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Grünes Band

Auf dem Fernwanderweg entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Der Süden – Von Bad Elster nach Walkenried

 

 

Foto Grünes Band

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Grünes Band Südteil Cover

1. Auflage 2018, 280 Seiten, 150 Fotos und historische Abbildungen, komplett in Farbe, 37 Wanderkarten, 37 Höhenprofile, farbige Klappkarte
ISBN 978-3-89794-416-9 

14,95 Euro

Das Buch

Wandern am Grünen Band ist ein einmaliges Abenteuer. Wo einst Totenstille herrschte, sind heute Fauna und Flora emsig beschäftigt, die geschützte Natur für sich zu gewinnen. Die Reste der einstigen Grenzbefestigung mitten durch Deutschland begleiten einen auf der 752 Kilometer langen Wanderung in Gestalt noch vorhandener Anlagen, Erinnerungsorte und erlebter Schicksale. Von der tschechischen Grenze bis zum Harz durchläuft man mehrere Gebirge und lernt dabei die Gastfreundschaft der Bewohner sowie ihre kulturellen, religiösen und handwerklichen Traditionen kennen. Jeder Tag bietet zahlreiche Eindrücke und neue Erkenntnisse. Jeder Schritt mahnt an Freiheit, Menschenwürde und Gerechtigkeit. Dieser Wanderführer bietet alle Informationen, die man für einzelne Etappen oder eine komplette Wanderung an der Grenze braucht.

Vorwort

Eine Wanderung am Grünen Band gehört zu den Dingen im Leben, von denen man am Ende des Lebens stolz sagen möchte: Ja, das hab’ ich gemacht! 

Schließlich handelt es sich nicht um irgendein Band an irgendeiner Stelle Europas. Am Grünen Band wandern wir auf der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, die Deutschland zwischen 1945 bzw. 1952 und 1989 wie durch einen ›Eisernen Vorhang‹ teilte. Minen, Hundegebell und Scheinwerfer gehörten zum täglichen Leben, aber auch Abgeschiedenheit und Einsamkeit. Auf beiden Seiten der Grenze war hier das Ende der Welt. Die ostdeutsche Grenzzone war nur für Bewohner und Auserwählte mit Passierscheinen zugängig. Auf der westdeutschen Seite war man frei, aber Leben und Entwicklung in den Orten stagnierten. 

Auf einer Wanderung am Grünen Band lernen wir die Grenzbefestigung sowie Menschen, Firmen und Siedlungen mit ihren Geschichten und Schicksalen kennen Auch Dinge, die fehlen, haben ihre Spuren hinterlassen. Nichts verschwindet so ganz. Die Natur hat sich in und nach der eingeschlossenen Zeit entwickelt und so ist es weitsichtigen und mutigen Menschen zu verdanken, dass wir uns heute durch einen Biotopverbund bewegen können, der einzigartig in Deutschland ist.

Wandern am Grünen Band ist ein überwältigendes Erlebnis. 1396 Kilometer zieht sich die deutsch-deutsche Grenze von Bad Elster bis zur Ostsee. Wir wandern davon im südlichen Teil auf 752 Kilometern. Vom sächsischen Vogtland durch den Ascher Zipfel in Tschechien steigen wir über die Höhen der Mittelgebirge Thüringer Wald, Thüringisches und Fränkisches Schiefergebirge und Rhön ins Ulster- und Werratal hinab. Gen Norden durchqueren wir das Werrabergland, das Eichsfeld und das kleine Ohmgebirge und enden am südlichen Harzrand. Dazwischen liegen fruchtbare Ebenen wie das Heldburger Unterland, das Grabland, der Ringgau und das Leinetal. Nicht weit entfernt lohnt sich auch ein Besuch der Städte Plauen, Hof, Meiningen, Sonneberg, Neustadt, Coburg, Mühlhausen, Heilbad Heiligenstadt und Duderstadt. Jede hat etwas Besonderes zu bieten. Der nördliche Teil des Grünen Bandes, der hier nicht mehr beschrieben ist, führt über den höchsten Gipfel des Harzes zur Ostsee. 

Wo es seit Jahrhunderten Grenzen zwischen Grafschaften, Fürstentümern und Königreichen gab, streifen wir heute fünf Bundesländer. Immer wieder treffen wir auf Grenz- und Dreiherrensteine, die uns die gesamtdeutsche Geschichte in Erinnerung rufen. Die 37 Tagesetappen des Fernwanderweges können an einem Stück, in Abschnitten oder einzeln erwandert werden. Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie in diesem Buch. Wenn Sie viel unterwegs sind, empfehlen wir, es immer in der Nähe zu haben. Sollten Sie in der Gegend sein, laufen Sie einfach mal wieder eine Tour. 

