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Myanmar

Unterwegs im Land
der weißen Elefanten

Foto Myanmar

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Globetrottertage in Dresden: 1./2. Oktober

Am 1./2. Oktober 2016 präsentiert der Trescher-Verlag sein Verlagsprogramm auf den Globetrottertagen von DIAMIR. In Dresden, im Ensemble der Deutschen Werkstätten Hellerau, wird es zahlreiche landeskundliche Vorträge und einen Outdoor-Reisemarkt geben, auch etliche Toiurismusämter sind mit Ständen vertreten.

Frankfurter Buchmesse

Vom 19.10. bis zum 23.10.2016 finden Sie den Trescher Verlag auf der Frankfurter Buchmesse:
Halle 3.1, Stand J 121.

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Trescher-Verlag Leserreise

Auf Trescher-Leserreisen geben unsere Autoren als Reiseleiter ihr umfangreiches Wissen weiter.
» Trescher-Leserreisen

19,95 Euro
16,99 Euro
Myanmar Cover

2., überarbeitete und  erweiterte Auflage 2015, 444 Seiten, 280 Farbfotos, 40 Stadtpläne und Übersichtskarten, farbige Klappkarten
ISBN 978-3-89794-321-6

Das Buch

Myanmar, das geheimnisvolle ›Goldene Land‹, entwickelt sich seit der politischen Öffnung zu einem spannenden Reiseziel, das eine Vielzahl unterschiedlichster Eindrücke bietet: Legendäre Sehenswürdigkeiten wie die gewaltige Shwedagon Paya oder das Tempelfeld von Bagan, lebendige Metropolen wie Yangon oder Mandalay sowie beeindruckende Landschaften im Gebirge, an den großen Flüssen und der Küste.

Die jahrzehntelange selbstauferlegte Isolation und die darauf folgende Ächtung durch den Westen haben ein Land geformt, das viele Fragen aufwirft – dieser Reiseführer versucht einige davon zu beantworten. Tiefe Einblicke in die Kultur des Landes und den Alltag der Menschen sowie viele reisepraktische Hinweise machen dieses Buch zu einem wertvollen Begleiter. 


»Seit seiner politischen Öffnung entwickelt sich Myanmar oder Birma zu einem wahren Trendziel – und bleibt dennoch geheimnisvoll. Tobias Esche gibt nicht nur viele reisepraktische Tipps, sondern versucht, den Schleier des Mystischen zu lüften.«

Biz Travel

Vorwort

Seit 1991 fördert Myanmar aktiv den Tourismus, aber erst 2014 reisten über drei Millionen Besucher in das Land. Vor den allgemeinen Wahlen des Jahres 2010 wurde die Situation in westlichen Medien immer als unfairer Machtkampf einer bösen Militärregierung gegen Aung San Suu Kyi dargestellt. Stichworte wie ›ein isoliertes Land‹, ›Vorposten der Tyrannei‹ und obendrein eine ›Gefahr für die regionale Sicherheit‹ verschreckten viele Reisewillige. Viele Jahre lang wurde Myanmar von den ganz wenigen Reisenden, die das Land besucht hatten, überschwänglich gelobt, aber von vielen, die nie dort waren, verdammt.

Zwei Jahrzehnte voller Halbwahrheiten in den westlichen Massenmedien haben unzählige Interessierte schlecht beraten, aber nun werden Investitionen getätigt, Straßen verbreitert, und Hilton, Novotel und Accor haben Hotels eröffnet. Der frühere General und Präsident von Myanmar seit 2010, U Thein Sein, genießt große Sympathie im Land, wenngleich er der sogenannten Militärjunta der letzten 20 Jahre entstammt und ein führendes Mitglied war.

Über all dem steht nach wie vor eine unvergleichliche Reiseerfahrung, denn kaum ein Land bietet so vielfältige Eindrücke wie Myanmar. Durch die Öffnung vormals gesperrter Regionen und Landesgrenzen wurden vielfältige neue Möglichkeiten zur Reisegestaltung geschaffen. Die Strände am Indischen Ozean im Westen, das kühle Shan-Hochland im Osten, die Zentralebene mit Bauwerken früherer Reiche, die ehemalige Hauptstadt Yangon mit der Shwedagon und einem unvergleichlichen Bestand an Kolonialbauten und schließlich der tiefe Süden mit dem kaum besuchten Myeik-Archipel in der Andamanensee sind nur einige der lohnenswertesten Reiseziele.

