Wir freuen uns sehr über den von der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, verliehenen Deutschen Verlagspreis 2020. Der Preis wird an kleine unabhängige Verlage mit einem besonderen verlegerischen Profil vergeben und bestärkt uns darin, gemeinsam mit unseren Autorinnen und Autoren auch in Zukunft kompetente Reise- und Kulturführer zu besonderen Reisezielen zu publizieren.
Einige Trescher-Reiseführer zu Deutschland und Österreich passen sehr gut zu Landschaften, die zu winterlichen Ausflügen einladen.
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Bei der diesjährigen Reisemesse ITB wurde der Trescher-Reiseführer ÄTHIOPIEN mit einem ITB-BuchAward ausgezeichnet. Die Messe fand bekanntermaßen nicht statt und wir hoffen auf eine baldige offizielle Presiverleihung mit Publikum.
8,99 Euro |
Die gedruckte Fassung dieses Reiseführers ist vergriffen, der Titel ist aber als eBook lieferbar.
Der Kurort Sotschi an der Ostküste des Schwarzen Meeres überrascht mit subtropischer Vegetation, Stränden und traditionellen Kurorten. In den Bergen lockt die atemberaubend schöne Natur des Westkaukasus mit gletscherbedeckten Gipfeln, Wäldern, wilden Canyons, Höhlen und Wasserfällen zu Ausflügen und längeren Touren. Ob Badeurlaub, Wanderungen im Biosphärenreservat oder Skifahren in Krasnaja Poljana: Eine Reise nach Sotschi lohnt zu jeder Jahreszeit.
Dieser Reiseführer bietet neben ausführlichen Hintergrundinformationen zahlreiche reisepraktische Tipps zu Hotels, Gastronomie, Infrastruktur und Aktivitäten. In Sotschi-Stadt und in Krasnaja Poljana fanden vom 7. bis zum 23. Februar 2014 die XXII. Olympischen Winterspiele statt (www.sochi2014.com).
» Subtropische Vegetation und Sandstrände hier, wilder Kaukasus dort. Der Reiseführer aus dem Trescher Verlag bringt uns über die Fernsehbilder der Winterolympiade hinaus die abgelegene russische Region näher – mit schönen Fotos und informativen Texten. «
Badische Zeitung
Der Kurort Sotschi an der Ostküste des Schwarzen Meeres, zu Füßen mehr als 3000 Meter aufsteigender Gipfel des Westkaukasus, gehört zum kollektiven Gedächtnis als Inkarnation des sowjetischen Paradieses: Palmen, lianenumschlungene Immergrüne in kolchischen Wäldern, Hibiskusblüten und Zitronenbäume, Hünengräber, Wasserfälle in wilden Canyons, Thermalquellen und gletscherbedeckte Berge in einem Naturreservat von wilder Schönheit, Sanatorien und Erholungsheime an langen Stränden – all das ist Sotschi. Mehr noch als der Name des mit 156 Kilometer längsten Kurortes der Welt ist Sotschi Symbol – für die Heilkräfte der Natur, russische imperiale Ambitionen, kaukasische Gastfreundschaft und ›neuen‹ russischen Kommerz. Man kann Sotschi zugleich lieben als auch hassen. Epitheta wie ›Russische Riviera‹ für die Küste und ›Chamonix des Kaukasus‹ für die Bergregion sind irreführend. Gleich Russland ist Sotschi voller Kontraste, die in Gefühlszustände zwischen ›kaum erträglich‹ und ›berauschend‹ versetzen.