Ich lade Sie dazu ein, ein grünes Band als Erkennungszeichen der Grüne-Band-Wanderer an Ihren Rucksack zu knüpfen. Es soll für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenwürde und Bewahrung der Natur flattern und täglich Mut verleihen, Schritte in diese Richtung zu gehen. 

›Guten Weg!‹ und vielen Dank für Ihre Hinweise und Anregungen zum Buch, die der Verlag gern entgegennimmt. 

 

Anne Haertel, Berlin und Magdeburg, Frühjahr 2018

Inhalt

Vorwort     9
Herausragende Sehenswürdigkeiten
am Wegesrand     10
Hinweise zur Benutzung     12

Von Land und Leuten     14

Der Weg und seine Geschichte     16
Der Ausbau der Zonengrenze     18
Die ›Aktion Ungeziefer‹     21

Völker und Regionen     23

Völker und Herrschaften     23
Das jüdische Unterfranken     25
Handwerk und Kultur     27
Wirtschaft und Tourismus      28
Natur am laufenden Band     29

Informationen 
zum Wandern     30

Anforderungen und Vorbereitung     32

Wegkategorien     33
Vorbereitung und Ausrüstung     33
Packliste     34
Reisezeit     35
An- und Abreise     35
Fahrradfahren am Grünen Band     35
Gehzeiten     36
Kosten     36
Übernachtung     36
Gepäcktransport     37
Essen, Trinken, Einkaufen     37
Wandern mit Kindern     37
Wegmarkierung     38
Telefonieren     38
Gefahren, Notfall     38
Wanderkarten     39

Wanderbeschreibungen     40

Tour 1: Von Bad Elster nach Hranice     42
Tour 2: Von Hranice nach Ullitz     46
Tour 3: Von Ullitz nach     Juchhöh     51
Tour 4:  Von Juchhöhnach Blankenstein     56
Tour 5: Von Blankenstein nach Nordhalben     62
Tour 6: Von Nordhalben nach Lehesten     68
Tour 7: Von Lehesten nach Probstzella     74
Tour 8: Von Probstzella nach Spechtsbrunn     80
Tour 9: Von Spechtsbrunn nach Neuhaus-Schierschnitz     86
Tour 10: Von Neuhaus-Schierschnitz nach Mupperg     92
Tour 11: Von Mupperg nach Meilschnitz     98
Tour 12: Von Meilschnitz nach Eisfeld     104
Tour 13: Von Eisfeld nach Streufdorf     111
Tour 14: Von Streufdorf nach Bad Colberg     117
Tour 15: Von Bad Colberg nach Lindenau     123
Tour 16: Von Lindenau nach Zimmerau     129
Tour 17: Von Zimmerau nach Irmelshausen     135
Tour 18: Von Irmelshausen nach Eußenhausen     143
Tour 19: Von Eußenhausen nach Weimarschmieden     149
Tour 20: Von Weimarschmieden nach Birx     155
Tour 21: Von Birx nach Tann     161
Tour 22: Von Tann nach Reinhards      167
Tour 23: Von Reinhards nach Geisa     173
Tour 24: Von Geisa nach Vacha     179
Tour 25: Von Vacha nach Dankmarshausen     187
Tour 26: Von Dankmarshausen nach Berka     192
Tour 27: Von Berka nach Herleshausen     198
Tour 28: Von Herleshausen nach Heldra     205
Tour 29: Von Heldra nach Döringsdorf     212
Tour 30: Von Döringsdorf  nach Asbach-Sickenberg     219
Tour 31: Von Asbach-Sickenberg
nach Bornhagen     226
Tour 32: Von Bornhagen nach 
Reiffenhausen     233
Tour 33: Von Reiffenhausen nach Weißenborn     239
Tour 34: Von Weißenborn zum Duderstadter Pferdeberg     245
Tour 35: Vom Duderstadter Pferdeberg nach Brochthausen     251
Tour 36: Von Brochthausen nach 
Bartolfelde     257
Tour 37: Von Bartolfelde nach 
Walkenried     262

Anhang

Vertraut den neuen Wegen     268
Verordnungen zum Grenzausbau     270
Literatur     274
Über die Autorin/Links     275
Register     276
Bild- und Kartennachweis     277
Karten- und Zeichenlegende     280

