrhundertelang brandenburgisch war und seit 1945 zu Polen gehört.
In die Neumark zieht es sowohl die Anhänger einer naturverbundenen Freizeit- und Urlaubsgestaltung unweit der deutschen Hauptstadt als auch die Kulturinteressierten, die geschichtliche Stätten und Kulturdenkmäler kennenlernen möchten oder die deutsch-polnischen Begegnungen pflegen. Zudem weitet sich die Spurensuche vieler Menschen nach ihren Vorfahren und Wurzeln auch in dieser Region immer mehr aus. Mit dem Eintritt Polens in die Europäische Union im Mai 2004 wurden zudem Zollbestimmungen und Grenzübertritt deutlich erleichtert.
Auf deutscher Seite haben zwei größere Ausstellungen über die Neumark, Medienberichte, Angebote von Reiseveranstaltern, die kontinuierliche Arbeit des ›Haus Brandenburg‹ in Fürstenwalde und kommunale Partnerschaften wie die neue zwischen Neuhardenberg und Mysłibórz (Soldin) in jüngster Zeit dazu beigetragen, dieses grenznahe Gebiet verstärkt in das Bewußtsein von immer mehr Bürgern zu bringen. Ebenso will man bei unseren polnischen Nachbarn mit Projekten wie der Vortragsreihe ›Die Neumark – eine vergessene Provinz – die gemeinsamen Wurzeln‹ in der Bibliothek von Gorzów (Landsberg), der 750-Jahr-Feier in der gleichen Stadt, mit der ›Vereinigung für ein gemeinsames Europa‹ in Chojna (Königsberg) oder dem Verein ›Educatio pro Europa Viadrina‹ mit Sitz im Schloß Dąbroszyn (Tamsel), mit Ausstellungen und Stadtfesten auf Traditionen hinweisen und sie pflegen sowie die deutsch-polnische Zusammenarbeit fördern. Das in jüngster Zeit deutlich stärker gewordene Interesse der Polen an der Geschichte zeigt sich unter anderem in neu herausgegebenen historischen Plänen.
Veränderungen im Stadtbild und der Ausbau von Hotellerie und Gastronomie wurden in jüngster Zeit vor allem in Gorzów (Landsberg) und in Kostrzyn (Küstrin) realisiert. Aber auch in den kleineren Städten und in den ländlichen Gebieten bemüht man sich um die Verbesserung der Infrastruktur.
Diese 4. Auflage berücksichtigt alle Veränderungen, die sich seit der letzten Auflage in der Neumark ergeben haben. Erstmals sind auch Internet- und E-Mail-Adressen, soweit sie vorliegen, aufgenommen worden. Damit kann man sich zusätzlich die aktuellsten Informationen selbst einholen. Außerdem kamen ein Kapitel über die Bau- und Kunstdenkmäler und mehrere Essays neu hinzu, und das Kartensystem wurde neu gegliedert.
Die Anziehungskraft der Neumark liegt in ihren klaren Seen, weiten Wäldern und verträumten Ortschaften. Diese Attraktivität wird sich sicherlich weiterhin herumsprechen. In diesem Sinne wünsche ich der Neuausgabe interessierte Leser, die sich über die Neumark informieren oder auf eine Reise vorbereiten möchten, sich dann dort wohlfühlen und immer wieder gern wiederkommen.
