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Königsberg

Kaliningrader
Gebiet

Mit Bernsteinküste,
Kurischer Nehrung,
Samland und
Memelland

Foto Königsberg

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Wir sind Preisträger des Deutschen Verlagspreises 2020

Deutscher Verlagspreis 2020

Wir freuen uns sehr über den von der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, verliehenen Deutschen Verlagspreis 2020. Der Preis wird an kleine unabhängige Verlage mit einem besonderen verlegerischen Profil vergeben und bestärkt uns darin, gemeinsam mit unseren Autorinnen und Autoren auch in Zukunft kompetente Reise- und Kulturführer zu besonderen Reisezielen zu publizieren.

Kleine Fluchten

In diesem Jahr werden Reisen innerhalb Deutschlands an Bedeutung gewinnen, und es gibt viel zu entdecken. Trescher-Reiseführer zu deutschen Regionen sind die passende Lektüre für die kleinen Fluchten ins Grüne.
>>> zu unseren Regionaltiteln

ITB BuchAward für Trescher-Reiseführer ÄTHIOPIEN

ITB BuchAwards

Bei der diesjährigen Reisemesse ITB wurde der Trescher-Reiseführer ÄTHIOPIEN mit einem ITB-BuchAward ausgezeichnet. Die Messe fand bekanntermaßen nicht statt und wir hoffen auf eine baldige offizielle Presiverleihung mit Publikum.

17,99 Euro
Königsberg Cover

4., aktualisierte und erweiterte Auflage 2020, 504 Seiten, 330 Fotos und historische Abbildungen, 40 Stadtpläne und Übersichtskarten
ISBN 978-3-89794-774-0

Dieser Reiseführer ist derzeit nur als eBook erhältlich. Das gedruckte Buch erscheint Anfang September 2020.

» Vorbestellung

Das Buch

  • - Alle Regionen des Kaliningrader Gebiets auf 503 Seiten
  • - Fundierte Hintergrundinformationen
  • - Umfassende reisepraktische Tipps
  • - Extra-Kapitel zum litauischen Memelland und zur Strecke Berlin–Kaliningrad

Im Kaliningrader Gebiet treffen russische Gegenwart und deutsche Vergangenheit aufeinander. Neben der Stadt Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg, lohnen vor allem die umgebenden Landschaften einen Besuch: die Rominter Heide, das Große Moosbruch und die Memelniederung, die Kurische Nehrung und die traditionsreichen Seebäder wie Svetlogorsk (Rauschen), Zelenogradsk (Cranz) und Baltijsk (Pillau).

Der Reiseführer stellt alle Sehenswürdigkeiten kenntnisreich vor. Umfangreiche reisepraktische Hinweise und durchgängig kyrillisch-lateinisch beschriftete Karten helfen bei der Reisevorbereitung und der schnellen Orientierung vor Ort.


» So wie nämlich dieser Führer der beste über Kaliningrad/Königsberg auf dem Markt ist, hat auch das Verlagsprogramm für Russland-Interessierte eine Vielfalt, die im deutschsprachigen Raum ihresgleichen sucht. «

www.russland.ru

 

Außerdem im Trescher Verlag:
Königsberg-Kaliningrad Reise-Lesebuch 

Vorwort

Das kleine Gebiet zwischen Ostsee, Polen und Litauen ist in jeder Hinsicht ein ungewöhnliches Land: bezüglich seiner Geschichte und seiner gegenwärtigen Verfasstheit. Die ›Kaliningradskaja Oblast΄‹, wie der offizielle Name der Region lautet – auf Deutsch auch ›Kaliningrader Gebiet‹ oder nördliches Ostpreußen genannt –, war von 1945 bis 1991 ein streng bewachtes militärisches Sperrgebiet innerhalb der Sowjetunion und ist im Mitteleuropa des 21. Jahrhunderts zu einer staatspolitischen Merkwürdigkeit ersten Ranges geworden.

Die Kaliningradskaja Oblast΄ ist eine Exklave und eine ungewöhnliche dazu. Zum einen umfasst dieser Teil des alten Ostpreußen, der 1945 der Sowjetunion zugesprochen wurde, ein verhältnismäßig großes Terrain; mit rund 15 000 Quadratkilometern hat es in etwa die Ausmaße von Schleswig-Holstein. Zum anderen wurde vor 75 Jahren die Bevölkerung des Gebiets nahezu vollständig durch eine andere ersetzt. Schließlich wurde das Gebiet erst zur Exklave, als die angrenzende frühere Sowjetrepublik Litauen 1991 ihre Unabhängigkeit erhielt.

