Touren durch das Sternberger Land
1. Auflage 2000, 160 Seiten, 9.95 Euro, 30 Wanderkarten, ISBN 3-89794-002-7
Die Region zwischen Oder und Warthe stellt ein ideales Ausflugsziel dar. Die stille, schöne Landschaft mit ihren unzähligen Seen und dichten Wäldern sowie die gute touristische Infrastruktur lohnen vor allem für Wanderfreunde einen Besuch bei unseren polnischen Nachbarn.
Dieser Rad- und Wanderführer stellt 30 Tagestouren ausführlich vor. Zahlreiche Hinweise zu An- und Abreise, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie zu Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten helfen bei Vorbereitung und auch mehrtägigen Aufenthalten, detaillierte Karten und ausführliche Hintergrundinformationen machen dieses Buch zu einem unentbehrlichen Reiseführer.
»Ein vielseitiges, abwechslungsreiches Wanderbuch, sorgfältig zusammengestellter praktischer Teil. Besonders geachtet wurde offensichtlich wieder auf klar gestaltete Kartenskizzen mit den eingezeichneten Wanderstrecken.«
Mitteilungsblatt der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg
Eine Landschaft wie geschaffen für Fuß- und Radwanderungen
Es ist keineswegs zufällig, daß sowohl die internationale touristische Wanderroute E 11, die internationale touristische Radlerroute E 1 und der sogenannte Piastenweg für Radwanderer quer durch die Lebuser Landschaft führen, die vom 14. Jahrhundert bis 1945 größtenteils zum sogenannten Sternberger Land gehörte und Teil der Provinz Brandenburg war.
Von den Grenzübergängen in Frankfurt (Oder) und Küstrin-Kietz aus empfängt den naturverbundenen Touristen eine ideale Wanderlandschaft: sie ist von großen Wäldern und klaren Seen geprägt; verträumt gelegene Dörfer sind von Feldern und Wiesen umgeben; Flußtäler werden von Höhenzügen mit Aussichtspunkten umrahmt; romantische Kleinstädte, Herrenhäuser, Burgen, Kirchen und Klöster sorgen für kulturhistorische Eindrücke.
Das Wanderbuch führt kreuz und quer durch diese Region, deren Mittelpunkt um Lagów (Lagow) und Lubniewice (Königswalde) Ähnlichkeit mit Gebirgslandschaften aufweist. Was seit mehr als 100 Jahren an Schönheiten der Natur hochgelobt wird, finden wir zum großen Teil noch heute vor, auch Stille, Unberührtheit, dünne Besiedlung und fast vollständig fehlende Industrie.
Die 30 Touren wurden sämtlich 1999 aktuell erkundet. Zumeist wurden markierte Wanderwege durch Wald und Feld, ab und zu auch mit befestigtem Untergrund, ausgewählt. Nur in wenigen Fällen begeben wir uns entlang von Straßen. Auf die Passagen, die für Radwanderer etwas schwierig sind, wird jeweils hingewiesen. Dort bieten sich fast immer Ausweichrouten mit besseren Trassen.
Die meisten der Touren wurden so ausgewählt, daß sie vom grenznahen Gebiet einschließlich Berlin aus an einem Tag unternommen werden können. Die an den schönsten Gewässern gelegenen Urlaubseinrichtungen sind zumeist nicht groß und für einen idyllischen Zwischenaufenthalt geeignet.
Bei einigen weiter entfernten sowie von den Bahnstrecken abgelegenen Routen werden Übernachtungen empfohlen oder Zwei- beziehungsweise Mehrtagesaufenthalte vorgeschlagen. Besonders Glebokie (Glembuch), Krosno (Crossen), Lubniewice (Königswalde), Lubrza (Liebenau), Lagów (Lagow), Pszczew (Betsche) und Orte am See wie Nieslysz (Nischlitzsee) bieten sich dafür an.
Erfaßt ist ein Landstrich, der nördlich von der Warta (Warthe), östlich von der Obra (Obra) sowie südlich und westlich von der Oder eingegrenzt wird. Hier befanden sich bis 1945 die brandenburgischen Kreise Oststernberg und Weststernberg sowie Teile der Kreise Crossen (Krosno), Meseritz (Miedzyrzecz), Schwerin/Warthe (Skwierzyna) und Züllichau/Schwiebus (Sulechów/Swiebodzin).
