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Flusskreuzfahrten Rhein
Zwischen Basel und Amsterdam - Mit Mosel zwischen Koblenz und Trier
5., aktualisierte Auflage 2026, 216 Seiten, 115 Fotos und 10 historische Abbildungen, 27 Stadtpläne und Übersichtskarten, Klappkarten
ISBN 978-3-89794-866-2
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Der Rhein gehört zu den faszinierendsten Flüssen Europas. Er führt an Weinbergen und Winzerstädtchen, romantischen Burgen und Schlössern, Kulturmetropolen, Industrierevieren und Hafenstädten vorbei – am schönsten vom Sonnendeck eines Schiffs aus mit dem Reiseführer FLUSSKREUZFAHRTEN RHEIN zu entdecken.
Auf seiner Reise von den Alpen zur Nordsee verbindet der Rhein landschaftlich wie kulturell vielfältige Regionen. Sonnige Weingärten, der Schwarzwald und die Vogesen begleiten den Oberrhein, dessen Ufer traditionsreiche Städte wie Basel und das fachwerkgeschmückte Straßburg oder mittelalterlich Speyer und Worms säumen.
Verträumte Burgen, steile Rebhänge und die vielbesungene Loreley schmücken den Mittelrhein zwischen Bingen und Bonn – UNESCO-Welterbe und Inbegriff von Romantik. Großstädte wie Köln, Düsseldorf oder Duisburg prägen das Bild am Niederrhein, bevor sich der mächtige Strom in der niederländischen Ebene in ein weites Mündungsdelta verzweigt.
Die klassischen Rheinkreuzfahrten von Basel bis Amsterdam haben gerade in jüngster Zeit noch einmal an Beliebtheit gewonnen. Der Reiseführer FLUSSKREUZFAHRTEN RHEIN trägt dem Rechnung und beschreibt ausführlich alle Landschaften, Orte und Sehenswürdigkeiten. Weitere Abschnitte widmen sich Geschichte und Geografie, der Rheinschifffahrt und Weinbaukultur. Es wird von Literaten, Malern und Musikern berichtet, die der Rhein inspirierte. Und natürlich darf auch die Nibelungensage nicht fehlen.
Ausführliche Informationen zum Bordleben und zur Organisation einer Kreuzfahrt ergänzen den Titel. Ein Extra-Kapitel führt auf der Mosel von Koblenz nach Trier. Dazu kommen Karten und Stadtpläne sowie viele reisepraktische Tipps. Sie machen das Reisehandbuch zu einem ebenso vielseitigen wie passgenauen Begleiter für Schiffspassagiere und auch für alle, die den Rhein auf eigene Faust erleben möchten.
Hier reinlesen.
Der Rhein mit seinen vielfältigen Landschaftseindrücken von den Alpen, dem Durchfluss durch den Bodensee, den bergigen Ufern bis zu den Ebenen des Niederrheins sowie den Zeugnissen seiner Kultur und bewegten Geschichte fasziniert die Menschen seit langer Zeit. Jahrhundertelang machten ihn gefährliche Hochwasser und die Unberechenbarkeit im mäandrierenden Lauf für Ackerbau, Fischerei und Schifffahrt nur eingeschränkt nutzbar. Felsbarrieren im Mittelrheintal waren unüberwindliche Hindernisse. Erst die technischen Möglichkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts ermöglichten einen durchgängigen Schiffsverkehr. Zur zunehmenden Handelsschifffahrt kam bald auch der Kreuzfahrttourismus. Die ersten Reisenden auf Dampfschiffen waren zunächst die betuchten Engländer, die sich für den ›River Rhine‹ begeisterten, bis auch die deutschen Romantiker insbesondere das Mittelrheintal entdeckten.
Gerade in jüngerer Zeit haben die Rheinkreuzfahrten nochmals an Beliebtheit gewonnen. Die Flotte vergrößert sich beständig mit immer komfortableren Schiffen. Zahlreiche TV-Produktionen und eine große Bandbreite an Literatur zum Rhein und seinen Bewohnern, zu den Weinregionen und zu den Themen Schifffahrt, Industrie, Wasserbau und Umweltschutz, zeigen das enorme Interesse am Thema Rhein.
