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Barnim Uckermark

Zwischen Bernau, Templin, Angermünde, Prenzlau und Schwedt

Mit Chorin, Schorfheide und Werbellinsee

3., aktualisierte und erweiterte Auflage 2022, 224 Seiten, 250 Fotos und historische Abbildungen, 20 Stadtpläne und Übersichtskarten, Klappkarten
ISBN 978-3-89794-592-0

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Dieser aktuelle Reiseführer stellt alle Sehenswürdigkeiten im nordöstlichen Brandenburg ausführlich vor und gibt zahlreiche Tipps für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Radfahren und Wassersport. Sowohl Tagesausflügler als auch Urlaubsgäste werden viele Anregungen finden. Zudem enthält das Buch ausführliche Informationen zu Anreise, Unterkunft, Restaurants, Museen und zu Einkaufsmöglichkeiten für lokale Spezialitäten.

Der Naturpark Barnim, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, die Uckermärkischen Seen und der Nationalpark Unteres Odertal machen die Region für naturverbundene Reisende und Aktivtouristen besonders attraktiv.

Aber auch die Kultur kommt nicht zu kurz: Eberswalde und Schwedt, Bernau und Prenzlau mit mittelalterlichen Stadtmauern und Wehrtürmen, die Fachwerkperle Angermünde sowie das mittelalterliche Thermalbadestädtchen Templin eignen sich gut als Ausgangspunkte für ausgedehnte Touren. Zum reichen Kulturerbe sowohl des Barnims als auch der Uckermark zählen Schlösser und Herrenhäuser, mittelalterliche Feldsteinkirchen und Klosterruinen, Orte mit historischen Stadtkernen ebenso wie spannende industriegeschichtliche Denkmale.

„Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da.“ – Goethes berühmter Vierzeiler bekommt im Barnimer Land und in der Uckermark noch einmal einen ganz besonderen Klang. Quasi vor den Toren der Millionenmetropole Berlin, maximal eine Fahrstunde entfernt, zählen die beiden Regionen im Nordosten Brandenburgs zu den schönsten Naturlandschaften, mit denen die deutsche Landkarte aufwarten kann. Von Nord nach Süd, von Ost nach West sind Wasser und Wald die gestaltenden Elemente. Dazu gesellen sich stille Flussauen, Wiesen, Felder und jede Menge Sand, die dem Land seinen ganz eigentümlichen, herben Liebreiz verleihen.

Kleine Dörfer, Alleen mit uralten Bäumen und gemächlich dahinziehende Gewässer, auf denen die Boote schaukeln, laden dazu ein, einen Gang runterzuschalten und die Stille rundum zu genießen. Seen in Hülle und Fülle, über Flüsse und Kanäle miteinander verbunden, außerdem ein über Tausend Kilometer langes Radwegenetz und noch mehr Kilometer Wanderwege machen das Barnimer Land und die Uckermark zu einer einzigartigen Wanderregion – sei es auf Schusters Rappen, sei es mit dem Rad oder dem Boot. Dies ganz im Zeichen des sanften Tourismus in einer Region, in der im Naturpark Barnim, im Naturpark Uckermärkische Seen, im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und im Nationalpark Unteres Odertal ein Großteil der gesamten Fläche unter Naturschutz steht.

Vom mittelalterlichen Thermalbadestädtchen Templin zum verschwiegenen Land an der Oder, vom Berliner „Speckgürtel“ über die grüne Schorfheide zur Flößerstadt Lychen, von der Barnimer Kreisstadt Eberswalde mit langer industriegeschichtlichen Tradition zu den backsteingotischen Hinterlassenschaften in der uckermärkischen Hauptstadt Prenzlau – das nordöstliche Brandenburg hat mannigfaltige Gesichter. Schlösser und Herrenhäuser, mittelalterliche Feldsteinkirchen und Klosterruinen, Orte mit historischen Stadtkernen ebenso wie spannende industriegeschichtliche Denkmale zählen zum reichen kulturellen Erbe.

Wer also meint, die Region bestünde nur aus Wald, Wiesen und Wasser, wird umso überraschter vom vielfältigen, oft auch hochkarätigen kulturellen Angebot auf dem Lande sein. Alte Scheunen, Kirchen, Klosterruinen und Gutshäuser bilden die malerische Kulisse für Konzerte, Lesungen, Aufführungen, Ausstellungen. Allen voran seien der Musiksommer im Kloster Chorin oder das Bebersee Kammermusik-Festival in der Schorfheide genannt.