Eine Aussage zu dem früher als Burma bekannten Land trifft aber weiterhin zu: Es ist so ursprünglich wie kein anderes Land in Asien, auch wenn es jetzt Geldautomaten, Mobilfunkabkommen und E-Visa gibt. Die Reisenden der letzten Jahrzehnte waren und sind verzaubert von der Herzlichkeit seiner Bewohner und den herausragenden Sehenswürdigkeiten. Fast alle Besucher antworten auf die Frage, was ihnen am besten gefallen hat, dass es die Menschen und ihr Lächeln sind, das den Gast jeden Tag aufs neue willkommen heißt.

Myanmar kann man auch das ›Land der weißen Elefanten‹ nennen. Diese Tiere haben eine große Bedeutung, die sich aus der Geschichte ergibt: Frühere Königreiche haben durch die Anwesenheit weißer Elefanten zusätzliche Legitimation erfahren. Der Reisende wird unterwegs oft Abbilder weißer Elefanten sehen. In der noch jungen Hauptstadt Nay Pyi Taw (etwa: ›Königliche Residenz‹) sowie in Yangon befinden sich die wenigen lebenden Exemplare, deren Fund in der Staatspresse ausführlich behandelt worden ist, da deren Existenz als Zeichen verstanden wurde und im Nachbarland Thailand Begehrlichkeiten geweckt hatte.

Die Großeltern des Autors lebten von 1961 – mit Unterbrechungen – bis 2008 in Myanmar. Im Jahr 1979 fasste der Großvater des Autors seine Eindrücke in seinem ersten Buch ›Im Land der weißen Elefanten – Burmesische Impressionen‹ zusammen. Im selben Jahr wurde der Autor dieses Reiseführers in Berlin geboren, seither ist er Myanmar verbunden, was sich im Untertitel dieses Buches ausdrückt. 

Inhalt

Vorwort    11
Hinweise zur Benutzung    12
Zeichenlegende    12
Entfernungstabelle    13
Das Wichtigste in Kürze    14
Die schönsten Reiseziele    18

Land und Leute    20

Myanmar: Zahlen und Fakten    22

Geographie    23

Berge und Ebenen    23
Die großen Flüsse    24
Natur und Umwelt    25
Pflanzen und Tiere    26
Das Land und seine Bezeichnungen    29

Die vielen Völker Myanmars    32

Shan    34
Kayin (Karen)    37
Sprache und Ethnizität    40
Der Status der Frau     41
Feste und Feiertage    42

Geisterglaube und Buddhismus    47

Die Verwebung von Geisterglaube und Buddhismus    47
Der Geisterglaube im Alltag    49
Der Buddhismus    52
Die Darstellung des Buddha    55
Mönch und Gesellschaft    57
Der Buddhismus im täglichen Leben    63

Die Geschichte Myanmars    64

Überblick    66
Frühe Besiedlung    69
Bagan – das erste Großreich    70
Machtverlagerung von Bagan nach Innwa    72
Das Reich der Mon im Süden    74
Das zweite Großreich entsteht    75
Die Konbaung-Dynastie    76
Die Erschaffung von Burma    78
Die Legende der drei Shan-Brüder     78
Kolonialzeit    80
Widerstand    81
Unabhängigkeit    82
General Ne Win und die sozialistische Revolution    84
Sozialismus und außenpolitische Isolation    85
Die Entstehung des SLORC    87
Verspielte Chance: Die Wahlen von 1990    90
Myanmar und der Verband südostasiatischer Staaten (ASEAN)    93
Myanmar und die USA    94
General Khin Nyunt und der Fahrplan zur Demokratie    95
Drei Könige in Nay Pyi Taw    96
Weder Safran noch Revolution    98
Der Zyklon und das Referendum    99
Die Wahlen 2010    99

Politik und Wirtschaft    104

Wenn China spuckt, schwimmen wir    106
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft    107
Aktuelle wirtschaftliche Lage    110
Bildungswesen    111   

Kunst und Kultur    116

Literatur (Dr. Uta Gärtner, Berlin)    116
Musik (Daphne Wolf, Yangon)    121
Fußball und Chinlon    123
Kleidung    124
Thanakha und das Schönheitsideal    125

