Kenia

Mit Nairobi, Mombasa, Mount Kenya, Amboseli-Nationalpark, Maasai Mara und den schönsten Stränden

2., aktualisierte Auflage 2026, 432 Seiten, 246 Fotos und historische Abbildungen, 28 Stadtpläne und Übersichtskarten, Klappkarten
ISBN 978-3-89794-841-9

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Von den Palmenstränden am Indischen Ozean zum schneebedeckten, zweithöchsten Gipfel Afrikas, von den Seen des Ostafrikanischen Grabenbruchs über die weite Savanne zu den nördlichen Wüsten – der Reiseführer KENIA nimmt mit auf Safari durch das Land voller landschaftlicher und kultureller Vielfalt.

»Safari njema« (gute Reise) wünscht man sich auf Swahili. Eine Tour während der Great Migration, der jährlichen Wanderung von Millionen Wildtieren von der tansanischen Serengeti in die kenianische Maasai Mara, zählt zweifellos zu den touristischen Höhepunkten. In über 50 Nationalparks und Naturreservaten lassen sich die Big Five – Löwe, Büffel, Elefant, Leopard, Nashorn – und viele andere Tiere beobachten. Elefanten durchstreifen im Tsavo-Nationalpark die Trockensavanne. Im Zentralen Hochland rund um den 5199 Meter hohen Mount Kenya ziehen die Dickhäuter im Aberdare National Park durch nebelumhüllte Urwälder, während sie im Amboseli-Nationalpark, mit dem Kilimanjaro im Hintergrund, das wohl bekannteste afrikanische Fotomotiv abgeben.

Der Reiseführer begleitet zu den Soda-Seen im Great Rift Valley und zum nördlichen Turkanasee, dem weltgrößten Wüstengewässer. Es geht zu den tropischen Traumstränden am Indischen Ozean sowie westlich zum Victoriasee. Alle wichtigen Orte und Sehenswürdigkeiten werden kundig beschrieben, allen voran die Hauptstadt Nairobi und an der Küste Mombasa, das pulsierende Zentrum der Swahili-Kultur. Dazu gibt es viel Wissenswertes zu den Naturräumen, Fauna und Flora sowie Gesellschaft, Kunst und Kulturen. Denn ebenso vielfältig wie Kenias Landschaften sind seine Ethnien, Sprachen und Traditionen.

Dieser Reiseführer stellt Kenia umfassend vor. Er bietet zahlreiche Adressen für Safaris, Trekking, Strandurlaub und Freizeitaktivitäten und hält viel praktisches Reisewissen parat. Ob Hotel, Hostel, Camp oder Lodge – es werden vor allem nachhaltige Unterkünfte empfohlen. Eine Fülle von Tipps zu Restaurants, Nightlife und Shoppen auf bunten Märkten, dazu ein Festivalkalender, Übersichtskarten und Stadtpläne sowie ein Sprachführer Swahili runden das Buch zum perfekten Begleiter in Kenia ab.

Hier reinlesen.

Karibu Kenya, willkommen in Kenia, einem bunten Mosaik grandioser Naturlandschaften, von der tropischen Küste des Indischen Ozeans mit ihren palmenbestandenen Sandstränden über den schneebedeckten zweithöchsten Berg Afrikas und die artenreichen Seen des Ostafrikanischen Grabenbruchs bis hin zu sanft gewellten Savannenebenen und weiten Wüsten. Ebenso vielfältig wie Kenias Topographie sind die faszinierenden Menschen verschiedener Ethnien und Herkunft. Gleichzeitig birgt Kenia spannende UNESCO-Welterbestätten sowie einige der bedeutendsten archäologischen Schätze der Urgeschichte – viele vermuten hier die Wiege der Menschheit.

Kenia ist ein Land, das voller Möglichkeiten steckt und ein Land, das seit langem ein Synonym für Safaris ist. Erleben Sie die spektakuläre jährliche Wildtierwanderung in der Maasai Mara und genießen Sie eine Fahrt im Heißluftballon über die von Akazien gesprenkelten Ebenen der Savanne. Nach einer erlebnisreichen Safari, während derer man die kenianische Wildnis hautnah erlebt, gibt es nichts Schöneres, als an den tropischen Sandstränden der kenianischen Küste zu entspannen und im türkisblauen Wasser des Indischen Ozeans zu schwimmen. Abseits der beliebten Reiseziele sind weite Teile des Landes beinahe unberührt geblieben und bilden ein Paradies für Individualreisende. Zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen haben das Reisen in Kenia in den letzten Jahren erheblich erleichtert.