EXTRA

Roßbach oder Hranice?     44
Und plötzlich Klein-Berlin..     54
10359 Tage eingesperrt     60
Erziehung durch Mord     65
Klöppeln     66
Schieferpark Lehesten     72
Franz Ittings ›Haus des Volkes‹     78
Das Loch im ›Toten Winkel‹     84
Ein Dorf für eine Kirche     84
Die Führungsstellen an der Grenze     90
Liebau – das Dorf, das drei Mal
umkam     96
Wer war Isaak?     102
Zeugenberge     102
Froschgrundsee     108
Heinrich Schaumberger      108
Das Eisfelder Kuhschwanzfest      109
Der 5. Juni 1952 in Streufdorf     115
Kuren im Stasi-Bad     121
›Das verurteilte Dorf‹     121
Weltberühmtes Lindenau     128
Naturdenkmal Kopfweidenallee      128
Hausbrauerland     134
Minenverlegung und Minenberäumung     140
Wasserschloss Irmelshausen     140
Jüdisches Leben in Berkach     147
Der jüdische Friedhof in Weimarschmieden     153
Biosphärenreservat der Rhön     159
Klein-Sibirien am Eisenacher Haus     165
Der Berg der wertvollen Sal-Weiden     171
Die Grenzüberwachung der Westmächte      176
Geschichte der Enklave Geisa     177
Unterschiedliche Grenztürme     184
›Vietche im Töpche‹     185
Der Ein-Zwölftel-Streit     190
Vom Salz in der Suppe     196
›Bahnhof der Hoffnung‹ Herleshausen     202
Flusssperren      209
Die jüngere Geschichte des Heldrasteins     210
Das Eichsfelder Kreuz      216
Der lange Weg der Grenzöffnung an der Gobert     224
Die Burg Hanstein im ›Kalten Krieg‹     230
Whisky-Wodka-Abkommen     237
Mauerspechte – Zaunspechte     242
Die Bösekendorfer Flucht – ein Dorf zieht um     249
Der Schicksalsabend im Tanzental     255
Die Wiedervereinigung der Schierker Feuersteine     259
Kloster Walkenried     266

Autorin

Anne Haertel, Jahrgang 1972, aufgewachsen in Blankenburg/Harz, hat sich nach der Wende 1989 und dem Schulende 1991 schnell in die große weite Welt bewegt und die Sehnsucht der Ferne geschnuppert. Sie verbrachte längere Auslandsaufenthalte in Israel, Palästina und in Russland, arbeitete zeitweise in Ländern Osteuropas und Zentralasiens, wo deutsche Minderheiten Jugendarbeit anbieten, und nutzte die diversen Möglichkeiten zu ausgedehnten Reisen in alle Welt. In den letzten Jahren kamen vermehrt Fernwanderungen und mehrere Alpenüberquerungen hinzu. Erst spät kam sie auf die Idee, das Reisen mit dem Schreiben zu verbinden.

›Ein Wanderführer zum Grünen Band ist für mich ein Lebenstraum. Er verbindet mein Interesse am Wandern mit der Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Teilung.‹ Der Weg und das Buch vermitteln die tiefe Einsicht darüber, dass Grenzen und Mauern fallen, dass die Wahrheit am Ende immer ans Licht kommt und die menschliche Würde das höchste Gut eines Jeden ist. Bewegung, Natur, Geschichte und Kultur sind Grundbedürfnisse eines jeden Menschen. Sie verbinden sich alle auf dem Weg am Grünen Band.

Von Anne Haertel ist außerdem erschienen: ›Adlerweg‹ im Bergverlag Rother

Karte

Grünes Band Südteil Karte
Das Grüne Band

Literatur

Friedrich, Walter: Pfarrei Mupperg im Sonneberger Unterland. Salier Verlag, 3. Auflage 2013.

Grafe, Roman: Mehr Licht. Das Lebenswerk des Roten Itting. Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale) 2012.

Kieling, Andreas: Ein deutscher Wandersommer. NG Taschenbuch 2013.

Oeder, Otto: Grenzgänger am Eisernen Vorhang, Books on Demand, 4. Auflage 2014.

Wagner, Reinhard: Da war Schluss! Auf dem Grünen Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, Books on Demand 2016

Welsch, Wolfgang: Ich war Staatsfeind Nr. 1, Piper Verlag 2006.

Schultke, Dietmar: Keiner kommt durch: Die Geschichte der innerdeutschen Grenze 1945–1990, Aufbau-Verlag, atb 2008.

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