Vorwort 9
Hinweise zur Benutzung 10
Zeichenlegende 11
Das Wichtigste in Kürze 12
Vorsprüche 14
Eine Entdeckungsreise 15
Landschaft und Natur 19
Geschichte 20
Bau- und Kunstdenkmäler 26
Geschichte 32
Ein Stadtrundgang 34
Die Umgebung 36
Geschichte 42
Ein Stadtrundgang 43
Die Umgebung 46
Geschichte 48
Ein Stadtrundgang 50
Die Umgebung 51
Geschichte 55
Ein Stadtrundgang 57
Die Umgebung 58
Geschichte 61
Ein Stadtrundgang 62
Die Umgebung 63
Geschichte 66
Ein Stadtrundgang 70
Die Umgebung 72
Geschichte 77
Ein Stadtrundgang 79
Die Umgebung 80
Geschichte 82
Ein Stadtrundgang 83
Die Umgebung 87
Mit dem Fahrrad rund um
den Soldiner See 87
Mit dem Fahrrad zum Klickstein 88
Geschichte 92
Ein Stadtrundgang 94
Die Umgebung 96
Geschichte 99
Ein Stadtrundgang 101
Die Umgebung 104
Geschichte 107
Ein Stadtrundgang 108
Die Umgebung 110
Recz (Reetz) 110
Geschichte 113
Ein Stadtrundgang 114
Die Umgebung 116
Geschichte 118
Ein Stadtrundgang 118
Die Umgebung 119
Geschichte 122
Ein Stadtrundgang 123
Die Umgebung 124
Geschichte 127
Ein Stadtrundgang 129
Die Umgebung 130
Geschichte 132
Ein Rundgang 133
Die Umgebung 134
Geschichte 136
Ein Stadtrundgang 137
Die Umgebung 140
Geschichte 145
Ein Stadtrundgang 146
Die Umgebung 147
Bootsfahrten auf der Drawa
(Drage), Warta (Warthe) und
auf anderen Gewässern 150
Eine Wildwasserfahrt auf der
Drawa ab Drawno 150
Bootsfahrt auf der Warta
(Warthe) 152
Bootsfahrten auf weiteren
Gewässern 153
Vorschläge für Radtouren 154
Kurzfahrten von 20 bis
40 Kiometern 154
Tagesfahrten von 50 bis
100 Kilometern 155
Wochenendfahrten von
120 bis 200 Kilometern 155
Urlaub auf dem Land 156
Literaturhinweise 176
Adressen 177
Der Autor 179
Kartenregister 180
Ortsregister 180
Personen- und Sachregister 183
Bildnachweis 184
Von Frankfurt bis Schwedt 18
Christliche Orden in der Neumark 23
Die Euroregion Pro Europa
Viadrina 39
Kindheitserde 53
Der Landschaftspark Cedyński 64
Die Marienkirche in Chojna 69
Das Tal der Liebe 74
Die Sage vom Klickstein 89
Das Trinkrecht der Stadt Lippehne 93
Der botanische Garten in
Przelewice (Prillwitz) 97
Das Schachgenie Emanuel Lasker 103
Der Nationalpark an der Drawa
(Drage) 115
Jörg Lüderitz wurde 1935 in Rostin, Kreis Soldin/Neumark, geboren und stammt aus einer Lehrerfamilie. Sein Großvater war der neumärkische Heimatforscher Paul Biens. Nach der Vertreibung aus der Heimat im Juli 1945 wurde Rüdersdorf bei Berlin der neue Wohnort. Von 1964 bis 2005 lebte er in Grünheide (Mark) und seither im polnischen Łagów (Lagow).
Von 1957 bis 1959 verbüßte Lüderitz wegen pazifistisch orientierter Kontakte nach Westberlin eine 28monatige Haftstrafe. Der gelernte Buchhändler blieb seinem Beruf bis zum Vorruhestand 1991 treu.
Bekannt wurde Jörg Lüderitz, von 1991 bis 2005 Vorsitzender des Literaturvereins ›Georg Kaiser‹ in Grünheide, durch zahlreiche Presse- und Buchveröffentlichungen. Im Mittelpunkt stehen die brandenburgischen Gebiete östlich von Oder und Neiße sowie Grünheide mit Umgebung. Thematische Schwerpunkte sind Landschaft und Geschichte, Kultur und Gegenwart. Über seine neumärkische Heimat hält er Dia-Vorträge, bietet er Lesungen und beteiligt sich an Buchverkäufen.
Dem Autor wurde 1999 für seine langjährigen Bemühungen um ›die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen polnischen und deutschen Bürgern‹ das Bundesverdienstkreuz verliehen.