Ich kenne den Ort seit 1975, als ich, ein Bub noch, die ersten Palmen und gletscherbedeckten Gipfel meines Lebens sah. Meine Liebesbeziehung ist seitdem ungebrochen. Im Sommer 2013 beeindruckte mich das Ausmaß der Veränderungen, die mit dem Bauboom im Vorfeld der Olympischen Winterspiele einhergingen, mit welchen Anstrengungen die marode Infrastruktur modernisiert und ausgebaut wurde, Anlagen für den Wintersport und zehntausende Betten in modernen Hotels entstanden. Im Februar 2014 werden Milliarden Fernsehzuschauer die ersten olympischen Winterspiele in einer subtropischen Region verfolgen. Exakt 150 Jahre nach der Eroberung durch die russischen Armeen beginnt für Sotschi eine neue Ära, so hoffen die Einheimischen, deren Geduld und Optimismus durch sechs Jahre Baustellen-Dauerstress auf eine harte Probe gestellt worden waren. Da noch niemand weiß, wie die Züge auf den neuen und rekonstruierten Strecken verkehren werden, ob sich die Anlagen und Hotels bewähren und ob die permanenten Staus Vergangenheit sind, werden Autor und Redaktion auf der Website des Trescher Verlages zeitnah aktualisierte Informationen zur Verfügung stellen.
Dieser Reiseführer bietet neben landeskundlichen Einblicken Auskünfte über die faszinierendsten Ausflugsziele und Naturerlebnisse sowie praktische Informationen zur Reiseplanung. Ob Wanderungen im Westkaukasus, Skiurlaub im Winter, Badefreuden bis in den Oktober, beschauliche Ferien in der Zwischensaison – Sotschi offeriert das ganze Jahr über seine Reize. Möge jeder Reisende offen für jede Art von Eindrücken das Abenteuer suchen, auf Unbekanntes stoßen, und selbst Ungewohntes, Fremdes als Bereicherung empfinden. Ein russisches Sprichwort lautet: Gehst Du in ein fremdes Kloster, halte Dich an dessen Regeln. Und ein anderes: Wer nichts riskiert, der trinkt auch keinen Champagner.
Andreas Sternfeldt, im Juni 2013
Vorwort 9
Hinweise zur Benutzung 10
Häufig verwendete Abkürzungen 10
Das Wichtigste in Kürze 11
Sehenswertes 13
Sotschi: Zahlen und Fakten 16
Russisches Reich 21
Wirtschaft des Kuban’ 24
Völkergemisch zwischen Kuban' und Schwarzem Meer 25
Die Adygeer 26
Krieg und Vertreibung 30
Flora und Fauna 33
Das kaukasische Biosphärenreservat 36
Der Nationalpark Sotschi 42
Die kaukasische Küche 45
Die russische und ukrainische Küche 47
Getränke 47
Geschichte Sotschis 54
Die Olympischen Winterspiele 2014 58
Klima 65
Die Schwefelbäder von Macesta 68
Bäderkuren in Macesta 70
Die Mineralwasser von Sotschi 71
Rivierapark 73
Der Fluss Sotschi 75
Am Hafen 76
Zwischen Hafen und Bahnhof 77
Vom Hafen Richtung Süden 80
Die ul. Ordžonikidze entlang 82
Kurortprospekt 85
Dendrarium 88
Baum der Freundschaft 91
Meile der Sanatorien 94
Allgemeines 96
Unterwegs in Sotschi 96
Unterkunft 97
Gastronomie 99
Kultur und Unterhaltung 101
Museum des Nationalparks von Sotschi 104
Grünes Wäldchen 105
Schlucht der Agura und Berg Achun 107
Museum zur Geschichte Sotschis als Kurort 117
Eiben- und Buchsbaumhain 118
Voroncovhöhlen und Weiße Felsen 120
Korkeichenplantage 121
Kudepsta 122
Ein Stadtrundgang 124
Forellenzucht und Amšensker Hof 130
Achštyrskajahöhle und Dreifaltigkeits-Georgiev-Frauenkloster 137
Durch das Felsental der Mzymta 138
Geschichte 140
Sehenswertes in Krasnaja Poljana 142
Ėsto Sadok 146
Wintersport 151
Die nähere Umgebung von Krasnaja Poljana 161
Mehrtägige Touren durch das Biosphärenreservat 161
Der Bezirk von Lazarevskoe 172
Solochaul 174
Tret’ja Rota 176
Uč-Dere 177
Die Umgebung von Loo 181
Vardane 182
Golovinka 184
33 Wasserfälle 185
Volkonskij-Dolmen 186
Soloniki 188
Ein Stadtrundgang 190
Tchagapš 197
Die Umgebung von Tchagapš 200
Mamedovschlucht 200
Teehaus von Anatolij Pogadaev 202
Aše 203
Tal der Aše 204
Makopse und Magri 206
Unterkunft 208
Reiseagenturen 208
Bergwanderungen 210
Exkursionen und Aktivitäten 211
Sotschi im Internet 233
Literaturempfehlungen 233
Über den Autor 234
Danksagung 234
Register 235
Bildnachweis 239
Kartenlegende und -register 406
Rätselhafte Dolmen 19
Die Kosaken 22
Adygeische Rezepte 46
Kleine Weinprobe 49
Wie der Stahl gehärtet wurde 87
Das Panorama des Westkaukasus 113
Honig aus Krasnaja Poljana 145
Wie der Tee nach Sotschi kam 175
Natalija Cygikalo 179
Der Felsen der Alten 207
Andreas Sternfeldt studierte Ende der 1980er Jahre in Moskau, lebt heute in Petersburg und Berlin als Filmemacher und Publizist zu den Themen Russland, Kunst, Gender, Jugend.