Die Entfernung zwischen Kaliningrad und Berlin beträgt nur etwa 600 Kilometer, für viele scheint das Gebiet aber auf einem anderen Stern zu liegen. Vor dem Zerfall der Sowjetunion drangen keinerlei Berichte aus diesem Gebiet nach Westen, und auch heute erfährt man kaum etwas über die Region.

Das historische Ostpreußen und die Kaliningradskaja Oblast΄ haben wenig gemein, wenn sich auch Spuren der Geschichte vor 1945 allenthalben finden. Wer heute diesem Land und seinen Bewohnern aufgeschlossen gegenübertritt, lernt aber eine Region kennen, die für viele unserer Vorfahren jahrhundertelang ebenso Heimat war, wie sie nun schon seit über sieben Jahrzehnten Heimat für unsere von uns gar nicht so weit entfernten russischen Nachbarn ist.

Der kleine Landstrich zwischen Memel und Frischem Haff besitzt Landschaften von erlesener Schönheit wie kaum ein anderes Gebiet des Ostseeraums. Mögen auch seine historischen Architekturdenkmäler weitgehend zerstört sein – die Wunderwelt der Nehrungsdünen, die stille Memelniederung und die sanfte Hügellandschaft zwischen Frischem Haff und Rominter Heide bieten genügend Anreize für eine ausführliche Beschäftigung mit diesem einzigartigen Landstrich.

Das Gebiet an Memel und Pregel kann gleichermaßen Neugier auf das Unbekannte wie auch auf Vertrautes, auf die eigene Geschichte wecken. Dieses Unbekannte und doch Vertraute macht nicht zuletzt den einzigartigen Zauber dieser europäischen Region aus. Sie hat gerade in jüngerer Zeit eine dynamische Entwicklung erfahren, die mit vielen Veränderungen verbunden war. In Kaliningrad und in den Rayonstädten erfolgten Neugestaltungen des Stadtbilds in großem Umfang, allenthalben entstanden neue Hotels und gastronomische Einrichtungen, wie überhaupt die touristische Attraktivität der noch zu Beginn der 2000er Jahre immer als grau und postsowjetisch trist verschrieenen Stadt Kaliningrad deutlich gesteigert wurde. Auch diese neu geborene Attraktivität und diesen Wandel den Besuchern der Region nahe zu bringen, ist Herzensanliegen des Autors.

Im Frühjahr 2020 – Gunnar Strunz

Inhalt

Vorwort     13
Das Konzept diese Reiseführers    14
Das Wichtigste in Kürze    16
Herausragende Sehenswürdigkeiten    18

LAND UND LEUTE   21

Das Kaliningrader Gebiet im Überblick    22
Entfernungstabelle    23
Geschichte des Landes zwischen Weichsel und Memel    25

Die Anfänge    25
Die Zeit des Deutschen Ordens    25
Die Verwaltung des Ordenslandes    30
Aufstieg und Ende des Ordensstaats    30
Das Herzogtum Preußen    35
Die Zeit des ›Großen Kurfürsten‹    37
Das Königreich Preußen    38
Die Zeit Friedrichs II.    39
Die napoleonischen Wirren    40
Hundert Jahre Frieden    43
Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit    45
Zweiter Weltkrieg    47
Die Nachkriegszeit    50
Von den 1960er Jahren zur Perestroika    52
Nach 1991    54
Die 750-Jahr-Feier Königsbergs    55

Das Kaliningrader Gebiet heute    59

Politik und Verwaltung    59
Das Verhältnis zum Westen    60
Wirtschaft    61
Geographie, Geologie, Klima    63
Flora und Fauna    64
Architektur    65
Essen und Trinken    66

VON  BERLIN  IN  DAS KALININGRADER GEBIET    69

Allgemeine Hinweise    70

Von Berlin über Küstrin nach Wałcz    73

Zwischen Berlin und Kostrzyn    73
Kostrzyn (Küstrin)    75
Zwischen Kostrzyn und Gorzów Wielkopolski     77
Gorzów Wielkopolski    79
Von Gorzów Wielkopolski nach Wałcz    79

Von Berlin über Szczecin nach Wałcz    82

Von Berlin nach Stargard    82
Stargard    82
Von Stargard nach Wałcz    82
Wałcz    83