Kenia nimmt eine Vorreiterrolle im nachhaltigen Tourismus ein: Zahlreiche Lodges und Zeltcamps werden mit Solarenergie betrieben und vermeiden den Gebrauch von Plastikflaschen; in Kenia herrscht seit 2017 außerdem ein striktes Einweg-Plastik-Verbot. Das Land ist auch ein Vorbild für gemeindebasierten Tourismus. In den letzten Jahren ist die Zahl der von lokalen Gemeinden verwalteten Naturschutzgebiete, Zeltcamps und Tourismusprojekte rapide gestiegen. Mit dem Besuch dieser Orte und Projekte unterstützen Reisende direkt die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung des Landes und den Schutz der kenianischen Naturschätze.

Einen besonderen Fokus lege ich auf nachhaltiges Reisen und eine ethnologische Perspektive. Es gibt in Kenia unzählige spannende Orte und Aktivitäten – all diese zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Reiseführers sprengen. Daher finden Sie eine Auswahl der interessantesten Orte und beliebtesten Aktivitäten Kenias. In den letzten Jahren bin ich kreuz und quer durch das Land gereist, habe Informationen gesammelt und bin mit zahlreichen Menschen ins Gespräch gekommen.

Ich freue mich über Ihre Erfahrungen und Hinweise zur Aktualisierung der Informationen und zur Verbesserung künftiger Auflagen, die Sie gerne an den Verlag senden können.

Ich hoffe, dass dieser Reiseführer meine Faszination für das Land spürbar macht und Kenia auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, in seinen Bann zieht.

Bleibt mir noch, Ihnen Safari njema – eine gute Reise – zu wünschen!

Viel Spaß bei der Lektüre und auf Ihrer Reise, Ihre Tatjana Singh

Vorwort    13
Die schönsten Reiseziele    14
Das Wichtigste in Kürze    16

Land und Leute    18

Kenia: Zahlen und Fakten    20

Geographie und Umwelt    21

Der Große Grabenbruch    21
Berge und Täler    22
Küste    24
Klima und Reisezeit    24
Vegetation und Tierwelt    27
Naturschutzgebiete    29

KWS-Nationalparks und Safari    34

Nützliche Informationen     35
Guides und Ranger    35
Zelten und Bandas    36
Der Kenia-Safari-Kodex    36
Auf Safari    37
Kartenmaterial    37

Geschichte    38

Paläontologie und Frühgeschichte    39
Frühe Besiedlung und Migrationsbewegungen    41
Geschichte der Swahili-Küste    42
Die Kolonisierung Kenias    48
Erster Weltkrieg    50
Zweiter Weltkrieg    50
Unabhängigkeit    51
Die Republik Kenia    52

Politik und Wirtschaft    53

Bevölkerung    53
Staatsform    56
Innenpolitische Konflikte    56
Wirtschaft heute    57
Landwirtschaft    57
Energiesektor    59
Tourismus    60
Jua Kali – der informelle Sektor    61

Religion und Gesellschaft    62

Christliche Kirchen und Glaubensrichtungen    63
Ethnische Religionen    64
Islam    65
Hinduismus und andere indische Religionen    66
Die Ethnien Kenias    67
Die Sprachen Kenias    72

Kultur und Kunst    74

Literatur    74
Musik und Tanz    76
Festivalkalender    80
Sport    83

Speisen und Getränke    86

Swahili-Küche    87
Indische Küche    87
Getränke    88

Nairobi  und  Umgebung    90

Nairobi    92

Geschichte der Stadt    93
Orientierung    98
Sicherheit    99
Stadtzentrum    99
Langata und Karen    102
Kunstgalerien und Kulturzentren    106
Stadtbesichtigungs-Tipps    107

Nairobi-Informationen    110
Die Umgebung von Nairobi    130

Nairobi National Park    130
Kaffeetouren    133
The Forest    133

Rift Valley    134

Unterwegs im Ostafrikanischen Grabenbruch    136

Naivasha und Lake Naivasha    138

Lake Naivasha    138
Kilimandege Sanctuary und Kenya Bird of Prey Trust    142
Elsamere Conservation Centre    143

Hell’s Gate National Park    148

Der Naturraum Hell’s Gate    149
Tierwelt im Nationalpark    149
Vegetation und Klima    150
Unterwegs im Nationalpark    150