Andreas Sternfeldt ist Autor der Trescher-Reiseführer ›Georgien‹, ›Sotschi‹, ›Flusskreuzfahrten Russland‹ und ›Russische Schwarzmeerküste‹.
www.russland.ru, www.aktuell.ru, de.rbth.com
Deutschsprachige Internetzeitungen.
www.mdz-moskau.eu
Die ›Moskauer Deutsche Zeitung‹ im Netz.
www.nachrussland.de, www.russlandjournal.de, www.russland-informationen.de, www.russlandinfo.de, www.auswaertiges-amt.de
Viele grundlegende Informationen zu Russland.
www.sochi-hotels.info, www.mini-hotels.biz/sochi, www.sochik.ru/rest/pension
Hotels und Pensionen in Sotschi-Stadt.
www.101hotels.ru, www.adler.su, www.dikar-sochi.ru/adler, www.mini-hotels.biz/adler
Unterkünfte in Adler.
www.otdih.nakubani.ru/hosta/hotels, www.dikar-sochi.ru/hosta
Unterkünfte in Chosta.
www.sochi-spa.ru
Sanatorien in Sotschi.
www.kraspol.ru
Offizielle Webseite von Krasnaja Poljana, Unterkünfte und viele weitere Informationen zum Ort.
sochimagazine.com
Englischsprachige Sotschi-Seite mit einigen nützlichen Informationen.
www.booking.com, www.tripadvisor.de, www.trivago.de, www.sochi.de, www.hrs.de
Internationale Suchmaschinen und Buchungsportale.
www.sochi2014.com/en
Website des Organisationskomitees der Olympischen Spiele 2014.
riderhelp.ru
Seite von Skienthusiasten aus Krasnaja Poljana.
sc-os.ru
Offizieller Webauftritt des staatlichen Bauherren der Olympiaobjekte, Olympstroy.
www.infocenter2014.com
Website einer von der russischen Regierung aus der Taufe gehobenen Nichtregierungsorganisation, die über aktuelle Aktivitäten rund um die Olympischen Winterspiele 2014 informiert.
www.rzd.ru, www.poezda.net
Websites der Russischen Eisenbahnen.
www.lazarevka.ru/marshrutki.shtml
Busse in Lazarevskoe.
Ergänzungen und Anregungen bitte an update(at)trescher-verlag.de
Park der Südlichen Kulturen Adler
Infolge der Olympiabauarbeiten schrumpfte der Park um ein Drittel. Zwischen dem Park und der Küste entstanden neue Häuser, Villen, Hotels und der bereits zweimal ins Meer gespülte Hafen.
Kommt am zu Fuß über die im Text erwähnte Fußgängerbrücke, geht dann geradeaus weiter bis zur ul. Zvetočnaja (ca. 200 m), und man wendet sich von dort aus nach links. Die Mauer an der rechten Straßenseite begrenzt den Park Südlicher Kulturen. Nach ca. 300 Metern biegt nach rechts die u. Tul’panov ab, entlang derer man nach knapp 10 Minuten den Haupteingang des Parks erreicht.