Von Wałcz bis zur Weichsel     85

Von Wałcz bis Chojnice    85
Von Chojnice bis zur Weichsel     88

Von der Weichsel bis zur Grenze des Kaliningrader Gebiets    92

In der Weichselniederung    92
Malbork    92
Elbląg    93
Von Elbląg zu den Grenz­übergangspunkten    94

VON  KÖNIGSBERG NACH  KALININGRAD    99

Stadtgeschichte im Überblick    102
Stadtspaziergänge    108

Dominsel    108
Dom    110
Das Haus der Räte und das frühere Schloss    116
Um Schlossteich, Universität und den nördlichen Leninskij pr.    117
Am früheren Paradeplatz    118
Am pl. Pobedy    124
Vom pl. Pobedy zum Oberteich    126
Ins Villenviertel Maraunenhof    129
Vom Oberteich zum Sackheimer Tor    131
Rund um das Sackheimer Tor    137
Vom Sackheimer Tor zum Hafen    138
Vom Hafen auf die Hufen    143
Südlich des Pregels    151
Südlich des Südbahnhofs    156
Die Außenforts    160

Kalinigrad-Informationen    163

SAMLAND UND BERNSTEINKÜSTE    175

Nördliches und nordwestliches Samland    178

Zwischen Kaliningrad und Zelenogradsk    178
Zelenogradsk    181
Zwischen Zelenogradsk und Svetlogorsk    184
Svetlogorsk    185
Zwischen Svetlogorsk und Jantarnyi    190
Jantarnyi    195
Von Jantarnyi nach Kaliningrad    200

Von Kaliningrad nach Baltijsk    203

Von Kaliningrad bis zur Ordensburg Lochstedt    203
Baltijsk    206
Frische Nehrung und Frisches Haff    213

Östliches Samland    216

Gur’evsk    216
Zwischen Gur’evsk und Polessk    217
Polessk    222

DER NORDEN    225

Von Polessk nach Sovetsk    226

Entlang des Großen Friedrichsgrabens nach Matrosovo    226
Zwischen Saranskoe und Zales’e    230
Großes Moosbruch    232
Zwischen Zales’e und Sovetsk    236
Sovetsk (teilweise Grengebiet)    238
Neman (Grenzzone)    250

Nördliche Elchniederung    255

Gastellovo und Umgebung    255
Slavsk und Umgebung    256
Von Timirjazevo nach Westen    257
Die nördliche Niederung (Grenzgebiet)    259
Jasnoe (Grenzgebiet)    260
Im Elchwald    262

DURCH DIE PREGELNIEDERUNG    267

Vom Kaliningrader Zentrum nach Gvardejsk    269

Rodniki    269
Nizov’e und Ušakovo    271
Gvardejsk    272
Am Südrand des Pregeltals nach Gvardejsk    274

Zwischen Gvardejsk und Černjachovsk    279

Znamensk    279
Talpaki    282
Meždureč’e    283
Südlich von Meždureč’e    285
Zwischen Meždureč’e und Černjachovsk    286
Von Talpaki auf einer Nebenstrecke nach Černjachovsk    287
Černjachovsk    288
Das Instertal aufwärts    295
Majovka    295
Von Majovka nach Nordosten    296

DER OSTEN    299

Von Černjachovsk an die litauische Grenze    300

Zwischen Černjachovsk und Gusev    300
Gusev    303
Jasnaja Poljana    310
Nesterov    312
Östlich von Nesterov (Grenzgebiet)    315

Die Rominter Heide    317

Čistye Prudy    319
Ozerki und Umgebung    320
Krasnoles’e    322
Die inneren Bereiche (teilweise Grenzgebiet)     323
Von Norden in die Rominter Heide     325
Von Nevskoe zum Wyštiter See    328
Wyštiter See (Grenzgebiet)    329

Der Nordosten    331

Zwischen Nesterov und Dobrovol’sk    331
Dobrovol’sk    331
Östlich von Dobrovol’sk    334
An den östlichsten Punkt des Kaliningrader Gebiets    335
Um das Adlerswalder Moor    338
Rund um Krasnoznamensk     338
Pobedino (Grenzgebiet)    339
Nemanskoe und Umgebung    340

DER SÜDEN    343

Von den Grenzübergängen Mamonovo I und II nach Kaliningrad    344

Mamonovo    344
Vesëloe    347
Pjatidorožnoe und Laduškin    348
Kornevo    349
Ušakovo    349
Zwischen dem Übergang Mamonovo II und Kaliningrad    350