Bis Basel hat der Rhein sein größtes Gefälle hinter sich. Hier beginnt die ›klassische‹ Rheinkreuzfahrt. Die folgenden Abschnitte Oberrhein, Mittelrhein und Niederrhein kontrastieren landschaftlich deutlich miteinander. Am von Höhenzügen gesäumten Oberrhein liegen die wichtigsten Städte etwas vom Ufer entfernt, entlang des Mittelrheins dagegen reihen sich die malerischen Ortschaften dicht an dicht. Allein mehr als 40 Burgen und Schlösser finden sich an beiden Ufern des engen Flusstals. Den Niederrhein wiederum prägen Großstädte, ausgedehnte Industriegebiete und schließlich weite Landschaften.
»Warum ist es am Rhein so schön?« Diese Frage, die in einem der unzähligen Rheinlieder gestellt wird, ist damit fast schon beantwortet. In besonderer Weise kann man dies bei einer Kreuzfahrt nachvollziehen. Diese erholsame und genussvolle Art zu reisen, gepaart mit interessanten Erlebnissen während der Landgänge, bietet den Luxus eines schwimmenden Hotels mit bestem Service und perfekter Organisation. Das geruhsame Tempo kommt den Betrachtern entgegen; sie können in aller Ruhe Landschaften, Orte, Kirchen, Schlösser und Burgen im Vorübergleiten aufnehmen. Dabei ändert sich die Wahrnehmung mit den Tageszeiten vom frühen Morgenlicht bis in die Nacht, wenn an den beleuchteten Ufern sogar Industrieanlagen ihren eigenen Reiz entwickeln. Und welches Privileg ist es, eine Stadt von ihrer dem Fluss zugewandten, schönsten Seite her besuchen zu dürfen, während Autofahrer das Zentrum oft durch unschöne Randgebiete anfahren müssen.
Inzwischen gibt es außer der klassischen Route von Basel nach Amsterdam viele Varianten im Angebot: kürzere Strecken mit neuen Schwerpunkten, Themenreisen zu Events wie ›Der Rhein in Flammen‹, ›Rheinmetropolen‹ oder ›Musik an Bord‹. Dieser Kreuzfahrtführer möchte Sie auf der facettenreichen Reise zwischen Basel und Amsterdam und auf der Mosel bis Trier begleiten.
Vorwort 9
Herausragende Sehenswürdigkeiten 10
Zu diesem Reiseführer 12
Bordleben 14
DER RHEIN 17
Eine Annäherung 18
Der Lauf des Stromes 18
Geschichte 22
Schiffe auf dem Rhein 24
Der Rhein – Inspiration für Literaten, Maler und Komponisten 26
Brücken 31
Stauwerke und Schleusen 35
OBERRHEIN 37
Südlicher Oberrhein 39
Basel 39
Von Basel nach Breisach 51
Breisach 55
Ein Ausflug nach Colmar 57
Von Breisach bis Straßburg 62
Straßburg/Strasbourg 62
Von Straßburg bis Karlsruhe 70
Mittlerer Oberrhein 73
Von Karlsruhe bis Speyer 73
Speyer 73
Ein Ausflug nach Heidelberg 78
Von Speyer bis Mannheim 82
Mannheim 82
Ludwigshafen 83
Worms 84
Von Worms bis Mainz 92
Mainz 93
Wiesbaden 99
Nördlicher Oberrhein 101
Von Mainz bis Rüdesheim 101
Rüdesheim 104
MITTELRHEIN 109
Südlicher Mittelrhein 113
Bingen 113
Zwischen Bingen und Lorch 114
Lorch 117
Bacharach 118
Kaub 121
Oberwesel 122
St. Goarshausen 127
St. Goar 128
Boppard 130
Zwischen Boppard und Koblenz 132
Koblenz 137
Abstecher in das Tal der Mosel 143
Geschichte 145
Von Koblenz bis Cochem 145
Cochem 149
Von Cochem bis Trier 150
Trier 151
Nördlicher Mittelrhein 154
Von Koblenz bis Bonn 154
Bonn 161
NIEDERRHEIN 167