Essen und Trinken    131

Bamar-Küche    131
Westliche Küche    133
Getränke    133

Reisen im Land    134

Ah-na-de    134
Gruppenreisen    135
Individualreisen    136
Kombi-Reisen    137
Inlandsflüge    137
Busreisen    139
Schiffsreisen    140
Bahnreisen    141
Reisen per Fahrrad    141
Auto mit Fahrer    141
Bekannte Probleme    141

Yangon und Umgebung    142

Yangon    144

Orientierung    144
Stadtgeschichte    146
Shwedagon Paya    149
Umgebung der Shwedagon Paya    156
Die Downtown    158
Sehenswertes rund um den Inya-See    162
Shopping Malls    167
Eisenbahnfahrt mit der Circle Line    168
Flusshafen und Überfahrt nach Dala    168
Museen    169
Yangon-Informationen    172

Bago    183

Soldatenfriedhof Htaukkyant    183
Geschichte der Stadt    183
Sehenswüdigkeiten    185

Nay Pyi Taw    190

Sehenswürdigkeiten    191

Der Shan-Staat    194

Der Shan-Unionsstaat    196

Reisehinweise    198

Rund um den Inle-See    198

Anreise    198
Kalaw    200
Pindaya    202
Die alte Fürstenstadt
Nyaungshwe    208
Der Inle-See    210
Taunggyi    215

Pyin U Lwin    218

Orientierung    220
Sehenswürdigkeiten    220
Im Westen der Stadt    221
Östlich der Stadt    222

Der nördliche Shan-Staat    227

Anreise    227
Das Goteik-Viadukt    227
Hsipaw    228

Lashio    233

Geschichte    233
Orientierung    234
Sehenswürdigkeiten    235

Mandalay und Umgebung    240

Mandalay    242

Geschichte    244
Orientierung    246
Mahamuni-Buddha    247
Palast    249
Mandalay Hill    251
Goldenes Kloster    252
Kuthodaw Paya und Sandamuni Paya    253
Kyauktawgyi Paya    255
Zegyo-Markt    255
Weitere Sehenswürdigkeiten    256
Mandalay-Informationen    258

Ausflüge von Mandalay    265

Mingun    265
Innwa    271
Sagaing    273
Amarapura    274
Monywa    278
Flussfahrt auf dem Chindwin    280

Bagan    284

2229 Bauwerke aus drei Jahrhunderten    286

Geschichte    287
Orientierung    289
Architektur und Zeitlinie    290
Konzept und Grenzen des Stadtstaates Bagan    292
Besichtigung der Tempel    293
Bagan-Informationen    314

Die Umgebung von Bagan    320

Mount Popa – der Geisterberg    321
Sale    322

Der Süden Myanmars    324

Der Mon-Staat    326

Geographie und Geschichte    328
Der Goldene Felsen von Kyaikhtiyo    329
Mawlamyine    333

Der Kayin-Staat    337

Reisen im Kayin-Staat    338
Hpa-an und Umgebung    339
Von Hpa-an nach Myawaddy und zur thailändischen Grenze    343

Die Tanintharyi-Region    345

Von Mawlamyine nach Süden    348
Dawei    350
Myeik    355
Kawthaung    359
Myeik-Archipel    361

Der Westen und die Strände    364

Der Rakhine-Staat    366

Sittwe    366
Mrauk U    367
Konflikte in Rakhine    368

Die Strände im Westen    369

Pathein    370
Chaungtha Beach    370
Ngwe Saung Beach    371
Ngapali Beach    371

Reisetipps von A bis Z    376

Myanmar per Bahn erfahren    393
Sprachführer    400
Glossar    420
Literatur    422
Myanmar im Internet    425
Über den Autor    426
Register    427
Bildnachweis    432
Kartenregister    444

Extra

Das Land der Blinden    31
Khun Sa    39
Das Verspechen – ein Märchen    45
Geisterbeschwörung – zu Besuch bei einem Nat-Pwe    45
Shinpyu – ein Junge wird Mönch    60
Daw Aung San Suu Kyi und die Generäle    91
Die beiden deutschen Staaten in Myanmar    101
Viele Nüsse gegen Suu Kyi    109
Was würde Ne Win heute über Myanmar denken? (Robert Taylor)    113
Wie wird in Myanmar Geld verdient?    129
Der Nagani-Buchclub    163
Hakenkreuze in Myanmar    182
Eine kurze Geschichte der Welt    207
Das Viereck der Geschichte    225
Die Shan-Prinzessin    232
Die Burma Road – Chinas Weg nach Westen    236
Das Marionettentheater (Dr. Axel Bruns, Yangon)    264
Die Familie    269
Die fünfeckigen Tempel von Bagan    313
Ein Birmane in Berlin    375