Vom Grenzübergang Bagrationovsk nach Kaliningrad    352

Bagrationovsk    352
Gvardejskoe und Umgebung    355
Westlich der Straße Bagrationovsk–Kaliningrad    356
An Kaliningrads südlichem Stadtrand    358

Von Kaliningrad nach Südosten    359

Zwischen Kaliningrad und Tišino    359
Domnovo    360
Pravdinsk    361
Die nördliche Umgebung von Pravdinsk    364
Kurortnoe    365
Družba    366
Zwischen Pravdinsk und Železnodorožnyj    368
Železnodorožnyj    370
Zwischen Železnodorožnyj und Krylovo    372
Krylovo (Grenzgebiet)    373
Nördlich von Železnodorožnyj und Krylovo    374

Der Südosten    379

Die westliche Umgebungvon Ozjorsk (Grenzgebiet)    379
Ozërsk    381
Im Grenzgebiet südöstlich von Ozërsk    382

KURISCHE NEHRUNG    385

Erdgeschichtliche Bildung    386
Der Kampf gegen die Versandung    390

Russischer Teil    392

Von der Kontrollstelle bis nach Lesnoj     393
Zwischen Lesnoj und Müllers Höhe    394
Müllers Höhe    395
Rybačij    396
Der Tanzende Wald    399
Morskoe und Umgebung    400
Russisch-litauisches Grenzgebiet    402

Litauischer Teil    405

Hohe Düne    406
Nida    407
Zwischen Nida und Juodkrantė    414
Juodkrantė    415
Von Juodkrantė zum nördlichen Nehrungsende    418

MEMELLAND    421

Die besondere politische Entwicklung nach 1919    422
Klaipėda    425
Nördlich von Klaipėda    436
Zwischen Klaipėda und Šilutė    438
Von Ventė über Minija nach Šilutė    443
Šilutė    443
Rusnė und das Memeldelta    450
Von Šilutė ans östliche Ende des Memellands    453
Um das Kaliningrader Gebiet herum wieder nach Westen    458

SPRACHFÜHRER    461

REISETIPPS VON A BIS Z    471   

Literaturhinweise    483
Das Kaliningrader Gebiet im Internet    485
Der Autor / Danksagung    486
Register    487
Bildnachweis / Zeichenlegende    500
Kartenregister    504

EXTRAS

Die Pruzzen    24
Der Deutsche Orden    29
Rezepte    67
Kant und andere große Königsberger Geister    104
Das Königsberger Schloss    114
Die Königsberger Universität    120
Der Bernstein    193
Das Verbrechen von Palmnicken    199
Der Lauf der Memel    240
Tilsit und sein Käse    243
Lovis Corinth    277
Gerdauen – eine architektonische Musterstadt    369
Von Nida mit dem Rad nach Klaipėda    410
Hermann Sudermann    448

Autor

Gunnar Strunz, Jahrgang 1961, ist promovierter Geologe und seit vielen Jahren journalistisch tätig, arbeitet in der Erwachsenenfortbildung und leitet Studienreisen insbesondere nach Polen, Russland, ins Baltikum und in die alten Habsburgerlande.

Im Trescher Verlag erschienen von ihm die Reiseführer ›Königsberg-Kaliningrader Gebiet‹, ›Bratislava‹, ›Burgenland‹, ›Kärnten‹, ›Niederösterreich‹, ›Steiermark‹, ›Südtirol‹, ›Tirol‹, ›Vorarlberg‹ und ›Oberösterreich‹. Zusammen mit seiner Frau Alla gab er, ebenfalls im Trescher Verlag, das Reise-Lesebuch ›Königsberg-Kaliningrad‹ heraus. Als Gemeinschaftsprojekt mit dem renommierten Fotografen Wolfgang Korall entstanden für das Verlagshaus Würzburg eine ›Reise durch Ostpreußen‹ und Bücher über Danzig und den Bayerischen Wald sowie über die Burgen des Deutschen Ordens. Für den Bergverlag Rother verfasste er Wanderführer zu Masuren, den Böhmerwald und die Uckermark.

Gunnar Strunz lebt abwechselnd in Berlin, Feilitzsch (Oberfranken) sowie am Kurischen Haff.