Südlicher Niederrhein 169
Von Bonn nach Köln 169
Köln 170
Von Köln nach Düsseldorf 180
Düsseldorf 181
Von Düsseldorf bis Duisburg 187
Duisburg 187
Nördlicher Niederrhein 189
Von Duisburg bis Xanten 189
Xanten 190
Von Xanten bis Tolkamer 191
Holländischer Deltarhein, Amsterdam und Rotterdam 193
Zwischen Tolkamer und Tiel 195
Auf dem Amsterdam-Rhein-Kanal nach Amsterdam 195
Amsterdam 196
Begijnhof 200
Auf dem Waal nach Rotterdam 203
Rotterdam 204
ANHANG
Reisetipps von A bis Z 208
Literaturhinweise 209
Internethinweise 210
Die Autorin 210
Register 211
Kartenregister 214
Bildnachweis 214
Kartenlegende 216
Zeichenlegende 216
Extras
Rheinkorrektion, Kanalbau und Rheinprogramm 54
Nibelungenlied und Nibelungenfestspiele 90
Rheingau – Region und Weinbaugebiet 100
Die Loreley 126
Weinbau an Unter- und Mittelmosel 148
Napoleon und die ›Franzosenzeit‹ 172
Annette Lorenz wurde in Freiburg i. Br. geboren. Nach dem Studium der Pädagogik war sie in den Landkreisen Freiburg i. Br. und Lörrach als Lehrerin tätig. Sie hat sich seit vielen Jahren mit dem nahe gelegenen Rhein und den angrenzenden Ländern, mit deren Geografie, Geschichte und Kultur auseinandergesetzt; der vorliegende Reiseführer ist Ausdruck dieser langen Beschäftigung. Annette Lorenz lebt in Lörrach.
www.iksr.org
Webseite der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins.
www.chr-khr.org
Internetseite der Internationalen Kommission für die Hydrologie des Rheingebiets.
Verschiedene Portale bieten die Möglichkeit, sich in dem großen Angebot an Kreuzfahrten orientieren und daraus auswählen zu können. Dazu zählen u.a.:
Es gibt zahlreiche Bildbände zum Rhein, Reiseführer zu bestimmten Etappen und Städten, unzählige Sachbücher zu Geschichte, Geographie, Wasserbau, Schifffahrt und Fischerei sowie Sagen, Legenden und Reisebeschreibungen der Romantik. Nur wenige Werke sind jedoch dem gesamten Fluss gewidmet. Selten haben sich Autoren der schwierigen Aufgabe gestellt, eine Art Gesamtschau unter bestimmten Aspekten zu versuchen. Hier eine Auswahl unter den Werken, die den Rhein insgesamt behandeln.
Hans-Jürgen Balmes, Der Rhein. Biographie eines Flusses, S. Fischer, 3. Aufl. Frankfurt a. M. 2021. Eine poetische Natur- und Kulturgeschichte. Balmes wanderte mehrfach zu den Quellbächen in den Alpen, fuhr mit einem Faltboot den Rhein entlang, beobachtete sechs Jahren lang die Pflanzen- und Tierwelt am Rhein.
Wolfgang Bunzel, Michael Hohmann (Hgg.), Romantik am Rhein und Main. Eine Topografie, Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt 2014. In diesem Sammelband werden die Bezüge zwischen Region und Romantik aufgeschlüsselt. Deutsche, französische und englische Autoren der Romantik werden in ihrer individuellen Sicht auf Landschaft und Orte interpretiert. Essays, Karten, Bilder und Zeittafeln ergänzen den Band.
Hans-Adalbert Hinz, Historisches vom Strom, Verlag Krüpfganz, Duisburg 1995. Die Entwicklung des Rheins im Verlauf der Erdgeschichte, Landschaften, der Mensch an seinen Ufern, Schifffahrtsgeschichte und Tourismus bilden die Schwerpunkte.