Autor

Tobias Esche (geb. 1979) besuchte Myanmar das erste Mal als Schüler im Jahr 1997 auf Einladung seiner Großeltern Dr. Annemarie und Dr. Otto Esche, die seit 1961 mit Ihrem Sohn Holger-Tobias Esche (dem Vater des Autors) in Yangon lebten und dort als Deutschlehrer und später als Diplomaten tätig waren. Nach ihrer Berentung 1986 stellten sie in 25 Jahren Arbeit das erste und einzige Wörterbuch Deutsch-Myanma in Yangon im Jahr 2011 fertig, welches beim Buske-Verlag in Hamburg verlegt worden ist (ISBN 978-3-87548-609-4). Fasziniert von Myanmar und seiner politischen Geschichte sowie Kultur, trat Tobias Esche in die Fußstapfen seiner Familie und begann im Jahr 2004 ein Magisterstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin im Fach Südostasienwissenschaften. Dort lernte er die Sprache Myanmars bei Dr. Uta Gärtner, viele Jahre zuvor die erste (und beste!) Studentin seiner Großmutter. Parallel dazu erwarb er einen Abschluss in Politikwissenschaften an der Universität Potsdam. 

Es folgten eine dreijährige Arbeit im Politischen Archiv des Auswärtigen Amts im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Erarbeitung einer politischen Biographie zu General Ne Win bei Professor Robert H. Taylor, und verschiedene Tätigkeiten in Reiseunternehmen mit Schwerpunkt Myanmar.

Ebenfalls im Jahr 2014 erschienen ist sein Artikel zu den 16 apokalytischen Träumen des Königs von Koshala in einem aktuellen Kontext im Handbuch Myanmar beim Horlemann Verlag. 

Tobias Esche lebt seit 2001 mit Unterbrechungen und seit 2010 dauerhaft in Yangon und ist dort Geschäftsführer eines Reisebüros.

Karten

Myanmar Karte Norden
Norden
Myanmar Karte Süden
Süden

Links

www.netzwerk-myanmar.de
Private Seite des Autors mit Forum zur Aktualisierung dieses Buches. Darüber hinaus tagesaktueller Überblick der deutschen Presselandschaft zu Myanmar-Themen.

www.botschaft-myanmar.de
Seite der Botschaft Myanmars in Berlin mit Informationen zu Visa, und Formularen zum Herunterladen.

www.myanmarvisa.com
Umfangreiches Informationsangebot rund um Visa und Einreise (engl.).

www.rangun.diplo.de
Internetauftritt der deutschen Botschaft in Yangon mit aktuellen Informationen zu Reisebedingungen im Land (engl./dt.).

www.myanmartravelsandtours.com
Die Seite des staatlichen Reisebüros.

www.irrawaddy.org
Bekannteste Nachrichtenseite auf Englisch, veröffentlicht täglich neue Nachrichten. Nun auch innerhalb Myanmars aufrufbar.

de.wikipedia.org/wiki/Myanmar
Ausführlicher Wikipedia-Artikel über Myanmar.

www.help-myanmar.net
Internetauftritt des Förderverein Myanmar, e.V., aus Saarbrücken.

www.oav.de
Der Ostasiatische Verein in Hamburg ist bei Geschäftskontakten behilflich und unterhält eine Repräsentanz in Yangon.

www.hss.de
Die Hanns-Seidel-Stiftung ist die erste deutsche politische Stiftung (CSU) in Myanmar, die 2012 ein Büro in Yangon eröffnet hat.

www.networkmyanmar.org
Ein ehemaliger britischer Botschafter betreibt die mittlerweile umfangreichste und vollständigste Nachrichtenseite über Myanmar in englischer Sprache mit einer Vielzahl an Statistiken und Analysen.

www.burmalibrary.org
Eine umfangreiche Dokumentensammlung zu Myanmar, inklusive eines Archivs aller Tageszeitungen aus Myanmar. Detaillierte Suchfunktion.