Karten

Kaliningrad
Kaliningrad
Kaliningrader Gebiet (Übersicht)
Kaliningrader Gebiet (Übersicht)

Links

www.koenigsberger-express.com
Online-Ausgabe einer seit Jahren existierenden deutschsprachigen Zeitung, die über alles, was im Gebiet vor sich geht, informiert.

www.gov39.ru
Offizielle Seite der Gebietsverwaltung.

www.klgd.ru
Offizielle Seite der Stadtverwaltung, auf Russisch und Englisch.

www.klgzhd.ru
Eisenbahnfahrpläne für das Kaliningrader Gebiet.

www.39.ru
Allgemeine Informationen über Gebiet und Stadt für Geschäftsleute und Normaltouristen.

www.vibirai.ru
Russischsprachige Seite mit umfassenden Informationen aus 29 wichtigen russischen Städten; u.a. zu Hotels, Kino, Musik, Sport, Gastronomie.

www.koenig.ru
Verschiedene Informationen über die Stadt, nur auf Russisch.

www.ambercity.ru
Ebenfalls Informationen über die Stadt, ebenfalls nur auf Russisch.

www.portal-ostpreussen.de
Eine Seite insbesondere für Ahnenforscher bzw. für Leute auf der Suche nach ihren Vorfahren, nach ehemaligen Ortsnamen u.dgl.

www.ostpreussen.net
Ostpreußen in Geschichte und Gegenwart.

www.kaliningrad.de
Touristische Informationen über das Gebiet, Seite gehört einem deutschen Reiseanbieter

kaliningrad-domizil.ru
Von einem in Kaliningrad ansässigen deutschen Geschäftsmann initiierte und Seite von und für alle Deutschsprachigen in der Stadt wie außerhalb (Informationsagentur). Interessante, aktuelle Informationen zu Wirtschaftsfragen, Politik, Gesellschaft, Grenzzonen etc. Zugegeben oft etwas polemisch und provokant.

ebenrode.info
Interessante Seite, bei der alte deutsche topographische Karten mit aktuellen Luftbildern überlegt werden können, und man erkennt, was noch an Dörfern, Gebäuden etc. existiert, wie sich die Vegetation geändert hat etc.

Literatur

Belletristik

Johannes Bobrowski, Litauische Claviere, verschiedene Ausgaben. Bobrowski erzählt vom Versuch eines Lehrers und eines Geigers, im Jahr 1936 eine Oper über den litauischen Nationaldichter Donalaitis zu schreiben. Der Roman spielt in und um Tilsit.

Hansgeorg Buchholtz, Dorf unter der Düne, Gräfe & Unzer, Königsberg 1938. Naturalistischer Roman über Leben, Liebe und Leidenschaften in einem Nehrungsdorf.

Marianne Peyinghaus, Stille Jahre in Gertlauken, Siedler Verlag, Berlin 1985. Autobiographische Skizzen der Autorin, die als  junge Lehrerin aus Köln 1941 in ein Dorf in Ostpreußen versetzt wurde. In Briefen berichtet sie ihren Eltern aus der für sie so fremden Ecke Deutschlands und von der Flucht aus dem für sie paradiesischen Land.

Jakob Schaffner: Rote Burgen und blaue Seen, Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1937. Poetisch verklärte Darstellung einer Ostpreußenreise, dennoch/gerade deshalb auch heute noch ein Lesegenuss.

Königsberg-Kaliningrad. Ein Reise-Lesebuch, hg.v. Alla und Gunnar Strunz, Trescher Verlag, Berlin 2009. Von den Anfängen der Stadt bis in die unmittelbare Gegenwart: Romanauszüge und Kurzgeschichten, Reiseberichte, Biographisches und Autobiographisches, Lyrik u.v.m. Einzige Anthologie dieser Art.

Hermann Sudermann: Litauische Geschichten, Cottasche Verlagsanstalt, Stuttgart 1922, mehrmals neu aufgelegt, verschiedene Ausgaben erhältlich. In die Weltliteratur eingegangene mitreißende Schilderungen des Lebens der einfachen Menschen an der Memelniederung.

Ulrich Trebbin, Letzte Fahrt nach Königsberg. btb, Berlin 2020. Ein Psychologe nähert sich der Welt seiner ostpreußischen Vorfahren und lässt in erlesener Sprache deren Dasein, Dichten und Trachten teils fiktiv, teils nach Tatsachen nach lebendig werden. Eines der schönsten Ostpreußenbücher der Gegenwart.