W. O. von Horn, Der Rhein, seine Geschichte und seine Sagen, Rheingauer Verlagsgesellschaft, Faksimiledruck des Originals 1978. Der Autor schildert in romantischer Sprache Land und Leute von der Geschichte und Sagenwelt her und bereichert den Band mit 38 Stahlstichen der Landschaft und Architektur.
Paul Hübner, Der Rhein von den Quellen bis zu den Mündungen, Societäts-Verlag, Frankfurt 1974. Hübner selbst schreibt zu seinem Buch: »… doch gibt es trotz der kaum zu übertreffenden Einzelstudien keine Gesamtmonographie des Stroms in heutiger Sicht… Der Strom selbst soll aus der Summe dessen, was sich an ihm ereignet hat, überschaubar werden.«
Jochen Rahe, Martin Stieghorst, Urs Weber (Hgg.), Handbuch Rhein, Primus Verlag, Darmstadt 2011. Die Idee zu diesem Buch wurde bei einer Tagung des Rheinkollegs 2004 in Rotterdam geboren. Es kann als Standardwerk angesehen werden und als ambitionierten Versuch, die Öffentlichkeit über das aktuelle Wissen über den Rhein zu informieren und auf die vielfältige Problematik und neue Lösungsansätze aufmerksam zu machen. Dabei werden Themen wie Klimawandel, Trinkwasser, Hochwasserschutz, Biotopvernetzungen, Gartenschauen, Fischtreppen, Deichbau, Kraftwerke, Schifffahrt, Wirtschaft und Kultur angesprochen.
Horst Johannes Tümmers, Der Rhein – ein europäischer Fluss und seine Geschichte, Verlag C. H. Beck, München 1999. Von der Antike bis in die Gegenwart, Mythen, Wirtschaft, Ökologie und die Menschen am Fluss – eine bemerkenswerte Übersicht.
Bildbände
Helge Drafz: Rhein. Der Fluss in der Fotografie seit 1846. Greven Verlag, Köln 2021. Einmalige Sammlung von rund 480 historischen Abbildungen.
Ernst Otto Lusthardt, Brigitte Merz, Erich Spiegelhalter, Der Rhein von den Schweizer Alpen bis zum Mündungsdelta, Stürtz, Würzburg 2017.
Ralf Schröder, Flusskreuzfahrten auf Rhein, Main und Mosel, Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2007. Ansprechender Bildband mit einem Einführungstext über den Rhein und seine Nebenflüsse. Aus der Perspektive eines Passagiers werden Eindrücke einer Schifffahrt geschildert.
Karten
Außer den üblichen Landkarten gibt es sehr anschauliche Faltkarten mit Panoramadarstellungen für Touristen, die den Rheinverlauf mit Orten, Burgen und Landschaften abbilden:
Mairs Geographischer Verlag und Reederei SCYLLA TOURS, Blumenrain 16, 4001 Basel.
Faltplan Rheinlauf Mittelrhein, mit kleinen Stadtplänen und Rebsorten des Gebietes, www.rahmel-verlag.de.
Belletristik
Karl Bartsch, Helmut de Boor, Das Nibelungenlied: Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch, Reclam, Ditzingen 2003. Die Übersetzung bleibt nahe am Originaltext, ist reich kommentiert und geht auf die Problematik des Übersetzens ein. Das Geschehen ist gut verständlich zusammengefasst, geschichtliche Hintergründe werden erläutert.
Victor Hugo, Der Rhein, mit Zeichnungen des Autors, Übersetzung: Annette Seemann, Insel Verlag, Frankfurt a. M. 2010. Der literarische, vom persönlichen Erleben des berühmten französischen Schriftstellers geprägte Text in Briefform entstand unter dem Eindruck einer Rheinreise um 1840. Hugos Hauptinteresse galt dem Mittelrhein, seinen Burgen und Sagen, Städten römischer Gründung und dem Rheinfall. Für die Machtansprüche Deutschlands und Frankreichs hatte er kein Verständnis. Ihm schwebte eine gemeinsame Herrschaft der beiden Völker im geeinten Europa vor.




