Und die Sache mit dem Glück? Mag sein, dass es alles umfasst, was das Barnimer Land und die Uckermark an natürlichem Reichtum schenken können: eine unendliche Stille in den Oderauen, einen intensiven würzigen Duft in der Kiefernheide, das Vergnügen, in der Sommerhitze in einen glasklaren kühlen See zu springen oder im Winter in der Einsamkeit den Schnee unter den Füßen knirschen zu hören.

Der alte Wandersmann Fontane hat dazu Folgendes vermerkt: „Ich bin die Mark durchzogen und habe sie reicher gefunden, als ich zu hoffen gewagt hatte. (…) Ein Reichtum ist mir entgegengetreten, dem gegenüber ich das bestimmte Gefühl habe, seiner niemals auch nur annähernd Herr werden zu können.“

Dem gibt es nichts weiter hinzuzufügen.

Vorwort 9
Das Wichtigste in Kürze 10
Herausragende Sehenswürdigkeiten 12

Land  und  Leute 15

Zahlen und Fakten 16

Annäherung an die Region 17

Naturraum 18
Klima 21
Tier- und Pflanzenwelt 22
Umwelt und Naturschutz 26

Geschichte 33

Die Geburt der Mark Brandenburg 33
Terra Ukera 33
Unruhige Zeiten 34
Mühsamer Aufbau 35
Dreißigjähriger Krieg 35
Der Große Kurfürst 36
Unter preußischen Königen 37
Friedrich der Große 38
Niedergang und Befreiung 39
Im 19. Jahrhundert 40
Im Kaiserreich 40
In der Weimarer Republik 41
Im Nationalsozialismus 42
In der DDR 43

Barnim und Uckermark heute 44

Wirtschaft und Tourismus 45
Schlösser, Dörfer und Städte 46
Essen und Trinken 48

Barnim 51

Bernau 52

Geschichte 52
Ausflüge von Bernau 56

Barnimer Feldmark 60

Werneuchen 60
Hirschfelde 60
Tiefensee 62
Weesow und Willmersdorf 63
Wandlitz und das Wandlitzer Seengebiet 64
Wandlitz 64
Basdorf 66
Liepnitzsee 67
Klosterfelde 68
Bogensee 69
Lanke 70
Prenden 72
Biesenthal und Umgebung 76

Am Finowkanal zwischen Zerpenschleuse und Finowfurt 80

Zerpenschleuse 80
Gemeinde Marienwerder 81
Flößerdorf Finowfurt 82

Eberswalde und Umgebung 88

Geschichte 88
Sehenswertes 90
Vom Zentrum ins Grüne hinaus 92
Auf industriegeschichtlichen Pfaden 93
In Finow 95
Schiffshebewerk Niederfinow 97

Amt Oderberg–Chorin 102

Oderberg 102
Hohensaaten 104
Hohenwutzen und Osinów Dolny 105
Chorin 106
Am Parsteiner See 108
Lunow-Stolzenhagen 109

Rund um den Werbellinsee 113

Eichhorst 113
Hubertusstock 114
Altenhof 115

Schorfheide 118

Joachimsthal 118
Althüttendorf 121
Groß-Ziethen 121
Walddorf Glambeck 123
Kranichdorf Parlow 123
Holzschuhmacherdorf
Friedrichswalde 124
Groß Schönebeck 124
Am Großen Döllnsee 126
In die Uckermark hinein 127

Uckermark 131

Templin und Umgebung 132

Geschichte 132
Ein Altstadtrundgang 133
Aus den Toren zur Altstadt hinaus 135
Ausflüge in die Umgebung 136
Lychen 143

Boitzenburg und Umgebung 147

Schloss Boitzenburg 147
Sehenswertes im Ort 147
Lichtenhain 151
Kröchlendorff 151
Ausflüge an die Landesgrenze nach Mecklenburg 152

Angermünde und Umgebung 155

Geschichte 155
Zwischen Markt und Mündesee 156
An der Stadtmauer entlang 158
Blumberger Mühle 159
Wolletzsee und Grumsiner Forst 159
Nördlich von Angermünde 161
Greiffenberg 162
Biesenbrow 163
Pinnow 163
Mark Landin 165

Nationalpark Unteres Odertal 169

Von Hohensaaten in den Nationalpark hinein 171
Stolpe 171
Stützkow 172
Criewen 172

Schwedt 174

Geschichte 174
Sehenswertes 176
Vierraden 178
Gartz und Umgebung 180

Zwischen Gramzow und Gerswalde 183

Gramzow 183
Der Oberuckersee 184
Melzow 185
Warnitz 185
Seehausen 186
Potzlow 187
Fergitz 187
Suckow 187
Gerswalde 188
Berkenlatten und Willmine 190
Temmen 191
Ringenwalde 192