Michael Wieck, Zeugnis vom Untergang Königsbergs, Ch. Beck, 2. Aufl. München 2009. Ergreifender autobiographischer Bericht, wie es dem Autor (übrigens ein entfernter Verwandter von Clara Wieck-Schumann) in Königsberg gelang, als Jude dem Holocaust zu entkommen und nach 1945 die russischen Lager zu überleben.

Sachbücher

Klaus Bednarz, Fernes nahes Land. Begegnungen mit Ostpreußen, Hoffmann und Campe, Hamburg 1995. Begegnungen und Gespräche sowohl mit heutigen als auch mit früheren Bewohnern Ostpreußens.

Fritz Gause, Die Geschichte der Stadt Königsberg in Preußen, Drei Bände, Böhlau, Leipzig 1996. Einzigartiges Standardwerk zur Stadtgeschichte Königsbergs.

Heinrich Gerlach, Nur der Name blieb. Glanz und Untergang des alten Ostpreußen, Econ, München 1982. Eine mitreißende Darstellung der Geschichte der Pruzzen.

Georg Hermanowski, Ostpreußen. Wegweiser durch ein unvergessenes Land, Flechsig, Augsburg 1995. Umfassendes Kompendium zu Land, Leuten und speziell den Ortschaften in lexikalischer Form, jedoch ausschließlich über die Zeit vor 1945.

Bert Hoppe, Auf den Trümmern von Königsberg, Oldenbourg Verlag, München 2000. Hochinteressante Darstellung der Architektur- und Identitätspolitik der Sowjets in Kaliningrad.

Andreas Kossert, Ostpreußen. Geschichte und Mythos, Pantheon Verlag, München 2005. Kossert betont den polykulturellen Charakter Ostpreußens und seine jahrhundertelange Prägung durch die Deutschen als auch die Litauer, Polen und Russen.

Baldur Köster, Königsberg. Architektur aus deutscher Zeit, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2000. Eine nicht nur für Architekturinteressierte fesselnde komplette Bestandsaufnahme aller noch vorhandenen Gebäude im Stadtgebiet Kaliningrads aus der Zeit vor 1945.

Hans Kramer, Elchwald. Land–Leute–Jagd, Jagd- und Kulturverlag, Sulzberg 1985. Kramer war der letzte Elchjägermeister Deutschlands. Ein Erinnerungsbuch von hohem kulturhistorischen Wert.

Ulla Lachauer, Die Brücke von Tilsit. Begegnungen mit Preußens Osten und Russlands Westen, Rowohlt, Reinbek 1995. Dokumentarischer, immer noch aktueller Reisebericht.

Jürgen Manthey, Königsberg. Geschichte einer Weltbürgerrepublik, Hanser Verlag, München 2005. Gut lesbare Darstellung des geistigen Lebens in Königsberg durch die Jahrhunderte, in einigen Details jedoch nicht zutreffend.

Eckhard Matthes (Hg.), Als Russe in Ostpreußen. Sowjetische Umsiedler über ihren Neubeginn in Königsberg/Kaliningrad nach 1945, Edition tertium, Ostfildern 1999.

Uwe Neumärker und Volker Knopf, Görings Revier. Jagd und Politik in der Rominter Heide, Ch. Links Verlag, Berlin 2007. Standardwerk über die Rominter Heide.

Alexander Normann, Nördliches Ostpreußen, C.H. Beck, München 2002. Historische Entdeckungsreise durch den russischen Teil Ostpreußens mit vielen historischen und aktuellen Fotos.

Christian Papendick, Der Norden Ostpreußens, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2009. Großformatiger, fast alle Orte des Gebiets darstellender Bildband, voll Melancholie und Trauer, mit sehr informativen Texten.

Hermann Pölking, Ostpreußen. Biographie einer Provinz, be.bra Verlag, Berlin 2012. In Augenzeugenberichten und Erinnerungen, kombiniert mit historischen Fakten und vielem bisher unbekanntem Bildmaterial, wird die Geschichte des Lands für Laien und Kenner gleichermaßen attraktiv dargestellt.

Hermann Pölking, Das Memelland. Wo Deutschland einst zu Ende war, be.bra Verlag, Berlin 2013. Auch dieses Buch verbindet Erinnerungen und Augenzeugenberichte in chronologischer Form mit historischen Fakten. Sicherlich der beste Band zum Thema.