Mount Longonot National Park    153
Lake Elementaita    155
Nakuru    158
Lake Nakuru National Park    160

Tierwelt im Nationalpark    161
Vegetation    161
Klima    162
Unterwegs im Nationalpark    162

Lake Baringo    164

Tierwelt    164
Insel Ol Kokwe    165
Orte am Lake Baringo    165
Tagesausflug zum Lake Bogoria    166

Das zentrale Hochland    168

Überblick    170
Nyeri    172

Aberdare National Park    173

Tierwelt    176
Vegetation    177
Klima    179
Im Park unterwegs    179
Naro Moru    183
Nanyuki    184
Chogoria    188

Mount Kenya National Park    189

Der Naturraum Mount Kenya    190
Tierwelt im Nationalpark    191
Vegetation    192
Klima    193
Trekking im Nationalpark    193

Die Umgebung vom Mount Kenya    198

Olepangi Farm    198
Ragati Conservancy    198
Meru    200

Meru National Park    202

Tierwelt im Nationalpark    203
Vegetation    203
Klima    204
Unterwegs im Nationalpark    204

Nyahururu    206
Laikipia    207

Ol Pejeta Conservancy    208
Mugie Conservancy    212
El Karama Conservancy    215

Der Norden    218

Der Norden Kenias    221
Sicherheitslage    222
Isiolo    223

Samburu und Buffalo Springs National Reserves    225

Tierwelt    225
Vegetation    226
Klima    228
Unterwegs in den Nationalreservaten    228
Umoja    229
Reteti Elephant Sanctuary    232

Marsabit    234
Marsabit National Park    237

Die Tierwelt    238
Vegetation    239
Klima    240
Im Park unterwegs    240

Über Laisamis zum Lake Turkana    243
Lake Turkana    244

Fauna    245
Wiege der Menschheit    245
Loyangalani    246
El Molo Bay    248
South Island National Park    249
Sibiloi National Park    249

Der Süden    250

Überblick    253

Maasai Mara National Reserve    254

Der Naturraum Transmara    256
Die große Migration    256
Tierwelt im Nationalpark    258
Vegetation    259
Klima    259
Im Naturschutzgebiet unterwegs    260

Amboseli National Park    267

Mensch und Natur    268
Die Tierwelt    269
Vegetation    269
Klima    269
Im Park unterwegs    270

Tsavo National Park    273

Der Naturraum Tsavo    273
Die Tierwelt    274
Vegetation    277
Klima    277
Im Tsavo East unterwegs    277
Im Tsavo West unterwegs    281
Voi    288

Die Küste    290

Überblick    292
Küstenklima und beste Besuchszeiten    293
Unterkünfte    294

Mombasa    297

Geschichte der Stadt    297
Orientierung    300
Sicherheit    301
Altstadt    301
Shree Parshva Vallabh Jain Temple    303
Mombasa Market    304
Die Tusks    304
Nyali und Bamburi    304
Mombasa Marine National Park & Reserve    307

Mombasa-Informationen    308
Südlich von Mombasa    317

Sicherheit    319
Ukunda    319
Diani Beach    319
Galu Beach    323
Msambweni    331
Die Umgebung von Msambweni    332
Kisite-Mpunguti Marine National Park    332

Nördlich von Mombasa    333

Sicherheit    334
Kilifi    334
Mnarani Ruins    335

Watamu    337

Watamu Marine National Park & Reserve    338
Arabuko Sokoke Forest Reserve    339
Die Ruinen von Gede    342
Watamu Snake Farm    343

Malindi    347

Geschichte der Stadt    347
Sehenswürdigkeiten    349
Hell’s Kitchen    350
Malindi Marine National Park & Reserve    350

Lamu-Archipel    354

Lamu Island    354

Der Westen    360

Überblick    362
Kakamega    362

Kakamega Forest National Reserve    365

Die Tierwelt    365
Vegetation    366
Klima    367
Im Nationalreservat unterwegs    367

Lake Victoria    369

Flora und Fauna    370

Kisumu    372

Kisumu Museum    373
Impala Sanctuary    373
Kibuye Market    374
Hippo Point    374
Die Umgebung von Kisumu    376