Prenzlau und nördliche Uckermark 195

Geschichte 195
Sehenswertes 197
Fürstenwerder 201
Brüssow 202

Reisetipps von A bis Z 205

Anhang

Unterwegs mit Kindern 213
Literatur 215
Die Autorin 215
Register 216
Bildnachweis 219
Kartenregister 219
Zeichenlegende 224

Extra

Weiße Flieger auf roten Socken 25
Waldbrandgefahr in trockenen Sommern 33
Die Waldsiedlung Wandlitz 75
Der Finowkanal 86
Der Havel-Oder-Wasserstraße 101
Das Uckermärker Lied 142
Die ehemalige Heilanstalt Hohenlychen 146
Ehm Welk 168

Kristine Jaath, 1962 in Würzburg geboren, zog 1981 in den damals noch eingemauerten Westteil Berlins und lebt seitdem bis auf einen Studienaufenthalt in Rom ununterbrochen am grünen Strand der Spree. Sie studierte Germanistik, Religionswissenschaften und Italienisch in Rom und Berlin, arbeitete anschließend beim öffentlich-rechtlichen Radiosender RIAS Berlin (seit 1990 DeutschlandRadio) und widmet sich seit Mitte der 1990er Jahre der Reiseschriftstellerei. Sie veröffentlichte zahlreiche Texte und Bildbände sowie Reiseführer über Deutschland, Italien und Polen. Im Trescher Verlag sind von ihr außerdem die Titel „Brandenburg„, „Potsdam„, „Oder„, „Baden in und um Berlin“ und „Feldberger Seenlandschaft“ erschienen.

Barnim
Uckermark

Sachbücher

Hans Bentzien, Unterm roten und schwarzen Adler. Geschichte Brandenburg-Preußens für jedermann, Berlin: Volk und Welt 1992. Eine Chronik Brandenburgs und Preußens vom 10. Jahrhundert bis zur Gründung der DDR.

Hans Christian Graf von Krockow, Fahrten durch die Mark Brandenburg, München: DVA 1994. Auf den Spuren Fontanes bereiste der Historiker und profunde Kenner der preußischen Geschichte unmittelbar nach der Wiedervereinigung das Land Brandenburg, berichtet kritisch und doch voller Zärtlichkeit vom Vorgefundenen und dem Verschwundenen, von Personen und Persönlichkeiten Brandenburg-Preußens.

Heinz Ohff, Preußens Könige. München: Piper 2009. Mit hübschen Anekdoten gewürzte populäre Geschichte Preußens, anhand der Biografien seiner neun Könige von Friedrich I. bis Wilhelm II. erzählt.

Belletristik

Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Berlin: Aufbau 2005. In fünf Bänden, zwischen 1862 und 1889 erschienen, entführt Fontane seine Leser auf beinahe 2400 Seiten in die Mark Brandenburg. Auch Teile des Barnimer Land wurden von dem Meisterschreiber der Reiseliteratur erwandert; so der Hohe Barnim mit Werbellinsee, nachzulesen im Band ›Oderland‹, oder das Kloster Chorin und Mariensee im Band ›Havelland‹.

Saša Stanišić, Vor dem Fest, München: Luchterhand 2014. Sittengemälde eines uckermärkischen Dorfs. Es gibt eine alte Malerin, einen ehemaligen NVA-Oberst, einen Förster, einen Glöckner und seinen Lehrling, eine Füchsin auf Nahrungssuche und andere mehr, die sich begegnen oder auch nicht, etwas tun oder auch nicht, in der Nacht vor dem Fest. Stanišić hat für seinen Roman in und rund um das real existierende Dorf Fürstenwerder in der nördlichen Uckermark recherchiert.

Ehm Welk, Die Heiden von Kummerow, Rostock: Hinstorff 2008. Erstmals 1937 erschienen, erfreut sich Welks heiter-humorvolle Erzählung über das, was sich zugetragen hat ›an hellen und düsteren Ereignissen, an menschlichen Handlungen der Liebe und des guten Willens, der Schwäche und der Böswilligkeit (…) in Kummerow im Bruch hinterm Berge‹ nach wie vor großer Beliebtheit. Vielen gilt der Roman als deutsches Gegenstück zu Guareschis ›Don Camillo und Peppone‹.

Julie Zeh, Unterleuten, München: Luchterhand 2016. Der irgendwo in einem Dorf in Brandenburg angesiedelte – es könnte auch im Barnim oder in der Uckermark sein – Gesellschaftsroman schildert, wie sich ein idyllisches Dorf mit alteingesessenen Wendegewinnern und alteingesessenen Wendeverlierern und aus Berlin zugezogenen Neudörflern in eine Vorhölle verwandeln kann, wenn ein Investor in direkter Nähe einen Windpark bauen will.