Uwe Rada, Die Memel. Kulturgeschichte eines europäischen Stromes, Siedler Verlag, München 2010.

Dieter Zimmerling, Der Deutsche Ritterorden, Econ, München 1999. Populäre Darstellung der Geschichte des Ordenslands Preußen.

Karten

Die russischen Karten, soweit vorrätig, können an Kiosken und den großen Buchhandlungen in Kaliningrad erworben werden, außerhalb der Stadt und in den kleinen Rayonstädten erhält man sie kaum. Sollten sie ausverkauft sein, können sie nicht individuell bestellt werden; man muss warten, bis das Geschäft sie wieder führt.

Der Berliner Kartenverlag Blochplan (www.blochplan.de) gibt hervorragende Karten des gesamten Kaliningrader Gebiets heraus: Königsberg 1931–Kaliningrad heute, Maßstab 1: 10 000, mit Straßenüberlagerung einst und jetzt sowie russ.-dt. und dt.-russ. Straßenverzeichnis. Für deutsche Touristen sicher der empfehlenswerteste Stadtplan.

Auch die weiteren Karten dieses Verlags zu Nord-Ostpreußen (Südosten, Samland, Mitte, Norden, Frisches Haff) im Maßstab 1: 100 000 und die Stadtpläne von Gumbinnen, Insterburg, Rauschen, Cranz und Tilsit sind wegen ihrer Zweisprachigkeit (Ortsnamen vor 1945 und vor 1938, russische heutige Namen) sowie Detailtreue in jeder Hinsicht das beste, was derzeit erhältlich ist. Für eine Reise ins Gebiet sind sie unverzichtbar!

Fritz R. Barran, Städte-Atlas Ostpreußen, 3. Auflage, Leer 1994. Alle Städte ganz Ostpreußens entweder mit faksimilierten oder nachgezeichneten Plänen in ihrem Straßenbild wie auch den öffentlichen Einrichtungen von vor 1945 dargestellt; sehr gut zur Orientierung besonders in den kleineren bzw. 1945 stark zerstörten Städten geeignet. Leider vergriffen, antiquarisch (www.zvab.com) aber gut zu bekommen.

Fritz R. Barran, Atlas nördliches Ostpreußen, Leer 1995. 27 deutsche topographische Karten 1:200 000 aus der Vorkriegszeit mit russischen Ortsnamen. Leider auch nur noch antiquarisch erhältlich, doch unverzichtbar, wenn man auf den Spuren seiner Vorfahren wandeln will.

Nördliches Ostpreußen 1: 200 000, Höfer Verlag. Übersichtskarte mit allen Orts- und Flussnamen in zweisprachiger Darstellung, jedoch ohne die Ortsnamen vor der Umbenennung 1938.

Kaliningradskaja Oblast’ Atlas Avtodorog (Autostraßen-Atlas) 1:200 000, hg.v. staatlichen russischen Dienst für Geodäsie und Kartographie Kaliningrad, FGUP, ISBN 978-5-85120-142-8. Mit Stadtplänen einiger Rajonstädte und Badeorte. Sehr zu empfehlen, doch nur selten erhältlich.

Regional’nyj Atlas Kaliningradskoj Oblasti 1:100 000, 1. Auflage 2004, ISBN 978-5-89644-047-0. Genauestes Kartenwerk des Gebietes, leider auch nur selten zu bekommen.

Kaliningradskaja Oblast’. Aktuelle und sehr genaue Karte des Gebiets, mit Verwaltungsgrenzen und weiteren administrativen Fakten, erkennbar am gelben Deckblatt. 2013 erweiterte Neuausgabe der Topografičeskaja karta von 1998. Enthält eine große Sonderkarte der nördlichen Kaliningrader Umgebung im Maßstab 1:50 000. Am gelben Titelblatt deutlich erkennbar. Herausgegeben von der FGUP Balt AGP 2008, ISBN 978- 5-9903934-5

Kaliningrad, Obščegeografičeskaja karta 1:20 000, hg.v. staatlichen russischen Dienst für Geodäsie und Kartographie, Kaliningrad, FGUP Balt AGP 2008, Innenstadtkarte 1:7000, mit Hausnummern, fast gleiches Aussehen wie die obige Gebietskarte, gelb. Derzeit bester Stadtplan. Separat ist 2012 auch ein Stadtplan der Innenstadt 1:7000 erschienen (ISBN 978-5-9900167-4-3).

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