Reisetipps von A bis Z    379

ANHANG

Hilfsorganisationen und -projekte    406
Sprachführer Swahili    409
Informationen im Internet    417
Literatur und Film    417
Über die Autorin    420
Danksagung    421
Register    422
Kartenregister    427
Bildnachweis    427
Karten- und Zeichenlegende    432

Extra

Mama Miti – Die Mutter der Bäume    33
Afrikas geraubte Kunst    47
Volk, Stamm oder Ethnie?    55
Kenianische Rezepte    89
Das Elfenbein-Komplott    104
Konflikte zwischen Mensch und Nilpferd    140
Die wechselhafte Geschichte der Aberdare-Berge    175
Die Ethnie der Samburu    231
Die Ethnie der Rendille    236
Die Ethnie der Somali    242
Die Ethnie der Maasai    265
Die Menschenfresser von Tsavo    276
Die Kulturen der Tsavo-Region    280
Die Ethnien der kenianischen Küste    295
Schildkrötenschutz an der kenianischen Küste    322
Beachboys und Beachgirls    330
Die Ethnie der Luo    378

Tatjana T. Singh ist die jüngste Autorin beim Trescher Verlag. Sie studierte Ethnologie an den renommierten Universitäten von Freiburg im Breisgau und Halle an der Saale. Ihre ethnologische Perspektive bereichert diesen Kenia-Reiseführer maßgeblich, da sie verschiedene Thematiken und Diskurse des Afrika-Kontextes kritisch aufgreift und fundiert behandelt. Reiseführer wiederholen zudem viel zu oft veraltete Begriffe und Redensarten, die zu einer Weiterführung von Klischees und obsoleten Denkweisen führen. Dieser Reiseführer distanziert sich von einer solchen unreflektierten Schreibweise und macht immer wieder bei gewissen Themen auf Begriffsproblematiken und aktuelle Diskurse aufmerksam.

Tatjana T. Singh reiste vor mehr als zehn Jahren zum ersten Mal nach Ostafrika, wo sie ihre Leidenschaft für Menschen, ihre Kulturen und Religionen sowie für die atemberaubenden Naturlandschaften Ostafrikas entdeckte. An einen Freiwilligendienst in Ruanda schlossen sich zahlreiche private Reisen nach Ostafrika und Forschungsaufenthalte in Kenia im Rahmen ihres Ethnologie-Studiums an. Seit ihrer ersten Reise nach Kenia im Jahr 2013 hat sie die Begeisterung für dieses Land nicht mehr losgelassen. Seit 2020 lebt und arbeitet sie in Deutschland und Kenia gleichermaßen in den Bereichen Tourismus und Immigration.

Immer wieder zieht es sie hinaus in die spektakulären Landschaften Kenias, um auf Expeditionen in die spannende Natur des Landes einzutauchen. Dabei kommt es häufig zu spontanen Gesprächen und Begegnungen mit Kenianern und Kenianerinnen, die einen besonderen Zugang zum Land ermöglichen. Ihre Erfahrungen hat sie in diesem Reiseführer verarbeitet, in dem sie durch ihren ethnologischen Blick ein ganzheitliches Bild von Kenia entwirft. Damit ist sie eine der wenigen, die den afrikanischen Kontinent mit der Vielfalt seiner Gesichter zeigen, dokumentieren und bereisen.

www.standardmedia.co.ke
Kenianisches Nachrichtenmagazin The Standard.

www.magicalkenya.com
Die offizielle Seite des Tourismusministeriums mit Informationen rund um das Reisen in Kenia.

www.ecotourismkenya.org
Kenia nimmt eine Vorreiterrolle im nachhaltigen Tourismus ein und hat eine große Auswahl an umweltfreundlichen Unterkünften zu bieten. Eine gute Übersicht finden Sie bei Ecotourism Kenya.
Instagram: @ecotourismkenyaofficial

Eine gute Internetseite, auf der man zeitgenössische kenianische Literatur findet, ist Kwani. Von den hiervorgestellten Büchern und Filmen gibt es manche lediglich in der englischen Version.

Kurzgeschichten

Kimani, Peter: Nairobi Noir, 2020. Sammlung von Kurzgeschichten von Ngũgĩ wa Thiong‘o, Makena Onjerika, Rasna Warah, Stanley Gazemba, Kinyanjui Kombani und anderen.