Literatur

Allgemein

Journal of Current South East Asian Affairs, Hamburg. Zeitschrift des Hamburger Asienforschungsinstituts über die Länder Südostasiens, www.giga-hamburg.de.

Internationales Asienforum – International Quarterly for Asian Studies. Freiburg. Arnold Bergstraesser Institut, www.arnold-bergstraesser.de.

Politik und Geschichte

Tilman Frasch (1996): Pagan: Stadt und Staat. Wissenschaftliche Analyse des ersten Territorialstaat Myanmars.

Thant Myint-U (2009): Burma – Der Fluss der verlorenen Fußspuren. Eine persönliche Geschichte. Der Enkel des früheren Generalsekretärs der Vereinten Nationen U Thant verknüpft die Geschichte Myanmars mit seiner Familiengeschichte.

Hans-Bernd Zöllner (2007): Weder Safran noch Revolution. Der Autor erstellte eine genaue Chronologie der Demonstrationen der Mönche im Jahr 2007 vor dem Hintergrund einseitiger Berichterstattung in den Massenmedien.

Christina Grein, Ute Köster, Phong Le Trong (Hg.) (2014): Handbuch Myanmar. Der aktuellste Sammelband in deutscher Sprache zu vielen Problemfeldern Myanmars.

Jüschke, Anna, Meincke, Katja, Kreuziger, Katja (2010): Myanmar – Gesellschaft in Bewegung. Der Band vereint drei Studien, die aktuelle Entwicklungen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen Myanmars beleuchten. Die Autorinnen zeichnen dabei anstelle der medialen Darstellung von Stagnation das Bild einer dynamischen Gesellschaft.

George Orwell (1982): Tage in Burma. Der ehemalige britische Kolonialbeamte vereint Fiktion und Wirklichkeit in Myanmar während der Zeit der kolonialen Besatzung. Oftmals bei Souvenirhändlern in Bagan und Mandalay auf Deutsch erhältlich.

Amitav Ghosh (2006): Der Glaspalast. Dieser erste große Roman über das geheimnisumwitterte Myanmar erzählt die Geschichte des jungen Rajkumar, der in einer Imbissbude auf dem Markt von Mandalay 1885 Zeuge des Einmarsches der britischen Truppen wird.

Ma Thanegi (2012): Pilgerreise in Myanmar. Die Autorin schildert spannend und humorvoll mit einem liebevoll kritischen Blick auf die Menschen und die Kultur ihres Landes eine Pilgerreise durch Myanmar auf einer Route, die bereits seit Jahrhunderten zur religiösen Tradition gehört.

Ma Thanegi, Gabriele Fahr-Becker (2008): Burma – Myanmar: Im Herzen eines unbekannten Landes. Die in über 20 Jahren bis in die jüngste Gegenwart entstandenen Fotografien lassen uns ebenso wie der Text der burmesischen Autorin die Persönlichkeit der Menschen sowie die großartige, unberührte Landschaft und die durch die allgegenwärtige Spiritualität des Buddhismus geprägte Atmosphäre des Landes besser verstehen.

Christoph Hein, Udo Schmidt (2013): Reportage Burma/Myanmar: Der steinige Weg zur Freiheit. Christoph Hein und Udo Schmidt, Asien-Korrespondenten der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« beziehungsweise des ARD-Hörfunks, haben die Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi getroffen und sprachen mit Drogenbossen und Straßenhändlern, Ministern und Investoren.

Hans-Bernd Zöllner: Konflikt der Welt-Anschauungen: Die ›Zwei Birmas‹ seit Beginn der Kolonialzeit. Die neuere Geschichte Birmas wird oft als eine Folge von Abbrüchen verstanden, die durch Machtübernahmen des Militärs verursacht wurden. Hans-Bernd Zöllner stellt dagegen die Kontinuität eines Konflikts von Welt-Anschauungen in den Vordergrund, der die birmanische Gesellschaft seit dem Beginn der Kolonialzeit bis heute in ›Zwei Birmas‹ spaltet.

Axel Bruns (1999): Burmesische Marionettenkunst. Dissertation erschienen beim White Lotus Verlag in Thailand.

Roland Bless (1990): Divide et Impera? Britische Minderheitenpolitik in Burma 1917–1948. 