In die Tourenbeschreibungen wurden lediglich die unmittelbar an den Wanderstrecken liegenden Orte aufgenommen und in kurzen historischen Anmerkungen beschrieben. Deshalb sei als Ergänzung der Reiseführer Das Sternberger Land (Trescher Verlag, Berlin 1998) empfohlen. Die Texte aus deutscher Zeit zeigen, daß das Sternberger Land bereits seit längerer Zeit eine besuchenswerte Kultur- und Touristenlandschaft ist.
Radwanderer haben gegenüber Fußwanderern manche Vorteile: sie sind weniger auf Verkehrsanschlüsse angewiesen, sie erfassen an einem Tag viel mehr, sie können weiter entlegenere Ziele ansteuern, und sie können mehr Gepäck aufladen.
Die Versorgung ist kein Problem, denn bis in die kleinsten Dörfer findet man Lebensmittelgeschäfte vor. Neben der Gastfreundschaft der Einheimischen kann man auch mit deren Hilfsbereitschaft rechnen. Sprachbarrieren werden oft schnell überbrückt, zumal man vielerorts auf deutschsprechende Polen trifft. Auf jeden Fall fühlt man sich, was die Landschaft, die Natur und die Menschen betrifft, hier rundum wohl.
Nach langjährigen eigenen Erfahrungen lade ich Sie deshalb herzlich zu einem Besuch über die Grenze nach Polen ein. Bis zu einem Wiedersehen im Sternberger Land, der heutigen Ziemia Lubuska, bin ich Ihr
Jörg Lüderitz
Vorspruch
Ein Wanderparadies östlich der Oder
Tour 1 Schloßbesuch auf Fontanes Spuren
Tour 2 Wo der Eisenhammer tönte
Tour 3 Erinnerungen an ein Schlachtfeld
Tour 4 In den Karpaten des Nordens
Tour 5 Naturschutzgebiet an pontischen Hängen
Tour 6 Um das Tal der Liebe herum
Tour 7 Weite Felder und bergige Forste
Tour 8 Nationalpark beiderseits der Oder
Tour 9 Zum deutsch-polnischen Riesenkrebs
Tour 10 Rund um ein sagenhaftes Gewässer
Tour 11 Entlang an romantischen Seen
Tour 12 Im Tal der Mysla
Tour 13 Zu den Steinen der Eiszeit
Tour 14 Zwischen Seen und Fließen
Tour 15 Zum Riesenstein und über den Teufelsdamm
Tour 16 Stimmungsvolle Dörfer und Fluren
Tour 17 Durch die Heide von Mosina
Tour 18 Zauberhafte Bruchlandschaft
Tour 19 Auf den Hängen der neumärkischen Platte
Tour 20 Ein Wald- und Badeparadies
Tour 21 Die Teufelskanzel im Hohlweg
Tour 22 Troja an der Warta
Tour 23 Idyllisches Flußtal in Buchenwäldern
Tour 24 Beschauliche Wege zum Jezioro Zabie
Tour 25 Auf den Hügeln nördlich des Notec-Bruchs
Tour 26 Durch den Forst der Teeröfen
Tour 27 Schöne Aussichten und liebliche Täler
Tour 28 Am Wildwasser im Nationalpark
Markierte Wanderwege im Überblick
Geführte Fuß- und Radwanderungen
Literaturhinweise
Adressen
Kleiner Sprachführer
Reisetips von A bis Z
Ortsregister
Jörg Lüderitz wurde 1935 in Rostin, Kreis Soldin/Neumark geboren und lebt heute in Grünheide (Mark) und Lagów (Lagow). Seit langem beschäftigt er sich vorrangig mit brandenburgischer Landschaft, Geschichte und Kultur. Von Beruf Buchhändler, wurde er als freier Mitarbeiter verschiedener Presseorgane und vor allem durch Publikationen zu heimatgeschichtlichen Themen bekannt. Er veranstaltet Dia-Vorträge und betätigt sich als Reiseleiter.
Im Jahr 1999 wurde ihm für seine "langjährigen Bemühungen um die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen polnischen und deutschen Bürgern" das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Für Hinweise und Anregungen zu diesem Buch sind Autor und Verlag jederzeit dankbar.