Mwachiro, Kevin: Invisible Stories from Kenya’s Queer Community, Nairobi 2014. Als Journalist und Aktivist hat Kevin Mwachiro die Aufgabe übernommen, Geschichten aus der vorwiegend unsichtbaren LGBTQIA+-Gemeinschaft zu sammeln. Obwohl die Frage der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität in Kenia ein sehr kontroverses Thema ist, kämpft die queere Gemeinschaft in den letzten Jahren darum, sichtbarer zu werden und setzt sich lautstark gegen Diskriminierung und für die Achtung der Würde der Community ein.

Romane

Zu empfehlen sind die zahlreichen Titel der kenianischen Autoren und Autorinnen Ngũgĩ wa Thiong’o, Meja Mwangi, Grace Ogot und Binyavanga Wainaina.

Drayson, Nicholas: A Guide to the Birds of East Africa, 2008. Die Liebesgeschichte zwischen Mr. Malik und Rose Mbikwa, beide sind Mitglieder der East African Ornithological Society und nehmen an wöchentlichen Vogelwanderungen teil. Drayson erzählt auf ungemein komische Art von Mr. Maliks Versuchen, das Herz von Rose zu erobern und von einer Wette, bei der es gilt, innerhalb einer Woche so viele Vogelarten wie möglich zu identifizieren.

Fox, James: Weisses Verhängnis. Die letzten Tage in Kenya, 1990. Roman des britischen Journalisten James Fox, der von dem ungeklärten Mord an Josslyn Hay im Jahr 1941 handelt. Hay, Earl of Erroll, war ein britischer Auswanderer in Kenia. Das Buch wurde 1987 verfilmt.

Huxley, Elspeth: Murder on Safari, 1938. Dieser Roman beschreibt einen Diebstahl und Mord auf einer kenianischen Safari vor der Kulisse Kenias in den 1930er Jahren.

Le Carré, John: Der ewige Gärtner, 2001. Politthriller des britischen Schriftstellers John le Carré aus dem Jahr 2001. Er handelt von einem britischen Diplomaten-Ehepaar, das die illegalen Machenschaften eines multinationalen Pharmakonzerns in Afrika aufdeckt. Im Jahr 2005 erschien die gleichnamige Verfilmung.

Lovatelli, Esmeralda: I am all of them, 2024. Ein fesselnder Roman, der die Geschichte von Rachel erzählt. Aufgewachsen in Kenia, zieht Rachel zum Studium nach Italien, wo sie Alessandro kennenlernt. Was wie die perfekte Liebe aussieht, wird schnell zum Albtraum. Gefangen in einer toxischen Beziehung, findet Rachel die Kraft, sich mit Hilfe anderer Frauen zu befreien. Zurück in Kenia widmet sich Rachel der Unterstützung und Hilfe für andere missbrauchte Frauen.

Zweig, Stefanie: Nirgendwo in Afrika, 1995. Stefanie Zweig war eine deutsch-jüdische Schriftstellerin und Journalistin. Ihr autobiografischer Roman Nirgendwo in Afrika basiert auf ihrem frühen Leben in Kenia, wohin ihre Familie aus Nazi-Deutschland geflohen war. Die Verfilmung des Romans (2001) wurde mit dem Academy Award für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.

Memoiren

Benuzzi, Felice: No Picnic on Mount Kenya, 1948. Der Autor, ein italienischer Kriegsgefangener in Kenia, erzählt von seinem Ausbruch aus dem Kriegsgefangenenlager und seiner tagelangen Flucht durch gefährliches Gelände. Das Ziel ist der Mount Kenya, den er mit improvisierter Ausrüstung und spärlichem Proviant besteigt.

Dinesen, Isak: Jenseits von Afrika, 1937. Die Memoiren der dänischen Autorin Karen Blixen sind weltbekannt. Sie erzählen die Ereignisse der 17 Jahre, in denen Blixen in Kenia, dem damaligen Britisch-Ostafrika, lebte. Blixen beschreibt das Leben auf ihrer Kaffeeplantage und die Menschen, die ihr Leben dort beeinflusst haben. Sie veröffentlichte das Buch ursprünglich unter dem männlichen Pseudonym Isak Dinesen, da Autorinnen zur damaligen Zeit wenig Respekt entgegengebracht wurde. Blixen hat weitere Werke über Kenia geschrieben.

Gallmann, Kuki: Ich träumte von Afrika, 1991. Die Erinnerungen der Autorin reichen von der Faszination, die der Kontinent in ihrer Kindheit auf sie ausübte, bis zu ihrer Entscheidung von 1972, nach Kenia umzuziehen, um mit ihrem Mann und ihrem Sohn eine Farm in der Laikipia-Ebene zu betreiben. Gallmann hat weitere Werke über Kenia geschrieben.