Erzählungen

Klaus R. Schröder, Georg Noack (Hg.) (2009): Myanmar/Burma erzählt: 25 zeitgenössische Kurzgeschichten. 25 Geschichten aus dem fernen und fremden Myanmar (Burma), und dazu noch von 24 verschiedenen zeitgenössischen Autoren, die bei uns kaum jemand kennt.

Annemarie Esche (Hg.) (1972): Märchen der Völker Burmas. Nur noch in Antiquariaten erhältlich.

Inge Sargent (2006): Dämmerung über Birma. Mein Leben als Shan-Prinzessin. Die Österreicherin war einst mit dem Shan-Fürsten Sao Kya Seng von Hsipaw verheiratet.

Hannelore Kalwies (2013): Reisen durch das goldene Land. Mit dem Discotrain nach Mandalay. Die Autorin reiste meistens in Begleitung eines Guides in abgelegene Regionen, in die kaum Touristen kommen. Von ihren Begegnungen und Erlebnissen in den Gebieten der ethnischen Minderheiten Myanmars berichtet sie in diesem Buch.

›Myanmar Literature Project‹. In: Passauer Beiträge zur Südostasienkunde, Working Papers (über Publikationen des Nagani-Buchklubs). 

Sprache Myanmars

Annemarie und Otto Esche (2011): Wörterbuch Deutsch-Myanma. Nach 25 Jahren Arbeit in Deutschland und Myanmar entstand dieses erste und einzige Wörterbuch mit 1040 Seiten und 70 000 Eintragungen – das Lebenswerk eines Wissenschaftlerehepaares.

Uta Gärtner (2010): Myanmar in 20 Tagen. Sprachintensivkurs in 2 Bänden. Die ehemalige Hochschuldozentin der Humboldt-Universität zu Berlin hat ihr eigens erstelltes Lehrmaterial erweitert und um eine CD ergänzt, so dass man im Selbststudium die Sprache Myanmars lernen kann. 

Englischsprachige Literatur

Michael Aung-Thwin (2012): A History of Myanmar Since Ancient Times. Ausführliches Buch eines der profiliertesten Historikers zu Myanmar. Wiederkehrende Muster in der Geschichte Myanmars seit der Gründung Bagans bis in die Neuzeit werden dem Leser nähergebracht.

Dr. Maung Maung (1974): To a soldier son. Bei Straßenhändlern in Downtown Yangon erhältlich. Dr. Maung Maung war der oberste Richter Myanmars und im Jahr 1988 Staatsoberhaupt für einen Monat während der Übergangsphase. Dieses Buch widmete er seinen Sohn, Absolvent der Militärakademie DSA und späterer stellvertretenden Außenminister Myanmars Kyaw Thu. Interessante Einblicke in das Leben eines der führenden Persönlichkeiten Myanmars. Außerdem vertiefter Einblick in das soldatische Leben in Myanmar.

Yoshihiro Nakanishi (2013): Strong Soldiers, Failed Revolution. Die bislang beeindruckendste Analyse des Militärs im Staat in Myanmar. Der japanische Politikwissenschaftler stellt eindrucksvoll dar, welche Mechanismen seit dem Putsch 1962 zur Durchdringung des Staats durch das Militär geführt haben.

David I. Steinberg (2010): Burma/Myanmar. What everyone needs to know. Auf 200 Seiten behandelt dieser Asienspezialist die allerwichtigsten Fragen rund um Myanmar in kurzen, prägnanten Essays, die alle mit dem Fragewort ›Why....‹ bzw. ›What...‹ beginnen. Sehr empfehlenswert!

Robert H. Taylor (2009): The State in Myanmar. Der Nachfolger des 1987 erschienenen Buches The State in Burma ist eine knapp 600-seitige wissenschaftliche Analyse des Staates in Myanmar, verfasst von einer der weltweit wenigen Koryphäen, was Myanmars Geschichte und Politik betrifft.

Robert H. Taylor (im Erscheinen, SEAS Singapur): General Ne Win: A political biography (vorläufiger Titel). Die erste ausführliche Biographie zu Myanmars starkem Mann – General Ne Win.

Thant Myint-U (2011): Where China meets India. Dieses hoch interessante Buch des bekannten Autors wird wahrscheinlich auch bald auf Deutsch erscheinen.

Hans-Bernd Zöllner (2012): The Beast and the Beauty. The History of the Conflict between the Military and Aung San Suu Kyi in Myanmar, 1988–2011, set in a Global Context

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