Aus dem Zentrum (Markt) von Adler fährt man mit einer der Maršrutka oder Busse (z.B. 100, 125) bis zur Haltestelle "Južnyje Kul’tury“ (der zweite Stopp hinter der Brücke über die Mzymta). Dort führt die im Text beschriebene Treppe in das höher gelegene Viertel hinauf, wo sich rechterhand der Haupteingang zum Park befindet (ca. 10 Minuten zu Fuß, Buch S. 129/130).
(26. Februar 2014)
Restaurantempfehlungen Sotschi
Cafeteria Nummer 1, ul. Ostrovskogo (Parallelstraße zur ul. Navaginskaja), ungefähr auf halber Strecke zwischen dem Kurortnyj prospekt und der ul. Platanovaja; tgl. 8–20 Uhr. Gemütliches Café mit eigener Kaffeerösterei und leckeren Kuchen/Torten.
Restaurant Chmeli & Cuneli, ul. Ros 57 (parallel zum Fluss Sotschi nahe ul. Moskovskaja Richtung Kurortnyj Prospekt), Tel. +7/8622/355111; tgl. 10–1 Uhr. Georgische, europäische und russische Küche in angenehmer Atmosphäre, gehobenes Preisniveau.
Die Chinkali im Restaurant Belye Noči sind immer noch gut, aber die Einheimischen schwören auf eine neue Adresse: Chinkalnaja Nummer 1, ul. Krasnoarmejskaja 1 (am Riviera-Park), Tel. +7/918/ 9004433.
Für aktuelle Gastrotipps empfiehlt sich auch für Sotschi die kostenlose App "Foursquare".
(26. Februar 2014)
Zu den im Reiseführer empfohlenen Restaurants sei ein weiteres der georgischen Küche hinzugefügt: das "Genazwali" in der ul. Krasnoarmejskaja 1, ca. 10 min zu Fuß vom Eingang zum Riviera-Park Richtung Osten, Tel.: +7/862/2330888. Dieses kleine Lokal bietet kulinarische Highlights zu relativ niedrigen Preisen. Es ist ziemlich klein, weshalb es sich lohnt, vorzubestellen. Ein echter Geheimtipp.
(5. Februar 2014)
Geschlossen
Das Internetcafé "Noosfera" am Kurortnyj prospekt (nahe Hauptpost) gibt es nicht mehr (im Buch S. 78); auch das Chatčapuri-Restaurant "Nataša" (ul. Vorovskogo 3, Buch S. 78, 100) existiert nicht mehr.
(26. Februar 2014)
Restaurantempfehlungen Adler
Café und Bistro Rosemarin, ul. Naberežnaja 2; tgl. 12–2 Uhr. Gleich hinter der Fußgängerbrücke rechterhand, der beste Ort für einen schnellen Happen mittags oder abends; Kuchen und Torten in angenehmer Atmosphäre (Buch S. 129).
(26. Februar 2014)
In Adler zu empfehlen sind die im Reiseführer ›Sotschi‹ erwähnten Etablissements. Das Restaurant der Kette "RIS" in der ul. Demokraticheskaja 32 (unweit des Marktes) hat unter den Besucher der Olympischen Spiele die besten Noten bekommen.
(5. Februar 2014)
Geänderte Telefonnummern
Buch S. 112: Stalin-Datscha. Kontakt Tel. +7/985/7746944 (Evgeni Fokin)
Buch S. 203: Teehaus Anatolij Pogadaev: Tel. +7/8622/702152
(Februar 2014)
Der vergessene Völkermord
In einem aktuellen Titel des Christoph Links Verlags erinnert der Autor Manfred Quiring an die wenig bekannte Geschichte der Tscherkessen in der heutigen Region Sotschi. Dort, wo im Februar 2014 die XXII. Olympischen Winterspiele stattfinden werden, wurden vor 150 Jahren die ›Ureinwohner‹ des Nordkaukasus von den Truppen des Russischen Reiches ermordet oder deportiert.
(Dezember 2013)
Manfred Quiring
Der vergessene Völkermord
Sotschi und die Tragödie der Tscherkessen
ISBN: 978-3-86153-733-5
16,90 Euro