Hemingway, Ernest: Die Wahrheit im Morgenlicht. Eine afrikanische Safari, 1999. In diesem Reisebericht beschreibt Hemingway seine Erlebnisse während verschiedener Safaris in Kenia in den 1950er Jahren. Hemingway schrieb weitere Bücher über seine Erfahrungen in Kenia.

Huxley, Elspeth: The Flametrees of Thika: Memories of an African Childhood, 1959. In ihren Memoiren beschreibt Huxley ihre Kindheit in Kenia. Die Familie kaufte ein 500 Hektar großes Stück Land, das sie mit der Hilfe ihrer kenianischen Angestellten in eine funktionierende Farm umwandelten. Das Buch wurde 1981 in einer Fernsehserie adaptiert.

Lolosoli, Rebecca: Mama Mutig, 2011. Die Gründerin des Dorfes Umoja beschreibt in diesem Buch ihr Leben in der Ethnie der Samburu, die ungleiche Behandlung von Frauen und Männern, die Gründung des Dorfes Umoja und alle Widrigkeiten, denen sie standzuhalten hatte.

Maathai, Wangari: Unbowed: A Memoir, 2006. In ihrer Autobiografie berichtet die Friedensnobelpreisträgerin von 2004 über ihre Kindheit, ihre Ausbildung in den Vereinigten Staaten und ihre Rückkehr nach Kenia. Sie geht zudem auf ihr Leben als Umweltschützerin und politische Aktivistin sowie auf ihre Arbeit im kenianischen Parlament ein.

Patterson, John Henry: Die Menschenfresser von Tsavo, 1907. Dieses halb-autobiografische Buch des britischen Soldaten Patterson schildert seine Erlebnisse in Ostafrika, wo er 1898 den Bau einer Eisenbahnbrücke über den Tsavo-Fluss in Kenia überwachte. Zu dieser Zeit griffen zwei Löwen die Belegschaft der Eisenbahn an, bis Patterson sie schließlich nach monatelangem Terror und zahlreichen Opfern tötete. Diese Geschichte wurde 1996 als Der Geist und die Dunkelheit von Stephen Hopkins verfilmt.

Seal, Mark: Ich gab mein Herz für Afrika. Das mutige Leben der Joan Root, 2009. Seal beschreibt die ergreifende Lebensgeschichte der Naturforscherin, Filmemacherin und Naturschützerin Joan Root. Sie setzte sich unter anderem für den Schutz des Naivasha-Sees ein und war eine Vorreiterin von Naturdokumentationen.

Natur

Adamson, Joy: Frei geboren. Die Geschichte der Löwin Elsa, 1960. Adamson schildert ihre Erfahrungen bei der Aufzucht des Löwenbabies Elsa. Der internationale Bestseller wurde in 33 Sprachen übersetzt und 1966 als gleichnamiger Film mit einem Academy Award ausgezeichnet. Adamson hat weitere Bücher über ihre Arbeit mit Großkatzen in Kenia geschrieben.

Alistair, Graham/Beard, Peter: Eyelids of Morning, 1990. Das Buch beschreibt auf spannende Weise das Zusammenleben von Mensch und Krokodil am Turkanasee.

Stevenson, Terry/Fanshawe, John: Birds of East Africa, 2020. Ein Must-Have für alle Vogelfans. Es beschreibt ausführlich die insgesamt 1381 Vogelarten Ostafrikas. Die App-Version des Buches ist „eGuide to Birds of East Africa“. Sie listet nicht nur die Vogelarten Ostafrikas auf, sondern kann auch das Gezwitscher der Vögel abspielen.

Kultur

Kenyatta, Jomo: Facing Mount Kenya, 1938. Anthropologische Studie über die Ethnie der Kikuyu, verfasst vom gebürtigen Kikuyu und ersten kenianischen Präsidenten. Die Einleitung des Buches schrieb der berühmte Anthropologe Bronisław Malinowski, der Kenyatta während seines Studiums als Mentor begleitete.

Filme

African Paradise, 1941, Osa und Martin Johnson. Diese Dokumentation und viele weitere des amerikanischen Ehepaares entstanden auf Reisen in Kenia und weiteren Ländern und beschreiben die Kulturen und die Tierwelt der Region. Das Ehepaar veröffentlichte auch verschiedene Bücher über ihre Kenia-Erfahrungen.

Der ewige Gärtner, 2005, Fernando Meirelles. Verfilmung des gleichnamigen Buches.

Der Geist und die Dunkelheit, 1996, Stephen Hopkins. Verfilmung des gleichnamigen Buches.

Frei geboren – Königin der Wildnis, 1966, James Hill. Verfilmung des gleichnamigen Buches.

I am Samuel, 2020, Pete Murimi. Dieser Film zeigt die bewegende Geschichte von Samuel, der im ländlichen Kenia aufwächst. Als er auf der Suche nach Arbeit und einem neuen Leben in die kenianische Hauptstadt zieht, verliebt er sich in Alex. Trotz aller Widerstände gedeiht die Liebe der beiden Männer. In Kenia hat die Filmklassifizierungsbehörde (KFCB) das Zeigen des Films verboten.

Jenseits von Afrika, 1985, Sydney Pollack. Verfilmung des gleichnamigen Buches von Isak Dinesen (Tanja Blixen).

Men Against the Sun, 1952, Brendan J. Stafford. Weitere Verfilmung der Geschichte über die Löwen, die die Belegschaft der Eisenbahn während des Baus der Uganda Railway angriffen.

Nirgendwo in Afrika, 2001, Caroline Link. Verfilmung des gleichnamigen Buches.

Rafiki, 2008, Wanuri Kahiu. Rafiki (Swahili für Freund oder Freundin) beschreibt die Geschichte einer Romanze, die sich zwischen den jungen Frauen Kena und Ziki entwickelt. Sie müssen sich vielen Herausforderungen stellen, unter anderem familiärem Druck und der Diskriminierung von Mitgliedern der LGBTQIA+-Gemeinschaft in Kenia. Der Film hatte seine internationale Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes und war der erste kenianische Film, der auf dem Festival gezeigt wurde.

Schnee am Kilimandscharo, 1952, Henry King. Verfilmung der gleichnamigen, von Hemingway verfassten Kurzgeschichten mit Gregory Peck, Susan Hayward und Ava Gardner in den Hauptrollen.

The Battle for Laikipia, 2024, Daphne Matziaraki und Peter Murimi. Der Dokumentarfilm dreht sich um Konflikte, die aufgrund von Dürre in der zentralkenianischen Region Lakipia zwischen einheimischen Gemeinden und weißen Landbesitzern und -besitzerinnen entstanden sind.Die über einen Zeitraum von fünf Jahren gedrehte Dokumentation stellt die Spannungen zwischen den einheimischen Samburu und weißen Viehzüchtern dar und zeigt, wie diese Konflikte durch die Dürre in der Region verschärft werden.

To Walk with Lions, 1998, Carl Schultz. Der in Samburu gedrehte Film schildert das Leben von George Adamson, Joy Adamsons Ehemann, der sich ebenfalls für den Schutz von Löwen einsetzte.

Naturdokumentationen

Mzima – Haunt of the Riverhorse, 2001, Mark Deeble, Victoria Stone. Diese mit dem Peabody Award ausgezeichnete Dokumentation portraitiert die paradiesische Mzima-Quelle im trockenen Südkenia.

Mzima: Portrait of a Spring, 1972, Alan Root. Die Mzima-Quellen wurden durch diesen Naturfilm von Alan Root bekannt, in dem das Unterwasserleben von Krokodilen und Flusspferden verfolgt wird. Root kreierte zudem zahlreiche weitere sehenswerte Naturdokumentationen.

Shaba, 2021, Ami Vitale. Erzählt wird die Geschichte der Elefanten-Waisin Shaba. Sie war Zeugin des Todes ihrer Mutter, die von Wilderern erschossen wurde. Shaba wurde vom Reteti Elephant Orphanage im Norden Kenias aufgenommen.

The Ivory Game: Das Elfenbein-Komplott, 2016, Kief Davidson, Richard Ladkani. Die komplexe, internationale Problematik der Wilderei von Elfenbein in Afrika wird detailliert erklärt und kritisch beleuchtet.

Unsere wunderbaren Nationalparks, 2022, Netflix. Diese Doku-Reihe behandelt in ihrer zweiten Folge die Tsavo-Nationalparks in Kenia. Der Erzähler dieser beeindruckenden Naturdokumentation ist der ehemalige US-Präsident Barack Obama.